Über die BAG RelEx

Mitglieder der BAG RelEx

25 gemeinnützige Organisationen haben die BAG RelEx im November 2016 gegründet, derzeit hat der Verbund 32 Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet. Ihre Zielgruppen und Herangehensweisen sind sehr vielfältig, so decken sie eine Bandbreite an Herausforderungen ab. Die Arbeit der Mitglieder lässt sich grob in drei Bereiche einteilen:

  • Universal- / Primärprävention, d.h. Stärkung von demokratischen und an Menschenrechten orientierten Kompetenzen, Verhinderung von individuellen und gemeinschaftlichen Radikalisierungsprozessen
  • Sekundärprävention / Interventionsarbeit, d.h. Früherkennung und Arbeit mit gefährdeten Gruppen
  • Tertiärprävention / Deradikalisierung / Ausstiegsarbeit, d.h. soziale und ideologische Ausstiegsbegleitung, Distanzierungsarbeit, Vermeidung einer weiteren Eskalation

Hier stellen wir Ihnen die Mitglieder vor.

Standorte

Logo der API uG

Die API gUG ist eine gemeinnützige Unternehmensgesellschaft, die im Themenfeld Integration verschiedene Handlungsfelder bearbeitet. Hierzu zählen unter anderem die mediale Präsentation und Verankerung partizipativer Integrationsansätze im öffentlichen Raum, die Fortbildung von Zugewanderten und die Initiierung und Flankierung von Leuchtturmprojekten. Darüber hinaus bietet API in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und ufuq.de seit mehreren Jahren zertifizierte Fortbildungen zur Radikalisierungsprävention in Schule und Jugendhilfe an.

Logo Action Courage e.V.

Aktion Courage e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Projekte initiiert und trägt, die sich gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) wenden. Aktion Courage wurde 1992 von Bürgerinitiativen, Menschenrechtsgruppen, Vereinen und Einzelpersonen aus allen gesellschaftlichen Bereichen und politischen Lagern als eine Antwort auf den gewalttätigen Rassismus in Mölln, Solingen, Hoyerswerda und Rostock gegründet. Im Moment konzentriert sich Aktion Courage auf das Projekt Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, das bei Kindern und Jugendlichen Präventionsarbeit gegen Radikalisierung und alle Ideologien der Ungleichwertigkeit leistet, unter anderem gegen Islamismus, Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit und Homophobie.

Logo des Projektes "CleaRTeaching"

Die Aktion Gemeinwesen und Beratung e.V. ist Träger des Projektes CleaRTeaching – Umgang mit Radikalisierungsprozessen im schulischen Kontext und ein anerkannter und etablierter Jugendhilfeträger in Düsseldorf.
Die Erfahrungen aus der Laufzeit des Modellprojektes „CleaR – Clearingverfahren gegen Radikalisierung“ (2016-2019) zeigen, dass der Bedarf bei Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen groß ist, wenn es um die Arbeit mit sich bereits radikalisierenden Schüler*innen geht. Auch hat sich gezeigt, dass nur eine phänomenübergreifende Radikalisierungsprävention im schulischen Kontext sinnvoll ist. Zum einen ist dieser Ansatz wichtig, um Markierungen von Gruppen zu vermeiden und damit Stigmatisierung vorzubeugen. Zum anderen erleichtert die Bearbeitung aller Extremismen die Vereinbarung von gemeinsamen Zielen, die von allen Akteuren mitgetragen werden.
Auf Basis dieser wichtigen Erkenntnisse setzt sich das Projekt „CleaRTeaching – Umgang mit Radikalisierungsprozessen im schulischen Kontext“ als Ziel Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen in einer umfangreichen Weiterbildung zu Clearingbeauftragten auszubilden, die in der Lage sind Radikalisierungsprozesse an ihrer Schule zu erkennen und darauf zu reagieren.
Die Weiterbildung ist in acht Module gegliedert und vermittelt neben dem spezifischen Wissen zur Radikalisierungsprävention an der Schule auch Elemente zur Schulentwicklung und vermittelt Beratungskompetenz insbesondere im Bereich der systemischen Beratung. Im Mittelpunkt stehen hierbei insbesondere auch die Schnittstellen zwischen politischer Bildung und Sozialer Arbeit sowie zwischen politischer Bildung und Radikalisierungsprävention. Die Teilnehmenden setzten sich in der Weiterbildung auch mit relevanten juristischen Fragen auseinander und können angeleitet durch die Referierenden begleitend zur Weiterbildung das Clearingverfahren an ihrer Schule implementieren und durchführen.

Logo streetwork@online

Der Verein Akzeptanz, Vertrauen, Perspektive e.V. (AVP) ist ein anerkannter freier Träger der Kinder und Jugendhilfe mit Sitz in Düsseldorf, Duisburg und Berlin. Er setzt sich seit 2002 mit unterschiedlichen Projekten für die Bildung, Erziehung und Integration von jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ein. Seit Herbst 2017 wird das Präventionsprojekt streetwork@online aufgebaut. Mit einem breiten Spektrum an Angeboten und vorrangig internetbasierten Maßnahmen möchte streetwork@online einer religiös begründeten Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen entgegenwirken. Es wird das Gespräch mit Berliner Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 – 27 Jahren gesucht, um ihr Reflexionsvermögen zu stärken und sie bei ihrer Identitätsbildung zu unterstützen.

Logo ajs e.V.

Die ajs ist ein anerkannter freier Träger der Hamburger Kinder- und Jugendhilfe und bietet als Beratungsstelle seit vielen Jahren Unterstützung und Informationen für Kinder, Jugendliche und Eltern sowie Beratung, Fortbildungen und Fachtagungen für pädagogische Fachkräfte an. Es wird im Sinne eines stärkenden und ressourcenorientierten erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes gearbeitet.
Die ajs ist mit Ihrem Projekt Jugendphase und Salafismus (JuS) Mitglied bei der BAG RelEx. Mit dem Projekt verfolgt sie das Ziel, pädagogische Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit für das Thema „Jugendphase und Salafismus“ zu sensibilisieren und fortzubilden. Die Organisation von Arbeitskreisen in Sozialräumen, von Fortbildungen und Fachtagungen für pädagogische Fachkräfte sowie die Erstellung von Informationsmaterial sind Wege, dies zu erreichen. Es ist ein wichtiges Anliegen der ajs, auf die besonderen Lebenslagen, Probleme und Herausforderungen für die Jugendphase und das Aufwachsen junger Menschen aufmerksam zu machen und sich für deren Schutz, Förderung und Beteiligung einzusetzen. Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe werden dazu angeregt, ihre Strukturen, Angebote und Haltungen zugunsten einer nachhaltigen Prävention religiös begründeter Radikalisierung zu überprüfen und zu verändern.

Logo basis & woge e.V.

basis & woge e.V. ist in Hamburg ein anerkannter und etablierter Träger der Jugendhilfe. Sein Profil weist ein breites Angebotsspektrum in der offenen und stationären Jugendhilfe, in Sozialräumlichen Hilfsangeboten, in der Bildungs- und Integrationsarbeit mit Flüchtlingen sowie in der Antidiskriminierungsarbeit auf. Als Träger des Projektes SelbstSicherSein – Wer bin ich und wie will ich sein? arbeitet basis & woge mit Workshops, Beratungs- und Gruppenangeboten präventiv zu religiös begründeter Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen im Sozialraum Mümmelmannsberg. Zu der Zielgruppen gehören Multiplikator*innen, Kinder ab acht Jahren, Jugendliche, Eltern und andere Bezugspersonen. Kinder und Jugendliche werden dabei auf dem Weg zum Erwachsenwerden und in der Entwicklung einer starken Persönlichkeit begleitet. Durch das Einnehmen unterschiedlicher Perspektiven soll ihnen die Vielfalt von Lebensentwürfen verdeutlicht und sie ermutigt werden, den eigenen Lebensweg selbstbewusst zu gehen. basis & woge unterstützt sie, Diskursen der Ungleichwertigkeiten kritisch zu begegnen und ermöglicht einen Reflexionsraum für  Diskriminierungserfahrungen. Dabei ist ein ganzheitlicher Blick auf die Welt der Kinder und Jugendlichen selbstverständlich. Einen konstruktiven Austausch mit Eltern, Lehrkräften und anderen Bezugspersonen ist Teil der Arbeit.

Logo Cultures Interactive e.V.

Cultures Interactive e.V. (CI) ist ein bundesweit und international tätiger Fachträger zur Prävention von Rechtsextremismus, religiös begründetem Extremismus sowie anderen Formen von gruppenbezogenem Hass. CI hat den zivilgesellschaftlichen und menschenrechtsorientierten Jugendkulturansatz entwickelt, um auch schwer ansprechbare Jugendliche erreichen zu können. Lebensweltlich orientierte politische Bildung wird mit Jugendkulturen (z.B. HipHop, Youtube, Skateboarding uvm.) und narrativer Gruppenarbeit verbunden. Damit arbeitet CI an Schulen in Projekttagen mit bis zu 200 Schüler*innen, in wöchentlichen Gruppenangeboten in einzelnen Klassen, in Jugendeinrichtungen, in intensivpädagogischen Distanzierungstrainings und in langfristig angelegten Maßnahmen zur Förderung von menschenrechtlichen und demokratischen Haltungen. CI bietet Fachkräfte-Fortbildungen, Beratung, Begleitung und Train-the-Trainer-Qualifizierungen an, entwickelt Handlungskonzepte und pädagogische Materialien für verschiedene Zielgruppen und beteiligt sich an (inter-)nationalen Netzwerken der Präventionsarbeit.

Mit seiner Fachstelle Rechtsextremismusprävention (Fa:rp) ist CI einer von fünf Trägern des Kompetenznetzwerks KompRex im Bundesprogramm ‚Demokratie leben!‘. Im EU-Projekt WomEx hat CI die Genderthematiken in Rechtsextremismus und religiös begründetem Extremismus untersucht und Empfehlungen für die genderreflektierte Präventionsarbeit herausgearbeitet. Das Projekt PHÄNO_Cultures schafft erstmals Angebote einer niedrigschwelligen, phänomenübergreifenden politischen Bildung und arbeitet mit Jugendlichen zu religiös begründeten und rechtsextremen Phänomenen vermittels HipHop, soziale Medien, Youtube u.a. Darüber hinaus bietet PHÄNO mädchenspezifische Gruppenarbeit als Bildungsangebot in Schule an. CI ist beteiligt am Forschungsprojekt RAFIK (Fachkräfte im Kontakt mit ggf. radikalisierten Personen) und arbeitet an der Entwicklung einer Handlungsorientierung für Jugendämter zum Umgang mit Kindern aus hochideologisierten familiären Umfeldern mit. Darüber hinaus hat CI mittel- und osteuropäische Partnerschaftsprojekte der Präventionsarbeit aufgebaut bzw. ist an solchen beteiligt.

Fachstelle Bidaya - CJD Nord

Unter dem Motto Keiner darf verloren gehen! setzt sich der Verbund CJD Nord im Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands gemeinnütziger e.V. für die Stärkung und Förderung der Demokratie im Norden Deutschlands ein. Darüber hinaus ist das CJD Nord in der schulischen, beruflichen, rehabilitativen und inklusiven Bildung, der Migrationsarbeit und in beinah allen Rechtskreisen der Sozialgesetzgebung erfolgreich tätig. Ein Fokus im Fachbereich Migration, Forschung und Beratung liegt auf Beratungs- und Bildungsangeboten zur Unterstützung bei der Distanzierung von extremistischen und menschenabwertenden Einstellungen sowie der Verhinderung von Gewalt und Radikalisierung. Hierzu werden, aufbauend auf langjährige Erfahrungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Migrationsarbeit, in Bundes- und EU-Projekten neue Ansätze erforscht und erprobt. Seit Ende 2017 ist die Fachstelle Bidaya – Prävention von religiös begründetem Extremismus in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Angebot der Ausstiegs- und Distanzierungsbegleitung aktiv und bietet darüber hinaus bedarfsorientierte Beratung und Fortbildungen zur Stärkung der individuellen Handlungssicherheit im Umgang mit dem Phänomenbereich des religiös begründeten Extremismus. Im Kontext des Strafvollzuges wird die Arbeit der Fachstelle Bidaya durch das Modellprojekt PräRaDEx – Prävention von Radikalisierung, Distanzierung vom Extremismus verstärkt. Die Fachstelle Bidaya baut auf den langjährigen Erfahrungen aus der Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit im Phänomenbereich Rechtsextremismus durch JUMP in Mecklenburg-Vorpommern auf.

Logo Demokratie Zentrum

Das Demokratiezentrum Baden-Württemberg ist ein Trägerverbund, der landesweit Angebote der Extremismusprävention und Menschenrechtsbildung. Durch die Fachstelle PREvent!on werden umfassende Angebote, Strukturen und Strategien zur Prävention von Radikalisierungstendenzen bei Jugendlichen entwickelt und zivilgesellschaftlichen Akteuren Kompetenzen und Handlungsempfehlungen an die Hand gegeben. Mit einem Netz von kommunalen Anlaufstellen und eigens qualifizierten Referent*innen entwickelt PREvent!on gemeinsam mit den – an dieser Stelle vor allem islamischen – zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteuren vor Ort, Präventionsstrategien. Dies geschieht vor dem Hintergrund, eine langfristige Etablierung präventiv wirksamer Strukturen und Maßnahmen in den jeweiligen Landkreisen zu unterstützen. Dabei wird das Konzept verfolgt, dass sich erfolgreiche Präventionsarbeit gegen religiös begründete Radikalisierung durch Langfristigkeit und eine Verankerung vor Ort auszeichnet und nur dann wirklich gelingen kann, wenn kommunale und vor allem islamische Akteure gemeinsam an der Umsetzung einer Strategie arbeiten.

Logo DEVI e.V.

Der Verein für Demokratie und Vielfalt in Schule und beruflicher Bildung (DEVI) unterstützt Schulen und Einrichtungen der beruflichen Bildung unter anderem in dem Projekt Berliner (Berufs)Schulen für weltanschauliche und religiöse Vielfalt bei Ihrem Engagement gegen Rechtsextremismus, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF), Diskriminierungen und religiös begründeten Extremismus. Zu den Leitlinien gehört unter anderem die Förderung von Demokratie als Lebens-, Gesellschafts- und Herrschaftsform. DEVI begleitet und berät seit über zehn Jahren Berliner Oberstufenzentren und Berufsschulen bei ihrem Engagement in genannten Bereichen, seit 2015 ist der Verein auch in Hamburg aktiv. Allgemein werden Fortbildungen für Pädagog*innen in der beruflichen Bildung angeboten, Audit-Verfahren zur Schulentwicklung entwickelt, Schüler*innen unterstützt, die sich im Klassenrat, in der Schüler*innenvertretung oder für Initiativen wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ engagieren. Zudem werden Seminare und Klassentage mit Schüler*innen durchgeführt und Handreichungen und Argumentationshilfen entwickelt, die auch überregional und für allgemeinbildende Schulen von Wert sind.

Logo Yallah

Das Projekt Yallah! Fach- und Vernetzungsstelle Salafismus im Saarland wird im Rahmen des Landes-Demokratie Zentrums im Saarland durch das Bundesprogramm Demokratie leben! und das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes gefördert. Es ist seit 2016 bei der Forschungs- und Transferstelle Gesellschaftliche Integration und Migration (GIM) der FITT gGmbH angesiedelt. Auftrag der Fachstelle Yallah! ist der Transfer von wissenschaftlichen Kenntnissen über das Phänomen der religiös begründeten Radikalisierung zu praxisnahen Angeboten der Prävention. Hierzu wurde die Fachstelle interdisziplinär aufgestellt, sie vereint islamwissenschaftliche Expertise, die Kompetenz zur Menschenrechtsbildung und diskriminierungskritischer Pädagogik mit dem Fachwissen zu muslimischen Lebenswelten, Antimuslimischem Rassismus und dem Phänomen Salafismus. Dadurch betrachtet sie die gesamtgesellschaftlichen Kontexte von Radikalisierungsprozessen. Hierzu setzt Yallah! eigene Maßnahmen um, bildet Multipilikator*innen aus und vernetzt sich mit relevanten Akteur*innen im Saarland, um diese fachlich in der Konzeption und Umsetzung eigener Maßnahmen der Prävention zu unterstützen.
Die Forschungs- und Transferstelle Gesellschaftliche Integration und Migration (GIM) ist ein ausschließlich durch Projektmittel finanziertes Institut der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Sie wurde 2005 gegründet und hat seitdem eine Vielzahl von Projekten durchgeführt, gefördert im Rahmen von Programmen des Bundes und des Saarlandes sowie dem Europäischen Sozialfonds. Aufgabe ist die Erforschung und Gestaltung von Übergängen im Lebensverlauf insbesondere unter dem Aspekt der Migration. Thematische Schwerpunkte sind Arbeitsmigration, kommunale Integrationspolitik, Sozial- und Stadtentwicklungsplanung, frühkindliche Bildung, Interkulturalität und Antidiskriminierung (Leitung: Prof. Dr. Dieter Filsinger, Dipl.-Päd. Wolfgang Vogt).
Die Projekte von GIM werden von der FITT gGmbH getragen, dem Institut für Wissens- und Technologietransfer an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.

Logo Gesicht Zeigen e.V.

Gesicht Zeigen! ermutigt Menschen, aktiv zu werden gegen Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt. Der Verein greift in die aktuelle politische Debatte ein und bezieht öffentlich Stellung. Ziel von Gesicht Zeigen! ist die Sensibilisierung für jede Art von Diskriminierung und die Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements. Für dieses Ziel entwickelt Gesicht Zeigen! Projekte und Aktionen, die Vorurteile abbauen und das Miteinander fördern. Der Verein initiiert öffentliche Kampagnen im Kino, TV oder auf Plakaten, die für Zivilcourage werben und die von zahlreichen Prominenten unterstützt werden. Auf facebook informiert der Verein täglich zum aktuellen Geschehen.

Gesicht Zeigen! konzipiert und realisiert Projekte für die Einwanderungsgesellschaft wie beispielsweise den Lernort 7xjung – dein Trainingsplatz für Zusammenhalt und Respekt oder Media Residents – das Netzwerk für Geflüchtete mit Publikationshintergrund. Das  Projekt Die Freiheit, die ich meine richtet sich an Mädchen und junge Frauen in Berlin, die aufgrund ihrer vermeintlichen Herkunft / Religion marginalisiert werden. Hier geht es um empowerment, politische Partizipation und Geschlechtergerechtigkeit – gegen antimuslimischen Rassismus und Ausgrenzung.

Logo HennaMond e.V.

HennaMond e.V. setzt sich für die Förderung der Selbstbestimmung von, durch familiäre Gewalt, Unterdrückung, Zwangsverheiratung und „Ehrenmord“ bedrohten Mädchen, Jungen, Frauen und Männern mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland ein. Der Verein berät die Ratsuchenden zu genannten Themen und sorgt im Einzelfall dafür, dass die Betroffenen deutschlandweit, wie auch im Ausland, in Schutzeinrichtungen und privaten Unterkünften untergebracht werden. Bei einer (Heirats-)Verschleppung ins Heimatland versucht der Verein die Betroffenen nach Deutschland zurück zu führen. Dabei arbeitet HennaMond e.V. eng mit Behörden (Konsulat) und anderen Hilfesystemen zusammen. Die Beratungen finden sowohl in der Beratungsstelle als auch vor Ort, beispielweise in Schulen, Jugendzentren und Institutionen oder auch in den Herkunftsfamilien der Ratsuchenden selbst statt. Die Beratung junger Menschen und ihrer Eltern ist ein wichtiger Bestandteil zur Erreichung des Ziels des Vereins.

Der Verein strebt an, veraltete Normen und Werte in der Gesellschaft zu hinterfragen und zu verändern. Neben der Intervention im Einzelfall leistet der Verein Präventionsarbeit. Im Jahr 2018 ist das Konzept zu CHAMPS entstanden. CHAMPS ist ein Integrations- und Gleichberechtigungsprojekt, das Jugendliche (16 – 26 Jahren) zu Multiplikatoren ausbildet. Das interkulturelle Miteinander ist in der Projektkonzeption angelegt, sodass CHAMPS sich an Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund, sowie Personen mit Fluchterfahrungen richtet. Im Rahmen des Projekts finden 12 Monate lang intensive Trainings zu den Themen Wertevermittlung, Demokratie, Gleichberechtigung, Weltreligionen und Extremismus-Prävention statt. Unter dem Motto „Demokratie fällt nicht vom Himmel“ setzen sich die Jugendlichen kritisch mit Wertemustern und Normen auseinander. Hierbei kommen Rollenspiele, Videos, Diskussionen, Referent*innenvorträge und Exkursionen zum Einsatz. Nach einem Jahr werden die Jugendlichen als CHAMPS zertifiziert und können Workshops an verschiedenen Institutionen wie Schulen, Jugendzentren und JVAs durchführen und so ihr Wissen an andere Jugendliche auf Augenhöhe weitergeben.

Zudem bietet der Verein auch Weiterbildungen, Vorträge und Lesungen an. HennaMond wurde 2006 gegründet und wird hauptsächlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge aufrechterhalten. Zudem finanziert die Stadt Köln zwei Beratungsstellen.

Logo IFAK e.V.

Die IFAK e.V. – Verein für multikulturelle Kinder- Jugendhilfe – Migrationsarbeit – verfügt über eine 40 jährige Erfahrung im Bereich der professionellen interkulturellen Arbeit in den verschiedensten Arbeitsbereichen der Jugendhilfe sowie der Migrations- und Flüchtlingsarbeit. In der IFAK arbeiten Mitarbeitende in multikulturellen Teams, 2/3 der Mitarbeitenden haben selbst einen Migrationshintergrund und decken über 20 verschiedene Sprachen ab. Kindertagesstätten, Jugendzentren, offene Ganztagsschulen, Familienzentren und Integrationsagenturen gehören ebenso zu den Einrichtungen wie Bildungswerke und Seniorenbüros. Außerdem leisten die Mitarbeitenden erzieherische Hilfen, Streetwork und sind in der  Flüchtlingsarbeit tätig. Die Einrichtungen werden von Menschen aller Generationen und verschiedensten Herkunftskulturen – und Religionen genutzt. Im Bereich der Präventionsarbeit „religiöse Radikalisierung“ arbeitet die IFAK mit unterschiedlichen Arbeitsansätzen. Projekte in diesem Kontext sind das Beratungsnetzwerk Grenzgänger, Wegweiser Bochum, ExPO  – Extremismusprävention online, re:vision und DeGeWa – demokratisch, gemeinsam, wachsen.

INSIDE OUT e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zivilgesellschaftlich für Kriminalprävention einsetzt. Der Name steht dafür, Bekanntes umzukehren und aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. INSIDE OUT bietet universale und selektive Präventionsangebote für Jugendliche ab 16 Jahren an und bildet Multiplikator*innen fort. Dabei stehen Radikalisierungs- und Extremismusprävention im Mittelpunkt. Die drei Aspekte Bildung, Forschung und Kunst stellen die Grundlage der Arbeit von INSIDE OUT dar. INSIDE OUT entwickelt Programme (Vorträge, Trainings, Workshops, Konzepte) für Jugendliche, Erwachsene und Bildungseinrichtungen, um sie im Umgang mit Rechtsextremismus, linker Militanz und religiös begründetem Extremismus sowie allgemein mit allen Formen von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) zu stärken. In diesem Kontext bietet INSIDE OUT bundesweit Seminare für Pädagog*innen und Workshops an Schulen an. Um das nachhaltig und ganzheitlich zu leisten, verbindet INSIDE OUT Praxis und Forschung und setzt auf künstlerische Methoden, die Perspektivwechsel anregen.

Logo JubiGo e.V.

Das Jugendbildungs- und Sozialwerk Goethe e.V. (JubiGo) wurde im Jahre 2012 gegründet. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar mildtätige beziehunsgweise gemeinnützige Wohlfahrtszwecke. Er verfolgt als Ziel Bildungsarbeit in Form von Projekten, Seminaren, Konferenzen, sowie Studienfahrten und praxisorientierten Angeboten in verschiedenen bereichen zu leisten. Zu diesen Bereichen zählen Soziales, Demokratie, Bildung, Kultur, Integration und der internationaler Austausch. Projekte des JubiGo ist unter anderem 180 Grad Wende.

Logo KIgA e.V.

KIgA e.V. entwickelt innovative Konzepte für die pädagogische Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft. Auch zu Themen wie antimuslimischer Rassismus oder Extremismus werden modellhafte und lebensweltlich orientierte pädagogische Ansätze und Materialien für die politische Bildung erarbeitet. Für die Arbeit an Schulen, aber auch in Jugendfreizeiteinrichtungen und anderen Orten der politischen Bildung bilden Mitarbeitende der KIgA junge Menschen fort, die den Ansatz des Peer-to-Peer-Lernens umsetzen und sich mit ihre eigene Erfahrungen und ihrer Geschichte in die Workshops einbringen. Neben Workshops für Schülerinnen und Schüler bietet die KIgA auch Fortbildungen zum Nahostkonflikt und andere Themen für Multiplikator*innen und Neu- und Weiterentwicklung von pädagogischen Materialien.

Logo LeO e.V.

LeO e. V. verfügt über eine langjährige (2013) ausgewiesene Expertise in der Beratung, Begleitung und dem Empowerment von Kindern, Jugendlichen und Familien. In diesem Kontext bietet der Träger mannigfaltige Dienstleistungen im Sinne der Kinder- und Jugendhilfe an. Dazu zählen unter anderem soziale Gruppenarbeit, intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung, stabilisierende Familienhilfe, Erziehungsberatung, Erziehungsbeistand, Betreuungshilfe, Flüchtlingshilfe und Hilfe für junge Volljährige inklusive nachgehender Hilfe. Eine Notschlafstelle für obdachlose junge Menschen ist ein weiteres Angebot des Trägers. Stadtteilsozialarbeit in Quartieren mit besonderen Bedarfen und Herausforderungen ist eine der weiteren Tätigkeiten. Der Träger fokussiert seine Arbeit insbesondere auf Familien mit Migrationsgeschichte und verfügt über etablierte Zugänge zu den Familien. Das Projekt Wegweiser – gegen gewaltbereiten Salafismus ist eines von vielen, durch LeO e.V. realisierte Projekte.

Logo Mosaik Deutschland e.V.

Mosaik Deutschland ist ein gemeinnütziger, zivilgesellschaftlicher Träger der politischen Bildungsarbeit. Unter dem Motto „Mehr Miteinander wagen!“ konzentriert sich das Arbeitsfeld von Mosaik Deutschland vor allem zu den spezifischen Herausforderungen der politischen Bildungsarbeit im Kontext von Migration und damit auf die sogenannte „migrationsbewusste politische Bildungsarbeit“.

Der Verein, der seinen Hauptsitz in Heidelberg hat, ist mit seinen Bildungsangeboten bundesweit tätig und wird von Praktiker*innen unterschiedlichster professioneller sowie biographischer Hintergründe getragen. Zu den Themenschwerpunkten unserer Einrichtung zählen:

  • Merkmalsübergreifende Antidiskriminierungsarbeit
  • Prävention von politisch motivierter Hasskriminalität und Extremismus
  • Demokratie – und Vielfaltsförderung
  • Stärkung und Vernetzung von Akteur*innen, Expert*innen und Multiplikator*innen in diesen Themenbereichen durch Netzwerkarbeit sowie die Vergabe von Fördermitteln

Multiperspektivität, Interdisziplinarität und die Verknüpfung von (Wissenschafts-)Theorie und Praxis bilden dabei die Grundpfeiler unserer Angebote.  Diese verfolgen alle das Anliegen, die gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen der postmigrantischen Gesellschaft für unsere Grundordnung (an-) zu erkennen sowie diesen konstruktiv zu begegnen und so zur Förderung eines positiven und gleichberechtigten Miteinanders beizutragen. So soll ein nachhaltiger gesellschaftlichen Veränderungsprozess angeregt werden, der an einer grundlegend wertschätzenden Haltung gegenüber unseren Mitmenschen ansetzt.

Das bei Mosaik Deutschland angesiedelte Projekt Quwwa widmet sich der Radikalisierungsprävention und ist insbesondere im schulischen Kontext tätig. Zu den Angeboten zählen Fortbildungen für Lehrkräfte und die Schulsozialarbeit ebenso, wie Workshops für Schüler*innen oder öffentliche Veranstaltungsformate. Zudem betreut das Projekt eine Hotline, bei der Menschen ihre Fragen rund um das Thema stellen können.

Multikulturelles Forum e.V. Logo

Das Multikulturelle Forum e.V. (MkF) ist eine Migrant*innenorganisation, die auf mehr als 30 Jahre Erfahrung im Bereich der Förderung des gesamtgesellschaftlichen und interkulturellen Miteinanders zurückblicken kann. Die Arbeit des MkF hat das übergeordnete Ziel, sozialbenachteiligte Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gesellschaftlich zu integrieren und zur Teilhabe zu befähigen.
Das Forum unterhält eine Hauptstelle in Lünen-Mitte sowie Zweigstellen in Lünen-Süd, Bergkamen, Hamm, Düsseldorf und Dortmund. Thematisch gliedert sich die Arbeit in fünf Säulen: die Bereiche Arbeit/Ausbildung, Soziales, Beratung, Kulturarbeit und Weiterbildung. Im Rahmen dieser Schwerpunkte führt das MkF unter anderem Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung und Orientierung durch, engagiert sich in der Antidiskriminierungsarbeit, verfügt über Flüchtlingsberatungsstellen und bietet intensive Sprachförderung für Migrant*innen sowie Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese werden für alle Interessierten zum Beispiel in den Bereichen Sprache, EDV, Gesundheit und Kultur angeboten. In den genannten Bereichen setzt das MkF von der Europäischen Union, dem Bund, dem Land NRW und den Kommunen geförderte Projekte um. Das Angebotsspektrum des MkF ist sehr breit gefächert und ist auf gesamtgesellschaftliche Wirkung und Einbeziehung ausgerichtet. Am Standort Dortmund ist das MkF Träger einer Wegweiser-Beratungsstelle, die vor Ort Präventionsarbeit gegen gewaltbereiten Salafismus leistet und ein Beratungs- und Hilfsangebot für gefährdete Jugendliche und junge Erwachsene darstellt.

Logo RAA e.V.

Die RAA Berlin entwickelt und trägt Partizipationsprojekte in unterschiedlichen Communities sowie in Schule und Schulumfeld. Seit 1995 begleitet sie Schulentwicklungsprozesse, berät Kita- und Schulpersonal sowie Eltern, erstellt Materialien und führt Fortbildungen durch. Die Programme der RAA Berlin fördern die gleichberechtigte Teilhabe von sozial benachteiligten Gruppen und befähigt diese, Lösungsansätze für sie betreffende gesellschaftliche Herausforderungen zu konzipieren und umzusetzen. Zu den Partnern gehören externe Fachleute, die ihre Expertise einbringen, sowie Ratsuchende aus Schule und Jugendhilfe, Familie, Nachbarschaft, Politik und Verwaltung, die sie bei der Problemklärung und -lösung unterstützt.

Bei der Bekämpfung von Benachteiligung und Diskriminierung verfolgt die RAA Berlin zwei Strategien: Die Stärkung der benachteiligten Gruppe als Entwicklungsprozess (und Empowerment) und die maßgebliche Beteiligung an der Bekämpfung von Vorurteilen und gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit von Angehörigen der benachteiligten Minderheit.

Seit 2010 hat sich die RAA Berlin eine besondere Expertise im Themenfeld muslimische Jugendarbeit und gesellschaftliche Partizipation von Moscheen erarbeitet und mehrere Projekte im Themenfeld erfolgreich umgesetzt. Im Projekt kiez-einander begleitet und unterstützt die RAA Berlin Moscheegemeinden beim Aufbau sozialräumlicher Vernetzungen und beim Aufbau von Ressourcen für ein größeres und nachhaltigeres sozialräumliches Engagement.

Logo RAMSA e.V.

Der Rat muslimischer Studierender & Akademiker e.V. (RAMSA) bringt Studierende an 35 Standorten und Akademiker im gesamten Bundesgebiet zusammen. RAMSA bündelt die in den lokalen Hochschulvereinigungen gebildeten Netzwerke, Multiplikator*innen, Studierende, Berufstätige und Akademiker*innen, mit dem Ziel, sie zu qualifizieren und in ihrem Engagement in unserer Gesellschaft zu stärken. Das Projekt Zukunft bilden zielt darauf ab, das Engagement muslimischer Studierender und Akademiker*innen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF), Diskriminierung, Rassismen und Abschottungstendenzen zu stärken. Durch dieses Projekt leistet RAMSA einen Beitrag für die Gesellschaft zur Bildungs- und Aufklärungsarbeit im Bereich der religiösen Extremismusprävention. Ziel ist es, progressive Perspektiven zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskursen zu entwickeln und positiv in die Gesellschaft zurückzuwirken.

Das Projekt Wegweiser Oberhausen und Mühlheim an der Ruhr des Vereins Ruhrwerkstatt Kultur-Arbeit im Revier e.V. ist ein Präventionsprogramm gegen gewaltbereiten Salafismus. Es soll mögliche Radikalisierungsprozesse bei Jugendlichen und jungen Heranwachsenden in ihren Anfängen verhindern. Ein wesentliches Element des Programms ist die konkrete Beratung vor Ort. Über Gespräche mit Personen aus dem direkten Umfeld besteht die Möglichkeit, die Betroffenen frühzeitig zu erreichen. Ergänzend zur Beratung und Begleitung betroffener junger Menschen bezieht Wegweiser das soziale Umfeld in die Arbeit ein.

Seit 1950 fördert die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft (stjg) unter dem Motto „Vielfalt aus gutem Grund“ die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu erwachsenen Persönlichkeiten. Neben einigen Projektangeboten ist die stjg Träger von zahlreichen Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, Kindertagesstätten, Familien- und Stadtteilzentren sowie Personalträger von Jugendfarmen und Abenteuerspielplätzen in Stuttgart. Neben Schulsozialarbeit, Projekten im Übergang von der Schule in den Beruf sowie  teil- und vollgebundenen Ganztagesschulen realisiert sie vielfältige Projekte, um auf aktuelle gesellschaftliche Anlässe reagieren zu können.

Denn die stjg ist wie kein anderer Träger in der Landeshauptstadt unmittelbar mit den Kindern und Jugendlichen in Stuttgart in Kontakt und die Mitarbeitenden bekommen täglich Eindrücke vom Leben der jungen Menschen, über ihre Erfolge und Freuden, aber auch über ihre Sorgen und Nöte.

Sie fördert dabei die Emanzipation junger Menschen und befähigt sie zum Handeln in der Gesellschaft sowie gleichzeitig an Aufgaben der Gesellschaft aktiv mitzuwirken. In den Projekten ist die Zielsetzung durch eine überwiegend frühpräventive universelle Präventionsarbeit geprägt, Kinder und Jugendliche durch verschiedene pädagogische Angebote dabei zu unterstützen ihren Platz in der Gesellschaft zu finden und diese mitzugestalten. Diese Angebote beziehen neben erlebnispädagogische unter anderem auch kunst- und theaterpädagogische Ansätze mit ein. Die stjg unterstützt die persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und fördert demokratische Einstellungen und eine Wertebildung. Ressourcen und Kompetenzen der jungen Menschen werden dabei frühzeitig aktiviert und gefördert. Übergeordnetes Ziel stellt ein gemeinschaftliches friedliches Zusammenleben dar.

Logo Präventionsnetzwerk TGD e.V.

Die Türkische Gemeinde in Deutschland e.V. setzt sich für die Interessen und die gesellschaftliche Teilhabe von Migrant*innen ein. Mit dem Präventionsnetzwerk gegen religiös begründeten Extremismus war sie Initiatorin eines professionelle, bundesweit agierende Netzwerks gegen religiös begründeten Extremismus unter Muslim*innen und gesellschaftliche Polarisierung. Ziel war und ist es, islamische Organisationen als Träger der Präventionsarbeit zu stärken und damit die Auseinandersetzung mit Radikalisierung und Menschenfeindlichkeit um entscheidende Perspektiven und zielgruppenorientierte Beratungsangebote zu bereichern.

Das Engagement des Netzwerks erfolgt unter Berücksichtigung der vielfältigen Gemeindestrukturen und muslimischen Lebensrealitäten in Deutschland. Eine enge Zusammenarbeit mit etablierten Trägern der Präventionsarbeit ist vorgesehen.

Zudem hat die TGD mit dem Projekt EMEL die europaweit erste rein internet basierte Online-Beratung zu religiös begründetem Extremismus konzipiert und aufgebaut. EMEL wird seit 2020 in Kooperation und in Trägerschaft der Türkischen Gemeinde in Schlweswig-Holstein (TGS-H) durchgeführt.

Logo PROvention TGS-H e.V.

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. ist ein ehrenamtlich geleiteter, landesweiter, gemeinnütziger Verein. Die TGD setzt sich für die Interessen der Menschen mit Migrationshintergrund ein und versucht die Integration, gesellschaftliche Teilhabe und Kompetenzstärkung der Menschen voranzutreiben. Sie ist Trägerin von diversen Arbeitsmarkt- und Sozialprojekten. Seit 2015 ist das Projekt PROvention als Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus aktiv. Neben der Beratung bietet das Team Fachtagungen, Fortbildungen und Workshops zu den Themenfeldern Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus/Salafismus an. Verstärkung erhält das Projekt über weitere spezialisierte Projekte: Kick-Off (Prävention und Deradikalisierung im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe), Fachstelle Liberi (Kinder aus salafistisch geprägten Familien) und Online-Beratung für Ausstiegswillige (in Kooperation mit der TGD). Außerdem ist die TGS-H im Programm Exit-Europe involviert, das europäische Strukturen der Präventions- und Beratungsarbeit gegen religiös begründeten Extremismus aufbaut.

Logo von ufuq.de

ufuq.de ist ein anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und arbeitet bundesweit auf dem Gebiet der politischen Bildung und Prävention zu den Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus. ufuq.de ist an der Schnittstelle von pädagogischer Praxis, Wissenschaft und Politik tätig und entwickelt Ansätze zum pädagogischen Umgang mit gesellschaftlicher Diversität in der Migrationsgesellschaft. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von Kompetenzen im Umgang mit Fragen von Religion, Identität und Zugehörigkeit und der Prävention religiös begründeter Extremismen. Mit Beratungen und Fortbildungen wendet sich der Verein an Multiplikator*innen in Schule, Jugendarbeit und kommunalen Verwaltungen und entwickelt Lernmaterialien und Handreichungen für Unterricht und Bildungsarbeit on- und offline.

Logo von VAJA e.V.

Der Verein zur Förderung akzeptierender Jugendarbeit (VAJA e.V.) hat sich seit 1992 zum größten Träger für Streetwork und aufsuchende Jugendarbeit in Bremen entwickelt. Durch einen akzeptierenden und lebensweltorientierten Ansatz werden junge Menschen aus unterschiedlichen Milieus, Szenen und Cliquen erreicht. Neben sieben Teams in diesem Arbeitsbereich ergänzen Beratungsstellen das Angebot von VAJA e.V.

Die Fach- und Beratungsstelle kitab richtet sich an Eltern und Angehörige von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich religiös-extremistischen Strömungen zuwenden und an die Betroffenen selbst. Die Beratung folgt dem systemischen Ansatz, erfolgt vertraulich, anonym und ist langfristig angelegt. Ebenso ist die Fach- und Beratungsstelle kitab eine Anlaufstelle für pädagogische Fachkräfte und Institutionen zu Fragestellungen im Umgang mit den Facetten eines religiös begründeten Extremismus bei jungen Menschen.  Die Beratung kann in deutscher, englischer, türkischer oder arabischer Sprache Angeboten werden.

Logo Vereinigung Pestalozzi gGmbH

Die Vereinigung Pestalozzi unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Hamburg dabei, eigene Stärken und Perspektiven zu entwickeln. Hilfesuchende Menschen mit ihrer persönlichen Geschichte, ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Weiterhin werden Familien, Kinder und Jugendliche, die in Not sind, unterstützt. Seelisch belasteten Menschen wird dabei geholfen, in die Gesellschaft, die Familie und das Berufsleben zurückzufinden. Die Beratungsstelle Legato widmet sich unter anderem der systemischen Ausstiegsberatung. Die Vereinigung Pestalozzi arbeitet frei von religiösen und weltanschaulichen Bekenntnissen. Das Team besteht aus professionell handelnden Menschen unterschiedlicher Berufe und Kulturen. Alle teilen die Überzeugung, dass Wertschätzung, Respekt und Toleranz die Säulen der eigenen Arbeit sind.

Logo VPN e.V.

Violence Prevention Network ist ein Verbund erfahrener Fachkräfte, die seit Jahren in der Extremismusprävention sowie der Deradikalisierung extremistisch motivierter Gewalttäter*innen tätig sind. Das Team von Violence Prevention Network arbeitet seit 2001 im Bereich der Verringerung von ideologisch motivierten schweren und schwersten Gewalttaten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Durch seine Arbeit mit rechtsextremistisch oder islamistisch gefährdeten bzw. radikalisierten Menschen hat sich das Team von Violence Prevention Network über Jahre eine bundesweite Expertise im Bereich der Arbeit mit ideologisch motivierten Straftäter*innen erworben. Mit der Methode der Verantwortungspädagogik® hat Violence Prevention Network einen demütigungsfreien Weg der Ansprache von Menschen gefunden, die sich antidemokratischen Strukturen angeschlossen haben, und kann ihnen so die Rückkehr in das demokratische Gemeinwesen ermöglichen.

Logo Düsseldorfer Wegweiser

Wegweiser Düsseldorf e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, in dem Muslim*innen und Nichtmuslim*innen gemeinsam Verantwortung tragen. Der Verein möchte jungen Menschen helfen, die mit gewaltbefürwortenden neosalafistischen Strömungen in Verbindung kommen. Es werden qualifizierte Hilfestellungen im präventiven Bereich angeboten, die sich an unmittelbar Betroffene, Angehörige, Lehrkräfte und Pädagog*innen richten. Ziele des Vereins sind zum Beispiel die umfassende Aufklärung über gewaltbereiten Neosalafismus (Inhalte, Struktur und Rekrutierungsstrategien), die Stärkung der Resilienzfähigkeit (Immunisierung gegen Ansprachen aus dem neosalafistischen Kontext) und Empowerment. Zudem soll die Verhinderung und Unterbrechung von Radikalisierung durch die Bereitstellung und Durchführung qualifizierter Hilfestellungen erreicht werden.

Logo ZMD e.V.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. ist eine multi-ethnische Religionsgemeinschaft mit derzeit 35 muslimischen Dachorganisationen und Institutionen. Das Projekt Safer Spaces setzt sich präventiv gegen religiös begründeten Extremismus ein und bindet Jugendliche und Eltern dabei aktiv in die Arbeit ein. Über Partizipation und die Ethik der Religion will das Programm den Jugendlichen zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen, indem sie weder ihren Glauben verleugnen, noch ihr Handeln im Gegensatz unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung begreifen müssen. Der richtig verstandene Islam wird dabei als Element mit immunisierender Wirkung gegen extremistische Strömungen und Gewalt begriffen. Den Jugendlichen werden so Perspektiven eröffnet und ihnen durch praktische Bestandteile wie Bildung, Arbeit und gesellschaftliche Selbstverwirklichung, das Gefühl vermittelt, dass sie wichtig für unser Land sind und aktiv zum Gemeinwohl beitragen können. Hierbei sind die wichtigsten Ziele für den ZMD, dass (1) Jugendliche ihre Fragen und Anliegen in den Moscheegemeinden – und nicht „auf der Straße“ – diskutieren und klären. Dieses Ziel wird durch jugendgerechte islamische Vorträge durch anerkannte Referenten erreicht. Ein weiteres Ziel ist, dass (2) Jugendliche die praktische Attraktivität der demokratischen Gesellschaft anschaulich erfahren. Das Leben in einer Demokratie hat Vorteile, die vielen Jugendlichen mit internationalen Wurzeln nicht ganz bewusst sind.

Mitglieder der BAG RelEx erkennen Sie an diesem Stempel

Internationale Kooperationspartnerschaften

Neben der Vernetzung innerhalb der deutschen Präventionslandschaft strebt die BAG RelEx den internationalen Austauch und eine damit einhergehende Vernetzung an. In diesem Kontext besteht die Möglichkeit einer internationalen Kooperationspartnerschaft mit Organisationen, die nicht in Deutschland tätig sind.

Wegweiser Ostbelgien

Der Wegweiser Ostbelgien ist ein Programm zur Vorbeugung von gewaltsamem Radikalismus. Es soll dem Einstieg von vorwiegend jungen Menschen in den gewaltbereiten Radikalismus vorbeugen und sich um diejenigen kümmern, die bereits in Kontakt zu problematischen Milieus gekommen sind. Durch die Sensibilisierung von Akteuren der ersten Linie sollen Radikalisierungsprozesse insgesamt besser sichtbar gemacht und die Antwort hierauf möglichst optimiert werden.

Die Einrichtung einer Wegweiser-Anlaufstelle in Ostbelgien reiht sich in die Maßnahmen der Strategie zur Vorbeugung von gewaltsamem Radikalismus in der Deutschsprachigen Gemeinschaft ein. Sie beruht auf einem Kooperationsabkommen zwischen der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Aachen.

Verantwortlich für die Anlaufstelle, die sich inhaltlich am nordrhein-westfälischen Wegweiser-Programm orientiert und dennoch autonom betrieben wird, ist die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Die Anlaufstelle wurde beim Dienst Kaleido Ostbelgien angesiedelt und im Laufe des Monats April 2017 eröffnet.