Über BAG RelEx

Mitglieder der BAG RelEx

25 gemeinnützige Organisationen haben die BAG RelEx im November 2016 gegründet, derzeit hat der Verbund 30 Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet. Ihre Zielgruppen und Herangehensweisen sind sehr vielfältig, so decken sie eine Bandbreite an Herausforderungen ab. Die Arbeit der Mitglieder lässt sich grob in drei Bereiche einteilen:

  • Universal- / Primärprävention, d.h. Stärkung von demokratischen und an Menschenrechten orientierten Kompetenzen, Verhinderung von individuellen und gemeinschaftlichen Radikalisierungsprozessen
  • Sekundärprävention / Interventionsarbeit, d.h. Früherkennung und Arbeit mit gefährdeten Gruppen
  • Tertiärprävention / Deradikalisierung / Ausstiegsarbeit, d.h. soziale und ideologische Ausstiegsbegleitung, Distanzierungsarbeit, Vermeidung einer weiteren Eskalation

Hier stellen wir Ihnen die Mitglieder vor.

Standorte

Logo der API uG

Die API gUG ist eine gemeinnützige Unternehmensgesellschaft, die im Themenfeld Integration verschiedene Handlungsfelder bearbeitet. Hierzu zählen unter anderem die mediale Präsentation und Verankerung partizipativer Integrationsansätze im öffentlichen Raum, die Fortbildung von Zugewanderten und die Initiierung und Flankierung von Leuchtturmprojekten. Darüber hinaus bietet API in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und ufuq.de seit mehreren Jahren zertifizierte Fortbildungen zur Radikalisierungsprävention in Schule und Jugendhilfe an.

Logo Action Courage e.V.

Aktion Courage e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Projekte initiiert und trägt, die sich gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) wenden. Aktion Courage wurde 1992 von Bürgerinitiativen, Menschenrechtsgruppen, Vereinen und Einzelpersonen aus allen gesellschaftlichen Bereichen und politischen Lagern als eine Antwort auf den gewalttätigen Rassismus in Mölln, Solingen, Hoyerswerda und Rostock gegründet. Im Moment konzentriert sich Aktion Courage auf das Projekt Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, das bei Kindern und Jugendlichen Präventionsarbeit gegen Radikalisierung und alle Ideologien der Ungleichwertigkeit leistet, unter anderem gegen Islamismus, Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit und Homophobie.

"Clearingverfahren und Case Management – Prävention von gewaltbereitem Neosalafismus und Rechtsextremismus" ist ein Projekt von AGB e.V.

Die Aktion Gemeinwesen und Beratung e.V. ist Träger des Modellprojekts Clearingverfahren und Case Management – Prävention von gewaltbereitem Neosalafismus und Rechtsextremismus  und ein anerkannter und etablierter Jugendhilfeträger in Düsseldorf. Die AGB verfügt über profunde und mehrjährige Vorerfahrung im Bereich der Radikalisierungsprävention. Das genannte Modellprojekt wird derzeit an sechs Schulen bundesweit durchgeführt. Hierbei wird erprobt, inwieweit ein hochstrukturiertes Verfahren zur Unterbrechung von Radikalisierungsprozessen erfolgreich ist. Basierend auf Prämissen der Radikalisierungsprävention soll das Clearingverfahren vor allem ein ganzes Bündel an Methoden und pädagogischen Maßnahmen zur Verfügung stellen, die helfen sollen Radikalisierungsprozesse frühzeitig zu erkennen und zu unterbrechen. Dabei ist eine Vernetzung aller relevanter Akteure aus Sozialraum und Schule ebenso wichtig, wie ein Monitoring und ein gut strukturiertes Case Management. Das von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) finanzierte Projekt zielt neben der Implementierung des Clearingverfahrens auch auf die Sensibilisierung und Aufklärung der Lehrerinnen und Lehrer in den Themenbereichen Neosalafismus und Rechtsextremismus ab.

Logo streetwork@online

Der Verein Akzeptanz, Vertrauen, Perspektive e.V. (AVP) ist ein anerkannter freier Träger der Kinder und Jugendhilfe mit Sitz in Düsseldorf, Duisburg und Berlin. Er setzt sich seit 2002 mit unterschiedlichen Projekten für die Bildung, Erziehung und Integration von jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ein. Seit Herbst 2017 wird das Präventionsprojekt streetwork@online aufgebaut. Mit einem breiten Spektrum an Angeboten und vorrangig internetbasierten Maßnahmen möchte streetwork@online einer religiös begründeten Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen entgegenwirken. Es wird das Gespräch mit Berliner Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 – 27 Jahren gesucht, um ihr Reflexionsvermögen zu stärken und sie bei ihrer Identitätsbildung zu unterstützen.

Logo ajs e.V.

Die ajs ist ein anerkannter freier Träger der Hamburger Kinder- und Jugendhilfe und bietet als Beratungsstelle seit vielen Jahren Unterstützung und Informationen für Kinder, Jugendliche und Eltern sowie Beratung, Fortbildungen und Fachtagungen für pädagogische Fachkräfte an. Es wird im Sinne eines stärkenden und ressourcenorientierten erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes gearbeitet.
Die ajs ist mit Ihrem Projekt Jugendphase und Salafismus (JuS) Mitglied bei der BAG RelEx. Mit dem Projekt verfolgt sie das Ziel, pädagogische Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit für das Thema „Jugendphase und Salafismus“ zu sensibilisieren und fortzubilden. Die Organisation von Arbeitskreisen in Sozialräumen, von Fortbildungen und Fachtagungen für pädagogische Fachkräfte sowie die Erstellung von Informationsmaterial sind Wege, dies zu erreichen. Es ist ein wichtiges Anliegen der ajs, auf die besonderen Lebenslagen, Probleme und Herausforderungen für die Jugendphase und das Aufwachsen junger Menschen aufmerksam zu machen und sich für deren Schutz, Förderung und Beteiligung einzusetzen. Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe werden dazu angeregt, ihre Strukturen, Angebote und Haltungen zugunsten einer nachhaltigen Prävention religiös begründeter Radikalisierung zu überprüfen und zu verändern.

Logo basis & woge e.V.

basis & woge e.V. ist in Hamburg ein anerkannter und etablierter Träger der Jugendhilfe. Sein Profil weist ein breites Angebotsspektrum in der offenen und stationären Jugendhilfe, in Sozialräumlichen Hilfsangeboten, in der Bildungs- und Integrationsarbeit mit Flüchtlingen sowie in der Antidiskriminierungsarbeit auf. Als Träger des Projektes SelbstSicherSein – Wer bin ich und wie will ich sein? arbeitet basis & woge mit Workshops, Beratungs- und Gruppenangeboten präventiv zu religiös begründeter Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen im Sozialraum Mümmelmannsberg. Zu der Zielgruppen gehören Multiplikator*innen, Kinder ab acht Jahren, Jugendliche, Eltern und andere Bezugspersonen. Kinder und Jugendliche werden dabei auf dem Weg zum Erwachsenwerden und in der Entwicklung einer starken Persönlichkeit begleitet. Durch das Einnehmen unterschiedlicher Perspektiven soll ihnen die Vielfalt von Lebensentwürfen verdeutlicht und sie ermutigt werden, den eigenen Lebensweg selbstbewusst zu gehen. basis & woge unterstützt sie, Diskursen der Ungleichwertigkeiten kritisch zu begegnen und ermöglicht einen Reflexionsraum für  Diskriminierungserfahrungen. Dabei ist ein ganzheitlicher Blick auf die Welt der Kinder und Jugendlichen selbstverständlich. Einen konstruktiven Austausch mit Eltern, Lehrkräften und anderen Bezugspersonen ist Teil der Arbeit.

Logo Cultures Interactive e.V.

Cultures Interactive e.V. ist ein international tätiger Fachträger zu Jugendkulturen in der Prävention von Rechtsextremismus, religiösem Fundamentalismus sowie anderen Formen von gruppenbezogenem Hass. Der von Cultures Interactive entwickelte zivilgesellschaftliche Jugendkulturansatz verbindet lebensweltlich orientierte politische Bildung mit Jugendkulturen und narrativer Gruppenarbeit. Grundprinzipien sind: Jugendkulturelles Selbermachen/DIY, solidarisches Arbeiten, Erzählen und Nacherleben, Reflektieren und Perspektivwechsel. Bundesweit werden Strukturen einer menschenrechtsorientierten Jugendkulturarbeit aufgebaut, Projekttage für Schulen und Jugendeinrichtungen, sowie Intensiv-Trainings, Fachkräfte-Fortbildungen und Beratungen angeboten. Zudem werden Handlungskonzepte und pädagogischen Materialien zur Verfügung gestellt. Das Team besteht aus Fachkräften aus Jugendkulturen, politischer Bildung, sozialer Arbeit, Mediation/ Supervision, Kulturwissenschaften, sowie sozialtherapeutischer Gruppenarbeit. Cultures Interactive ist überzeugt: Good practice Methoden sind in der Präventions- und Distanzierungsarbeit bei allen Formen eines sogenannten Extremismus ähnlich. In den Feldern Rechtsextremismus und religiösem Extremismus kommt dabei Genderthematiken eine besondere Bedeutung zu. Umgesetzt wurde dies beispielsweise in dem Projekt WomEx. Der (inter)nationale Fachaustausch zu präventiver Jugendarbeit/Jugendhilfe z.B. mit EU/RAN und OSZE bilden einen weiteren Schwerpunkt von Cultures Interactive.

Logo Demokratie Zentrum

Das Demokratiezentrum Baden-Württemberg ist ein Trägerverbund, der landesweit Angebote der Extremismusprävention und Menschenrechtsbildung. Durch die Fachstelle PREvent!on werden umfassende Angebote, Strukturen und Strategien zur Prävention von Radikalisierungstendenzen bei Jugendlichen entwickelt und zivilgesellschaftlichen Akteuren Kompetenzen und Handlungsempfehlungen an die Hand gegeben. Mit einem Netz von kommunalen Anlaufstellen und eigens qualifizierten Referent*innen entwickelt PREvent!on gemeinsam mit den – an dieser Stelle vor allem islamischen – zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteuren vor Ort, Präventionsstrategien. Dies geschieht vor dem Hintergrund, eine langfristige Etablierung präventiv wirksamer Strukturen und Maßnahmen in den jeweiligen Landkreisen zu unterstützen. Dabei wird das Konzept verfolgt, dass sich erfolgreiche Präventionsarbeit gegen religiös begründete Radikalisierung durch Langfristigkeit und eine Verankerung vor Ort auszeichnet und nur dann wirklich gelingen kann, wenn kommunale und vor allem islamische Akteure gemeinsam an der Umsetzung einer Strategie arbeiten.

Logo DEVI e.V.

Der Verein für Demokratie und Vielfalt in Schule und beruflicher Bildung (DEVI) unterstützt Schulen und Einrichtungen der beruflichen Bildung unter anderem in dem Projekt Berliner (Berufs)Schulen für weltanschauliche und religiöse Vielfalt bei Ihrem Engagement gegen Rechtsextremismus, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF), Diskriminierungen und religiös begründeten Extremismus. Zu den Leitlinien gehört unter anderem die Förderung von Demokratie als Lebens-, Gesellschafts- und Herrschaftsform. DEVI begleitet und berät seit über zehn Jahren Berliner Oberstufenzentren und Berufsschulen bei ihrem Engagement in genannten Bereichen, seit 2015 ist der Verein auch in Hamburg aktiv. Allgemein werden Fortbildungen für Pädagog*innen in der beruflichen Bildung angeboten, Audit-Verfahren zur Schulentwicklung entwickelt, Schüler*innen unterstützt, die sich im Klassenrat, in der Schüler*innenvertretung oder für Initiativen wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ engagieren. Zudem werden Seminare und Klassentage mit Schüler*innen durchgeführt und Handreichungen und Argumentationshilfen entwickelt, die auch überregional und für allgemeinbildende Schulen von Wert sind.

Logo Gesicht Zeigen e.V.

Gesicht Zeigen! ermutigt Menschen, aktiv zu werden gegen Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt. Der Verein greift in die aktuelle politische Debatte ein und bezieht öffentlich Stellung. Ziel von Gesicht Zeigen! ist die Sensibilisierung für jede Art von Diskriminierung und die Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements. Für dieses Ziel entwickelt Gesicht Zeigen! Projekte und Aktionen, die Vorurteile abbauen und das Miteinander fördern. Der Verein initiiert öffentliche Kampagnen im Kino, TV oder auf Plakaten, die für Zivilcourage werben und die von zahlreichen Prominenten unterstützt werden. Auf facebook informiert der Verein täglich zum aktuellen Geschehen. Gesicht Zeigen! arbeitet zudem auch praktisch: der Verein konzipiert und realisiert Projekte für die Einwanderungsgesellschaft wie beispielsweise die innovative Ausstellung 7xjung – dein Trainingsplatz für Zusammenhalt und Respekt oder das bundesweite Schulprojekt „Störungsmelder on tour“. Im Modellprojekt Die Freiheit, die ich meine werden gemeinsam mit Mädchen und jungen Frauen in Berlin-Mitte Strategien erarbeiten, um sich aktiv für Demokratie und Menschenrechte einzusetzen.

Logo HennaMond e.V.

HennaMond e.V. setzt sich für die Förderung der Selbstbestimmung von, von familiärer Gewalt, Unterdrückung, Zwangsverheiratung und „Ehrenmord“ bedrohten Mädchen, Jungen, Frauen und Männern mit Migrationshintergrund in Deutschland ein. Der Verein berät die Betroffenen zu oben genannten Themen und sorgt je nach Fall dafür, dass die Betroffenen deutschlandweit, wie auch im Ausland, in Schutzeinrichtungen und privaten Unterkünften untergebracht werden. Bei einer Verschleppung versucht der Verein die Betroffenen wieder aus ihren Heimatländern nach Deutschland zurück zu führen. Die Beratungen finden sowohl in der Beratungsstelle als auch je nach vorliegender Situation, vor Ort, beispielweise in Schulen, Jugendzentren, Institutionen und Behörden oder auch in den Familien selbst statt. Die Beratung junger Menschen und ihrer Eltern ist ein wichtiger Bestandteil zur Erreichung des Ziels des Vereins. Zudem sollen althergebrachte Normen und Werte in der Gesellschaft hinterfragen, und gegebenenfalls verändern werden. Somit wirkt die Arbeit des Vereins auch präventiv. Neben der Beratung bietet der Verein auch Weiterbildungen, Vorträge und Lesungen an. Seit 2006 ist HennaMond e.V. in Betrieb und wird durch hauptsächlich durch Spenden aufrechterhalten. Die Stadt Köln finanziert uns außerdem zwei Personalstellen. Mit dem Projekt CHAMPS soll eine demokratische Gesellschaft ohne Gewaltanwendungen zu fördern werden.

Logo IFAK e.V.

Die IFAK e.V. – Verein für multikulturelle Kinder- Jugendhilfe – Migrationsarbeit – verfügt über eine 40 jährige Erfahrung im Bereich der professionellen interkulturellen Arbeit in den verschiedensten Arbeitsbereichen der Jugendhilfe sowie der Migrations- und Flüchtlingsarbeit. In der IFAK arbeiten Mitarbeitende in multikulturellen Teams, 2/3 der Mitarbeitenden haben selbst einen Migrationshintergrund und decken über 20 verschiedene Sprachen ab. Kindertagesstätten, Jugendzentren, offene Ganztagsschulen, Familienzentren und Integrationsagenturen gehören ebenso zu den Einrichtungen wie Bildungswerke und Seniorenbüros. Außerdem leisten die Mitarbeitenden erzieherische Hilfen, Streetwork und sind in der  Flüchtlingsarbeit tätig. Die Einrichtungen werden von Menschen aller Generationen und verschiedensten Herkunftskulturen – und Religionen genutzt. Im Bereich der Präventionsarbeit „religiöse Radikalisierung“ arbeitet die IFAK mit drei unterschiedlichen Arbeitsansätzen: Beratungsnetzwerk Grenzgänger, Wegweiser Bochum und das Projekt #selam – gemeinsam stark im Pott.

Logo JubiGo e.V.

Das Jugendbildungs- und Sozialwerk Goethe e.V. (JubiGo) wurde im Jahre 2012 gegründet. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar mildtätige beziehunsgweise gemeinnützige Wohlfahrtszwecke. Er verfolgt als Ziel Bildungsarbeit in Form von Projekten, Seminaren, Konferenzen, sowie Studienfahrten und praxisorientierten Angeboten in verschiedenen bereichen zu leisten. Zu diesen Bereichen zählen Soziales, Demokratie, Bildung, Kultur, Integration und der internationaler Austausch. Projekte des JubiGo ist unter anderem 180 Grad Wende.

Logo KIgA e.V.

KIgA e.V. entwickelt innovative Konzepte für die pädagogische Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft. Auch zu Themen wie antimuslimischer Rassismus oder Extremismus werden modellhafte und lebensweltlich orientierte pädagogische Ansätze und Materialien für die politische Bildung erarbeitet. Für die Arbeit an Schulen, aber auch in Jugendfreizeiteinrichtungen und anderen Orten der politischen Bildung bilden Mitarbeitende der KIgA junge Menschen fort, die den Ansatz des Peer-to-Peer-Lernens umsetzen und sich mit ihre eigene Erfahrungen und ihrer Geschichte in die Workshops einbringen. Neben Workshops für Schülerinnen und Schüler bietet die KIgA auch Fortbildungen zum Nahostkonflikt und andere Themen für Multiplikator*innen und Neu- und Weiterentwicklung von pädagogischen Materialien.

Logo LeO e.V.

LeO e. V. verfügt über eine langjährige (2013) ausgewiesene Expertise in der Beratung, Begleitung und dem Empowerment von Kindern, Jugendlichen und Familien. In diesem Kontext bietet der Träger mannigfaltige Dienstleistungen im Sinne der Kinder- und Jugendhilfe an. Dazu zählen unter anderem soziale Gruppenarbeit, intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung, stabilisierende Familienhilfe, Erziehungsberatung, Erziehungsbeistand, Betreuungshilfe, Flüchtlingshilfe und Hilfe für junge Volljährige inklusive nachgehender Hilfe. Eine Notschlafstelle für obdachlose junge Menschen ist ein weiteres Angebot des Trägers. Stadtteilsozialarbeit in Quartieren mit besonderen Bedarfen und Herausforderungen ist eine der weiteren Tätigkeiten. Der Träger fokussiert seine Arbeit insbesondere auf Familien mit Migrationsgeschichte und verfügt über etablierte Zugänge zu den Familien. Das Projekt Wegweiser – gegen gewaltbereiten Salafismus ist eines von vielen, durch LeO e.V. realisierte Projekte.

Logo Mosaik Deutschland e.V.

Mosaik Deutschland e.V. hat seinen Sitz in Heidelberg und ist überregional im Bereich der migrationsbewussten politischen Bildung aktiv. Eines der Projekte, Quwwa – Radikalisierungsprävention,  ist im schulischen Kontext tätig. Zu den Angeboten zählen Fortbildungen für Lehrkräfte ebenso, wie Workshops für Schüler*innen oder öffentliche Vorlesungsreihen. Zudem betreut das Projekt eine Hotline bei der Menschen ihre Fragen rund um das Thema stellen können.

Multikulturelles Forum e.V. Logo

Das Multikulturelle Forum e.V. (MkF) ist eine Migrant*innenorganisation, die auf mehr als 30 Jahre Erfahrung im Bereich der Förderung des gesamtgesellschaftlichen und interkulturellen Miteinanders zurückblicken kann. Die Arbeit des MkF hat das übergeordnete Ziel, sozialbenachteiligte Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gesellschaftlich zu integrieren und zur Teilhabe zu befähigen.
Das Forum unterhält eine Hauptstelle in Lünen-Mitte sowie Zweigstellen in Lünen-Süd, Bergkamen, Hamm, Düsseldorf und Dortmund. Thematisch gliedert sich die Arbeit in fünf Säulen: die Bereiche Arbeit/Ausbildung, Soziales, Beratung, Kulturarbeit und Weiterbildung. Im Rahmen dieser Schwerpunkte führt das MkF unter anderem Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung und Orientierung durch, engagiert sich in der Antidiskriminierungsarbeit, verfügt über Flüchtlingsberatungsstellen und bietet intensive Sprachförderung für Migrant*innen sowie Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese werden für alle Interessierten zum Beispiel in den Bereichen Sprache, EDV, Gesundheit und Kultur angeboten. In den genannten Bereichen setzt das MkF von der Europäischen Union, dem Bund, dem Land NRW und den Kommunen geförderte Projekte um. Das Angebotsspektrum des MkF ist sehr breit gefächert und ist auf gesamtgesellschaftliche Wirkung und Einbeziehung ausgerichtet. Am Standort Dortmund ist das MkF Träger einer Wegweiser-Beratungsstelle, die vor Ort Präventionsarbeit gegen gewaltbereiten Salafismus leistet und ein Beratungs- und Hilfsangebot für gefährdete Jugendliche und junge Erwachsene darstellt.

Logo RAA e.V.

Die RAA Berlin trägt und unterstützt Projekte zur Stärkung gesellschaftlicher Partizipation in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Sie bietet Beratung, Fortbildung und Prozessbegleitung an. Dies geschieht immer mit dem Ziel, gesellschaftlicher Benachteiligung , insbesondere im Bereich Bildung, entgegenzutreten. Das Projekt Extrem Demokratisch – Muslimische Jugendarbeit stärken unterstützt Multiplikator*innen der muslimischen Jugendarbeit in ihrer Tätigkeit wie auch in ihrem Engagement für die Gesellschaft durch Fortbildungen, Qualifizierungen und ein begleitendes Coaching. Darüber hinaus bietet das Projekt Möglichkeiten des Austauschs und der Zusammenarbeit mit weiteren Jugendorganisationen an. Das Projekt schafft einen Raum, in dem junge Multiplikator*innen der muslimischen Jugendarbeit sich gemeinsam mit dem Thema religiös begründeter Extremismus auseinandersetzen und eigene Antworten darauf entwickeln können. Es geht darum, mit professioneller Unterstützung und Begleitung eigene Wahrnehmungen und Methoden zu reflektieren und dadurch gute Ansätze der Auseinandersetzung mit religiös begründetem Extremismus weiterzuentwickeln.

Logo RAMSA e.V.

Der Rat muslimischer Studierender & Akademiker e.V. (RAMSA) bringt Studierende an 35 Standorten und Akademiker im gesamten Bundesgebiet zusammen. RAMSA bündelt die in den lokalen Hochschulvereinigungen gebildeten Netzwerke, Multiplikator*innen, Studierende, Berufstätige und Akademiker*innen, mit dem Ziel, sie zu qualifizieren und in ihrem Engagement in unserer Gesellschaft zu stärken. Das Projekt Zukunft bilden zielt darauf ab, das Engagement muslimischer Studierender und Akademiker*innen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF), Diskriminierung, Rassismen und Abschottungstendenzen zu stärken. Durch dieses Projekt leistet RAMSA einen Beitrag für die Gesellschaft zur Bildungs- und Aufklärungsarbeit im Bereich der religiösen Extremismusprävention. Ziel ist es, progressive Perspektiven zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Diskursen zu entwickeln und positiv in die Gesellschaft zurückzuwirken.

Das Projekt Wegweiser Oberhausen und Mühlheim an der Ruhr des Vereins Ruhrwerkstatt Kultur-Arbeit im Revier e.V. ist ein Präventionsprogramm gegen gewaltbereiten Salafismus. Es soll mögliche Radikalisierungsprozesse bei Jugendlichen und jungen Heranwachsenden in ihren Anfängen verhindern. Ein wesentliches Element des Programms ist die konkrete Beratung vor Ort. Über Gespräche mit Personen aus dem direkten Umfeld besteht die Möglichkeit, die Betroffenen frühzeitig zu erreichen. Ergänzend zur Beratung und Begleitung betroffener junger Menschen bezieht Wegweiser das soziale Umfeld in die Arbeit ein.

Logo InsiedeOut - Stuttgarter Jugendhaus gGmbH

Das Stuttgarter Jugendhaus fördert die Emanzipation junger Menschen. Diese befähigt sie, sich der eigenen Situation in der Gesellschaft bewusst zu werden und an Aufgaben der Gesellschaft aktiv mitzuwirken. Die dort angesiedelte Fach- und Beratungsstelle Extremismus INSIDE OUT entwickelt und erprobt Konzepte zur Radikalisierungsprävention von religiös begründetem Extremismus. Die Zielsetzung der überwiegend universellen Präventionsarbeit ist, Jugendliche und junge Erwachsene durch erlebnispädagogische Angebote dabei zu unterstützen ihren Platz in unserer Gesellschaft zu finden. Durch kunst- und theaterpädagogische Angebote, Visionssuche und interkulturelle Planspiele soll die persönliche Entwicklung von Jugendlichen unterstützt und demokratische Einstellungen und Werte gefördert werden. Im frühpräventiven Bereich legt INSIDE OUT den Schwerpunkt auf die frühzeitige Aktivierung und Förderung persönlicher Ressourcen und Kompetenzen von Kindern vor der Phase der Adoleszenz (Jugend), durch ein innovatives Schulkonzept für Grundschulen und die ersten beiden Stufen der weiterführenden Schulen. Für Fachkräfte aus der Jugend- und Bildungsarbeit werden themenrelevante Fortbildungen und Vorträgen, sowie eine Hotline für kollegiale Fallberatung in angenommenen Radikalisierungsfällen angeboten.

Logo Präventionsnetzwerk TGD e.V.

Die Türkische Gemeinde in Deutschland e.V. setzt sich für die Interessen und die gesellschaftliche Teilhabe von Migrant*innen ein. Mit dem Präventionsnetzwerk gegen religiös begründeten Extremismus soll in einem Zeitraum von fünf Jahren (2015-2019) ein professionelles, bundesweit agierendes Netzwerk gegen religiös begründeten Extremismus unter Muslim*innen und gesellschaftliche Polarisierung entstehen. Ziel ist es, islamische Dachverbände als Träger der Präventionsarbeit zu stärken und damit die Auseinandersetzung mit Radikalisierung und Menschenfeindlichkeit um entscheidende Perspektiven und zielgruppenorientierte Beratungsangebote zu bereichern. Die Netzwerkmitglieder planen eigenständige Projekte, die auf Jugendliche sowie Multiplikator*innen zugeschnitten sind. Das Engagement des Netzwerks erfolgt unter Berücksichtigung der vielfältigen Gemeindestrukturen und muslimischen Lebensrealitäten in Deutschland. Eine enge Zusammenarbeit mit etablierten Trägern der Präventionsarbeit ist vorgesehen. Die TGD ist außerdem Träger des Projekts Emel – Online-Beratung zu religiös begründetem Extremismus.

Logo PROvention TGS-H e.V.

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. ist ein ehrenamtlich geleiteter, landesweiter, gemeinnütziger Verein. Die TGD setzt sich für die Interessen der Menschen mit Migrationshintergrund ein und versucht die Integration, gesellschaftliche Teilhabe und Kompetenzstärkung der Menschen voranzutreiben. Sie ist Trägerin von diversen Arbeitsmarkt- und Sozialprojekten. Seit 2015 ist das Projekt PROvention als Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus aktiv. Neben der Beratung bietet das Team Fachtagungen, Fortbildungen und Workshops zu den Themenfeldern Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus/Salafismus an. Verstärkung erhält das Projekt über weitere spezialisierte Projekte: Kick-Off (Prävention und Deradikalisierung im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe), Fachstelle Liberi (Kinder aus salafistisch geprägten Familien) und Online-Beratung für Ausstiegswillige (in Kooperation mit der TGD). Außerdem ist die TGS-H im Programm Exit-Europe involviert, das europäische Strukturen der Präventions- und Beratungsarbeit gegen religiös begründeten Extremismus aufbaut.

Logo von ufuq.de

ufuq.de ist ein anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und arbeitet bundesweit auf dem Gebiet der politischen Bildung und Prävention zu den Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus. ufuq.de ist an der Schnittstelle von pädagogischer Praxis, Wissenschaft und Politik tätig und entwickelt Ansätze zum pädagogischen Umgang mit gesellschaftlicher Diversität in der Migrationsgesellschaft. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von Kompetenzen im Umgang mit Fragen von Religion, Identität und Zugehörigkeit und der Prävention religiös begründeter Extremismen. Mit Beratungen und Fortbildungen wendet sich der Verein an Multiplikator*innen in Schule, Jugendarbeit und kommunalen Verwaltungen und entwickelt Lernmaterialien und Handreichungen für Unterricht und Bildungsarbeit on- und offline. Ein Projekt, dessen Fokus auf dem Bereich online liegt, ist bildmachen.

Logo von VAJA e.V.

VAJA e.V. hat sich seit 1992 zum größten Träger für Streetwork / Aufsuchende Jugendarbeit in Bremen entwickelt. Mit dem Begriff der Aufsuchenden Jugendarbeit wird gemeinhin eine Arbeitsform an der Schnittstelle zwischen Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit beschrieben. Aufgrund der Niedrigschwelligkeit des Ansatzes wird Aufsuchende Jugendarbeit insbesondere dort eingesetzt, wo junge Menschen von den konventionellen Angeboten der Jugend(sozial)arbeit nicht ausreichend oder gar nicht mehr erreicht werden (wollen) und sie informelle Treffpunkte im öffentlichen Raum als zentrale Aktions- und Aufenthaltsorte ihrer Freizeit gewählt haben. Den Aspekten der Lebensweltorientierung und der Beziehungsarbeit kommt im Rahmen Aufsuchender Jugendarbeit besondere Bedeutung zu. Projekte von VAJA e.V. sind beispielsweise kitab und JAMIL.

Logo Vereinigung Pestalozzi gGmbH

Die Vereinigung Pestalozzi unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Hamburg dabei, eigene Stärken und Perspektiven zu entwickeln. Hilfesuchende Menschen mit ihrer persönlichen Geschichte, ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Weiterhin werden Familien, Kinder und Jugendliche, die in Not sind, unterstützt. Seelisch belasteten Menschen wird dabei geholfen, in die Gesellschaft, die Familie und das Berufsleben zurückzufinden. Die Beratungsstelle Legato widmet sich unter anderem der systemischen Ausstiegsberatung. Die Vereinigung Pestalozzi arbeitet frei von religiösen und weltanschaulichen Bekenntnissen. Das Team besteht aus professionell handelnden Menschen unterschiedlicher Berufe und Kulturen. Alle teilen die Überzeugung, dass Wertschätzung, Respekt und Toleranz die Säulen der eigenen Arbeit sind.

Logo VPN e.V.

Violence Prevention Network (VPN) ist ein Verbund erfahrener Fachkräfte, die seit Jahren in der Extremismusprävention sowie der Deradikalisierung extremistisch motivierter Gewalttäter tätig sind. Das Team von Violence Prevention Network arbeitet seit 2001 im Bereich der Verringerung von ideologisch motivierten schweren und schwersten Gewalttaten von Jugendlichen. Durch seine Arbeit mit rechtsextremistisch und islamistisch gefährdeten Jugendlichen hat sich das Team von Violence Prevention Network über Jahre eine bundesweite Expertise im Bereich der Arbeit mit ideologisch motivierten Straftätern erworben. Mit der Methode der Verantwortungspädagogik® hat Violence Prevention Network einen demütigungsfreien Weg der Ansprache von Menschen gefunden, die sich antidemokratischen Strukturen angeschlossen haben, und kann ihnen so die Rückkehr in das demokratische Gemeinwesen ermöglichen.

Logo Düsseldorfer Wegweiser

Wegweiser Düsseldorf e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, in dem Muslim*innen und Nichtmuslim*innen gemeinsam Verantwortung tragen. Der Verein möchte jungen Menschen helfen, die mit gewaltbefürwortenden neosalafistischen Strömungen in Verbindung kommen. Es werden qualifizierte Hilfestellungen im präventiven Bereich angeboten, die sich an unmittelbar Betroffene, Angehörige, Lehrkräfte und Pädagog*innen richten. Ziele des Vereins sind zum Beispiel die umfassende Aufklärung über gewaltbereiten Neosalafismus (Inhalte, Struktur und Rekrutierungsstrategien), die Stärkung der Resilienzfähigkeit (Immunisierung gegen Ansprachen aus dem neosalafistischen Kontext) und Empowerment. Zudem soll die Verhinderung und Unterbrechung von Radikalisierung durch die Bereitstellung und Durchführung qualifizierter Hilfestellungen erreicht werden.

Logo Yallah

Das Projekt Yallah! Fach- und Vernetzungsstelle Salafismus im Saarland wird im Rahmen des Landes-Demokratie Zentrums im Saarland durch das Bundesprogramm Demokratie leben! und das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes gefördert. Es ist seit 2016 bei der Forschungs- und Transferstelle Gesellschaftliche Integration und Migration (GIM) angesiedelt. Auftrag der Fachstelle Yallah! ist der Transfer von wissenschaftlichen Kenntnissen über das Phänomen der religiös begründeten Radikalisierung zu praxisnahen Angeboten der Prävention. Hierzu wurde die Fachstelle interdisziplinär aufgestellt, sie vereint islamwissenschaftliche Expertise, die Kompetenz zur Menschenrechtsbildung und diskriminierungskritischer Pädagogik mit dem Fachwissen zu muslimischen Lebenswelten, Antimuslimischem Rassismus und dem Phänomen Salafismus. Dadurch betrachtet sie die gesamtgesellschaftlichen Kontexte von Radikalisierungsprozessen. Hierzu setzt Yallah! eigene Maßnahmen um, bildet Multipilikator*innen aus und vernetzt sich mit relevanten Akteur*innen im Saarland, um diese fachlich in der Konzeption und Umsetzung eigener Maßnahmen der Prävention zu unterstützen.
Die Forschungs- und Transferstelle Gesellschaftliche Integration und Migration (GIM) ist ein ausschließlich durch Projektmittel finanziertes Institut der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Sie wurde 2005 gegründet und hat seitdem eine Vielzahl von Projekten durchgeführt, gefördert im Rahmen von Programmen des Bundes und des Saarlandes sowie dem Europäischen Sozialfonds. Aufgabe ist die Erforschung und Gestaltung von Übergängen im Lebensverlauf insbesondere unter dem Aspekt der Migration. Thematische Schwerpunkte sind Arbeitsmigration, kommunale Integrationspolitik, Sozial- und Stadtentwicklungsplanung, frühkindliche Bildung, Interkulturalität und Antidiskriminierung (Leitung: Prof. Dr. Dieter Filsinger, Dipl.-Päd. Wolfgang Vogt).
Die Projekte von GIM werden von der FITT gGmbH getragen, dem Institut für Wissens- und Technologietransfer an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.

Logo ZMD e.V.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. ist eine multi-ethnische Religionsgemeinschaft mit derzeit 35 muslimischen Dachorganisationen und Institutionen. Das Projekt Safer Spaces setzt sich präventiv gegen religiös begründeten Extremismus ein und bindet Jugendliche und Eltern dabei aktiv in die Arbeit ein. Über Partizipation und die Ethik der Religion will das Programm den Jugendlichen zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen, indem sie weder ihren Glauben verleugnen, noch ihr Handeln im Gegensatz unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung begreifen müssen. Der richtig verstandene Islam wird dabei als Element mit immunisierender Wirkung gegen extremistische Strömungen und Gewalt begriffen. Den Jugendlichen werden so Perspektiven eröffnet und ihnen durch praktische Bestandteile wie Bildung, Arbeit und gesellschaftliche Selbstverwirklichung, das Gefühl vermittelt, dass sie wichtig für unser Land sind und aktiv zum Gemeinwohl beitragen können. Hierbei sind die wichtigsten Ziele für den ZMD, dass (1) Jugendliche ihre Fragen und Anliegen in den Moscheegemeinden – und nicht „auf der Straße“ – diskutieren und klären. Dieses Ziel wird durch jugendgerechte islamische Vorträge durch anerkannte Referenten erreicht. Ein weiteres Ziel ist, dass (2) Jugendliche die praktische Attraktivität der demokratischen Gesellschaft anschaulich erfahren. Das Leben in einer Demokratie hat Vorteile, die vielen Jugendlichen mit internationalen Wurzeln nicht ganz bewusst sind.

Mitglieder der BAG RelEx erkennen Sie an diesem Stempel

Internationale Kooperationspartnerschaften

Neben der Vernetzung innerhalb der deutschen Präventionslandschaft strebt die BAG RelEx den internationalen Austauch und eine damit einhergehende Vernetzung an. In diesem Kontext besteht die Möglichkeit einer internationalen Kooperationspartnerschaft mit Organisationen, die nicht in Deutschland tätig sind.

Wegweiser Ostbelgien

Der Wegweiser Ostbelgien ist ein Programm zur Vorbeugung von gewaltsamem Radikalismus. Es soll dem Einstieg von vorwiegend jungen Menschen in den gewaltbereiten Radikalismus vorbeugen und sich um diejenigen kümmern, die bereits in Kontakt zu problematischen Milieus gekommen sind. Durch die Sensibilisierung von Akteuren der ersten Linie sollen Radikalisierungsprozesse insgesamt besser sichtbar gemacht und die Antwort hierauf möglichst optimiert werden.

Die Einrichtung einer Wegweiser-Anlaufstelle in Ostbelgien reiht sich in die Maßnahmen der Strategie zur Vorbeugung von gewaltsamem Radikalismus in der Deutschsprachigen Gemeinschaft ein. Sie beruht auf einem Kooperationsabkommen zwischen der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Aachen.

Verantwortlich für die Anlaufstelle, die sich inhaltlich am nordrhein-westfälischen Wegweiser-Programm orientiert und dennoch autonom betrieben wird, ist die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Die Anlaufstelle wurde beim Dienst Kaleido Ostbelgien angesiedelt und im Laufe des Monats April 2017 eröffnet.