Wie nutzen Islamist*innen die soziale Medien und welche Gruppen oder Akteure sind aktuell auf TikTok, Instagram oder YouTube aktiv? Diesen Fragen widmen wir uns in Folge #20 von KN:IX talks. (mehr …)
Die Prävention von religiös begründetem Extremismus wird in Deutschland seit vielen Jahren durch zivilgesellschaftliche Träger umgesetzt und umfasst ein vielfältiges Angebot. Offenkundig ist Extremismus in all seinen Formen auch im digitalen Raum präsent. Um Präventionsangebote also dort umzusetzen, wo sich die Alltagswelt der Adressat*innen abspielt, sind in den vergangenen Jahren verschiedene Onlineangebote entstanden – auch als Ergänzung zu bestehenden Offlineformaten.
Als Dachorganisation von mittlerweile über 30 Mitgliedsorganisationen ist es unser Auftrag, deren Interessen zu vertreten und auf Problemlagen und Herausforderungen hinzuweisen. Unser Blick richtet sich stets nach vorn, um Methoden gemeinsam weiterzuentwickeln und Lücken durch Angebote zu schließen. Die vorliegende Publikation schließt eine dieser Lücken, stellt die Rahmenbedingungen und Standards für gelingende Onlineprävention dar und gibt einen Einblick in die unterschiedlichen Ansätze und Methoden der Präventionsarbeit im digitalen Raum. Sie bildet das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung der Mitarbeitenden der Onlineprojekte innerhalb der Mitgliedschaft der BAG RelEx. Seit Herbst 2021 haben sie sich in einer Vielzahl von Austauschtreffen über die Besonderheiten und Herausforderungen der digitalen und hybriden Formen der Präventionsarbeit ausgetauscht und die Methodenvielfalt erörtert. Das Ergebnis ist ein umfassender Überblick, was Onlineprojekte der Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention ausmacht, welche Standards in der Onlinearbeit bedeutend sind und wie sie langfristig gestärkt werden können.
Hier können Sie die Rahmenbedingung und Standards für gelingende Onlineprävention (PDF) herunterladen. Darüber hinaus steht Ihnen eine Zusammenfassung auf Deutsch (PDF) ebenso wie eine Zusammenfassung auf Englisch (PDF) zur Verfügung.
An der Erstellung der Standards waren Kolleg*innen folgender Mitgliedsorganisationen (Projekte) beteiligt: AVP e. V. (Local Streetwork On/Off, streetwork@online, CEOPS), IFAK e. V. (ExPO – Extremismus Prävention Online), RE/init e. V. (Wegweiser im Vest), Stuttgarter Jugendhaus gGmbH (Zukunftswelten), ufuq e. V., Vereinigung Pestalozzi gGmbH (Legato. Fach- und Beratungsstelle für religiös begründete Radikalisierung), Violence Prevention Network gGmbH sowie unserer Partnerorganisation Kaleido Ostbelgien (Wegweiser Ostbelgien). Wir freuen uns, Ihnen mit dieser Publikation ein weiteres Ergebnis von kollegialem Fachaustausch vorstellen zu können und möchten uns an dieser Stelle herzlich bei allen Mitwirkenden bedanken.
Hier finden Sie weitere Informationen zur Publikation und dem Entstehungsprozess.
Der diesjährige Fachtag der BAG RelEx fand am 20. und 21. September 2023 in Frankfurt am Main statt und widmete sich den Wechselwirkungen von strukturellen und individuellen Faktoren in Radikalisierungsprozessen und deren Bedeutung für die Präventionsarbeit. (mehr …)
Am 10. November 2023 fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung statt, bei der die anwesenden Vertreter*innen der Mitgliedsorganisationen einen neuen Vorstand gewählt haben.
An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei den bisherigen Vorstandsmitgliedern für die produktive Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren bedanken. Außerdem freuen wir uns, hiermit die neue Besetzung des Vorstands begrüßen zu dürfen. Auf der Mitgliederversammlung gewählt wurden:
- Friederike Müller (Geschäftsführerin von IFAK e. V.)
- Derviş Hızarcı (Vorstandsvorsitzender von KIgA e. V.)
- Silke Baer (Geschäftsleitung von cultures interactive e. V.)
- Dženeta Isaković (Leiterin des Themenbereichs Prävention von Extremismus und Hassgewalt bei Mosaik Deutschland e. V.)
- Karin Meißner (Projektleiterin von Yallah! Fach- und Präventionsstelle Islamismus und antimuslimischer Rassismus (FITT gGmbH)

©Michel Buchmann für BAG RelEx
(v. l. n. r. Karin Meißner, Dženeta Isaković, Silke Baer, Friederike Müller, Derviş Hızarcı)
Vorstellung der Vorstandsmitglieder
Karin Meißner entwickelte nach dem Studium der Islamwissenschaften ihr Profil hin zur zielgruppenübergreifenden Antidiskriminierung. An der Forschungs- und Transferstelle Gesellschaftliche Integration und Migration / htw Saar (fitt gGmbH) konzipiert und leitet sie Projekte, die den differenzsensiblen und diskriminierungskritischen Umgang mit Heterogenität in gesellschaftlichen und professionellen Strukturen fördern, ein weiterer Fokus ist die Prävention von Radikalisierungen. Sie schult und referiert zu diesen Themen und moderiert strategisch und inhaltlich Prozesse zur diskriminierungskritischen Organisationsentwicklung. Darüberhinaus ist sie Projektleiterin von Yallah! Fach- und Präventionsstelle Islamismus und antimuslimischer Rassismus. Als Vorsitzende des Antidiskriminierungsforums Saar (adfs) e. V. setzt sie sich für eine saarlandweite Antidiskriminierungsstruktur ein, seit November 2023 ist Meißner darüber hinaus Mitglied des Vorstands der BAG RelEx.
Dženeta Isaković studierte Islamwissenschaft und Politische Wissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Ihren Master absolvierte sie in Nah- und Mitteloststudien mit dem Schwerpunkt Arabistik. Isaković leitet bei Mosaik Deutschland e. V. den Themenbereich Prävention von Extremismus und Hassgewalt. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen die Konzeption und Entwicklung von Bildungsformaten für unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen sowie die Referententätigkeit in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung. Ihre fachliche Expertise liegt vor allem im Bereich des religiös begründeten Extremismus sowie in der Antidiskriminierungsarbeit mit Schwerpunkt Rassismus. Seit November 2023 ist Isaković Mitglied des Vorstands der BAG RelEx.
Silke Baer ist seit 2002 in der Entwicklung, Erprobung und Auswertung von Ansätzen zur Prävention von Rechtsextremismus, religiös begründetem Extremismus u. a. Formen von gruppenbezogener/n Menschenfeindlichkeit bzw. Abwertungskonstruktionen tätig. Sie ist Mitbegründerin und Co-Geschäftsführerin von cultures interactive e. V. Ihre Schwerpunkte sind jugendgerechte, narrative und phänomenübergreifende Zugänge der politischen Bildung und Ansätze der Präventions- und Distanzierungsarbeit, u. a. mit Blick auf Genderaspekte. Seit 2020 leitet sie die Fachstelle fa:rp (farp.online), die den Fokus auf die pädagogische Praxis, Jugendarbeit/-Hilfe legt und Teil des bundesweiten Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention (KOMPREX) ist. Sie ist Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus BAG RelEx.
Derviş Hızarcı ist als Experte für Diskriminierung, Minderheitenschutz, Antisemitismus und Rassismus ein gefragter Gesprächspartner und nimmt immer wieder in Medien zu diesen Themenbereichen Stellung. Nach seinem Lehramtsstudium und seinem Referendariat wurde er Lehrer in Berlin-Kreuzberg und lernte 2011 den Verein Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e. V.) kennen. Seit 2015 leitet er diesen als Vorstandsvorsitzender. In seiner Amtszeit wuchs der Verein von einer kleinen Nachbarschaftsinitiative zu einer national und international angesehenen Institution im Kampf gegen den Antisemitismus. Von August 2019 bis September 2020 war Hızarcı der Antidiskriminierungsbeauftragte der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Seit Juli 2019 sitzt Hızarcı im Beratungskreis des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Felix Klein. 2021 wurde Hızarcı von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Tag des Ehrenamtes die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland für Engagement in der Einwanderungsgesellschaft verliehen. 2018 wurde Hızarcı Vorstandsmitglied der BAG RelEx und ist seit 2021 ihr Vorstandsvorsitzender.
Friederike Müller ist Dip. Sozialarbeiterin und seit 2014 Geschäftsführerin der IFAK e. V. – Verein für Multikulturelle Kinder-Jugendhilfe und Migrationsarbeit. Zudem hat sie die Projektleitung aller unter Trägerschaft der IFAK durchgeführten Präventionsprojekte im Themenfeld Extremismus inne. Das Beratungsnetzwerk „Grenzgänger“, das Justizprojekt NRW „re:vision“ und die Beratungsstellen Wegweiser Gelsenkirchen, Bochum und Herne sind nur einige davon. Ebenso leitet sie weitere Projekte der Demokratieförderung und Gewaltprävention. Vor ihrer Stelle als Geschäftsführerin hatte sie verschiedene Leitungspositionen innerhalb der IFAK inne und arbeitete zuvor viele Jahre in unterschiedlichen Bereichen der transkulturellen Kinder- und Jugendhilfe sowie der Generationenrarbeit. Seit 2016 ist Friederike Müller Vorstandsvorsitzende der BAG RelEx.
Bei der Betrachtung des Einzelfalls werden mögliche Erklärungen für eine Radikalisierung oftmals auf der individuellen Ebene verortet – dies ergibt jedoch ein nur unvollständiges Bild. Mit der Ligante#6 möchten wir die Diskussion um gesellschaftliche Zusammenhänge und Rahmenbedingungen in Hinblick auf eine islamistische Radikalisierung anregen. Zudem soll aufgezeigt werden, was im Bereich der Bildungs- und Präventionsarbeit diesbezüglich bereits umgesetzt wird und wie weitere Potenziale ausgeschöpft werden können.
Am 07. November 2023 fand das Fachgespräch „Beraterische und therapeutische Methodenvielfalt in der Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit“ statt, das in Kooperation der BAG RelEx und dem IZRD online umgesetzt wurde. Im Rahmen der Veranstaltung wurde das in Kürze erscheinende Lehrbuch Extrem. Kompetent. Beraten. – Methoden für die Beratungspraxis im Themenfeld religiös begründeter Extremismus vorgestellt, das durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert und voraussichtlich im Dezember 2023 durch IZRD e. V. und cultures interactive e. V. als kostenfreie PDF-Version herausgegeben wird. Beispielhaft wurden im Anschluss an die Buchvorstellung drei verschiedene Beratungsansätze vorgestellt und mit drei Praktiker*innen aus dem Arbeitsfeld gemeinsam diskutiert.
Das Fachgespräch haben wir für Sie aufgezeichnet. Den Mitschnitt finden Sie in unserer Mediathek und auf YouTube.
Beraterische und therapeutische Methodenvielfalt in der Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit
Zum Einstieg sprachen Jamuna Oehlmann (BAG RelEx) und Melanie Thoene (BAMF) die Begrüßungsworte. Kim Lisa Becker (IZRD) stellte im Anschluss das Lehrbuch vor und betont, dass sie selbst und Tobias Meilicke (IZRD) in der Ausarbeitung der einzelnen Kapitel maßgeblich durch die breite interdisziplinäre Fachexpertise aus der Praxis unterstützt wurden. So finden sich neben Gastbeiträgen von Praktiker*innen auch kurze Interviews mit Expert*innen unterschiedlicher Arbeitsansätze wieder. Zudem wurde das Projekt während seiner dreijährigen Laufzeit von einem Fachbeirat begleitet, der aus praxiserfahrenen Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft und Sicherheitsbehörden bestand. Alle Texte wurden kritisch diskutiert, kontinuierlich angepasst, erweitert und überarbeitet.
Das Lehrbuch möchte zur Weiterqualifizierung neuer und erfahrener Berater*innen beitragen, die Professionalisierung weiter vorantreiben, neue Potenziale aufzeigen, mehr Sichtbarkeit für das Arbeitsfeld schaffen und dadurch das Vertrauen stärken und weiterhin zur Zusammenarbeit ermutigen. Ganz konkret sollen vor allem das Arbeitsfeld selbst sowie Beratende praxisnah und methodisch in ihrer Arbeit mit unterschiedlichen Klient*innen und den zu bearbeitenden Themen unterstützt werden. Im Lehrbuch werden deshalb Themen- und Arbeitsfeld vorgestellt, unterschiedliche Beratungsansätze skizziert sowie wichtige Kernaspekte zur Haltung praxisnah aufbereitet und beispielhaft erläutert. Den Kern des Lehrbuchs bilden unterschiedliche Sitzungsthemen, in denen u.a. biografische Erlebnisse, die Einbindung in familiäre Strukturen, Diskriminierungserfahrungen oder auch Genderfragen in Bezug zum Radikalisierungsprozess mit verschiedensten Herangehensweisen aufgearbeitet werden. Mithilfe unterschiedlicher Methoden wird aufgezeigt, wie Beratende diese Themen aufgreifen, bearbeiten und für die Umfeld-, Distanzierungs- und Ausstiegsberatung nutzen können. Abschließend wird skizziert, wie Beratende die kollegiale Fallberatung zur Qualitätssicherung, Selbstreflexion und Selbstfürsorge nutzen können.
In der an die Buchvorstellung anschließenden Diskussion wurden beispielhaft drei Arbeitsansätze des Lehrbuchs vorgestellt. Unter Moderation von Ulrike Hoole (BAG RelEx) erläuterte Kerstin Sischka (NEXUS) die Vorteile und Potenziale des psychodynamischen Beratungsansatzes, der den Fokus v. a. auf die innerpsychischen Prozesse in Abgleich zu den biografischen Erfahrungen der Klient*innen legt. Tobias Meilicke (IZRD) hob den Schwerpunkt auf das emotionale Erleben und dessen Bedeutung für Reflexions- und Aufarbeitungsprozesse hervor, den er maßgeblich im gestalttherapeutischen Beratungsansatz verortet sieht. Axel Schurbohm (BAG RelEx) ergänzte, dass ein großer Vorteil im systemischen Ansatz v. a. darin liege, über das soziale Umfeld (System) der (mutmaßlich) von Radikalisierung betroffenen wirksam werden zu können und so die Möglichkeit bestehe, auch indirekte Zugangsmöglichkeiten zur oft schwer erreichbaren Zielgruppe radikalisierter Personen zu haben. Alle Arbeitsansätze vereint, dass sie nicht ohne fundierte Ausbildung auskommen, die Zeit und das intensive Einarbeiten einzelner Beratenden erfordern.
Das Fachgespräch haben wir für Sie aufgezeichnet. Den Mitschnitt finden Sie in unserer Mediathek und auf YouTube.
Die BAG RelEx verurteilt den Terroranschlag der Hamas und ihrer Verbündeten auf Israel und die Massaker an der Zivilbevölkerung aufs Schärfste. Ungeachtet dessen, wie der Nahostkonflikt politisch bewertet wird:
Massaker an der Zivilbevölkerung stellen keine Form des Widerstands dar, sondern sind menschenverachtender Terrorismus, der nicht zu rechtfertigen ist. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat es weltweit keine vergleichbaren antisemitischen Pogrome gegeben.
Wir sind schockiert über das Ausmaß des Terrors und sind besorgt um die weiteren Folgen für die Zivilbevölkerung. Wir trauern um die Opfer und solidarisieren uns mit den Angehörigen und Hinterbliebenen der getöteten Menschen in Israel und in den palästinensischen Gebieten. Wir hoffen, dass die Entführten bald wieder gesund im Kreise ihrer Freund*innen und Familien sein können.
Wir verurteilen entschieden jene, die auch hierzulande diese gezielten Tötungen von jüdischen Kindern, Frauen und Männern, die Vergewaltigungen und Entführungen beklatschen, verharmlosen und zu weiteren Pogromen aufrufen. Und wir möchten jene Jugendliche und Erwachsene bestärken, die sich jetzt und zukünftig für einen friedlichen Weg einsetzen.
Für uns gilt es weiterhin konsequent gegen Antisemitismus in seinen unterschiedlichen Formen sowie gegen antimuslimischen Rassismus in all seinen Facetten vorzugehen. Pauschalisierungen oder vorurteilsgeleitete Vereinfachungen des gesamten Konflikts oder ganzer Bevölkerungsgruppen führen nicht dazu, dass sich die Emotionen und Spannungen beruhigen; im Gegenteil fachen sie erfahrungsgemäß weitere antisemitische und rassistische Gewalt auch in Europa an.
Politische Entscheidungsträger*innen rufen wir zur Besonnenheit auf, um nicht vorschnell Beschlüsse zu fassen, die die Konflikte hier in Deutschland weiter eskalieren lassen. Wir raten der Politik zum Austausch mit Fachexpert*innen und Kolleg*innen – etwa aus unseren Mitgliedsorganisationen –, um gemeinsam angemessene Umgangsweisen mit der Situation auf der Ebene der Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention zu besprechen und auch in die Wege zu leiten. Die Repression von antisemitischer Menschenverachtung und konsequentes Vorgehen gegen jedwede Billigung von Terrorismus sind notwendig. Sie sind jedoch allein nicht ausreichend, um der Komplexität des gesamten Konflikts auf seinen unterschiedlichen Ebenen gerecht zu werden und Konfliktsituationen, etwa im Bildungskontext, pädagogisch und politisch bildnerisch aufzugreifen.
Der Terrorismus darf am Ende nicht triumphieren und zu mehr Angst, Schrecken und Gewalt führen. Alle aufrechten Demokrat*innen, die ein wirkliches Interesse daran haben, dass sich die Lage für die Zivilbevölkerung in den palästinensischen Gebieten und in Israel nicht weiter verschlimmert, rufen wir dazu auf, sich um Deeskalation hier vor Ort zu bemühen. Wir wissen aus eigener Erfahrung auch, wie herausfordernd, emotional und perspektivenreich die Auseinandersetzung mit dem Nahostkonflikt ist. Es gibt gleichzeitig keine Alternative zur Suche nach Wegen der friedlichen Konfliktlösung, auch wenn das in der jetzigen Situation vielen als utopisch oder gar absurd erscheinen mag.
Der Vorstand und die Geschäftsführung der BAG RelEx
Berlin, Oktober 2023
Bei extremistischen Straftaten wird häufig die Frage gestellt, ob der oder die Täter*in vor allem aus ideologischen Gründen gehandelt hat oder aufgrund einer psychischen Störung. In Folge #16 von KN:IX talks sprechen wir mit der forensischen Psychiaterin Dr. Nahlah Saimeh über den Zusammenhängen und Wechselwirkungen von psychischer Verfasstheit und Radikalisierung.
Im Rahmen unseres Fachgesprächs am 15. Juni 2023 haben wir uns dem Thema „Christlicher Fundamentalismus“ gewidmet. Während vor allem in den Medien fast ausschließlich über Islamismus gesprochen wird, finden andere Formen von religiösen Fundamentalismus, wie etwa in seiner christlichen Ausprägung, wenig Beachtung. (mehr …)
In unserer Arbeit setzen wir uns seit Jahren für eine Berücksichtigung struktureller Faktoren von Radikalisierung ein und widmen uns diesem Thema auch bei unserem diesjährigen Politik- und Pressegespräch am 14. August 2023. (mehr …)
