Unsere Mitgliedsorganisationen

Beratungsstellen für Radikalisierung  – Mitgliedsorganisationen der BAG RelEx

Im November 2016 gründeten 25 gemeinnützige Organisationen die BAG RelEx. Seitdem arbeiten wir zu den Themen Extremismus und Prävention. Inzwischen umfasst unsere Mitgliedschaft 37 Träger, u. a. Beratungsstellen für Radikalisierung, aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Zielgruppen und Herangehensweisen dieser Träger sind sehr vielfältig und decken so eine Bandbreite an Herausforderungen ab. Die Arbeit unserer Mitgliedsorganisationen deckt die unterschiedlichen Ebenen der Radikalisierungsprävention ab:

  • Universal-/Primärprävention, d. h. Stärkung von demokratischen und an Menschenrechten orientierten Kompetenzen, Verhinderung von individuellen und gemeinschaftlichen Radikalisierungsprozessen
  • Sekundärprävention/indizierte Prävention, d. h. Früherkennung und Arbeit mit gefährdeten Gruppen
  • Tertiärprävention/Deradikalisierung/Ausstiegsarbeit, d. h. soziale und ideologische Ausstiegsbegleitung, Distanzierungsarbeit, Vermeidung einer weiteren Eskalation

Im Folgenden stellen wir Ihnen unsere Mitgliedsorganisationen vor.

Übersicht

Die Standorte
unserer Mitglieds-organisationen

Übersicht über unsere Mitgliedsorganisationen

Logo der API uG

Die API gUG ist eine gemeinnützige Unternehmensgesellschaft, die im Themenfeld Integration verschiedene Handlungsfelder bearbeitet. Hierzu zählen unter anderem die mediale Präsentation und Verankerung partizipativer Integrationsansätze im öffentlichen Raum, die Fortbildung von Zugewanderten und die Initiierung und Flankierung von Leuchtturmprojekten. Darüber hinaus bietet API in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und ufuq.de seit mehreren Jahren zertifizierte Fortbildungen zur Radikalisierungsprävention in Schule und Jugendhilfe an.

Logo Action Courage e.V.

Aktion Courage e. V. ist der Trägerverein des Netzwerks Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Er wurde 1992 als eine Antwort auf den gewalttätigen Rassismus gegründet, der sich in Städten wie Mölln, Solingen, Hoyerswerda und Rostock Bahn brach. 1995 hat er Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage in Deutschland ins Leben gerufen. Der Verein steuert die strukturelle und inhaltliche Weiterentwicklung des bundesweiten Netzwerkes.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage unterstützt Schüler*innen und Pädagog*innen dabei, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und sich gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt zu wenden. Das Projekt zielt auf eine diskriminierungssensible Schulkultur und Dauerhaftigkeit im Engagement ab. Den Schulen des Netzwerks stehen dabei deutschlandweit 16 Landes- und 106 Regionalkoordinationen zur Seite, die sie vernetzen, beraten und bei der Umsetzung von Aktivitäten wie Workshops und Projekttagen begleiten.

Logo CleaRNetworking (AGB e. V.)

Die im Jahr 1981 gegründete Aktion Gemeinwesen und Beratung (AGB e.V.) ist anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Düsseldorfer Stadtteil Bilk und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV). Die AGB arbeitet im Stadtteil mit allen Schulen sowie allen Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe eng zusammen und ist aktiv in lokalen und überregionalen Netzwerken eingebunden.

Das Projekt CleaRNetworking hat sich zur Aufgabe gemacht, schulisches Personal im professionellen Umgang mit Verschwörungsideologien, Extremismus, Radikalisierung und anderen gewaltbefürwortenden Phänomenen die unter Schüler*innen auftreten können, fortzubilden. Das Projekt schließt an die Modellprojekte CleaR – Clearingverfahren gegen Radikalisierung (2016-2019) und CleaRTeaching – Umgang mit Radikalisierungsprozessen im schulischen Kontext (2020-2022) an. Die CleaRNetworking-Weiterbildung wird jährlich angeboten und besteht aus acht Modulen. Im Rahmen dieser Weiterbildung erlernen die Teilnehmenden ein siebenstufiges Clearingverfahren im Umgang mit sich radikalisierenden Schüler*innen. Gemeinsam mit Referent*innen und Coaches durchdenken die Teilnehmenden die Konzepte der Radikalisierung, der Prävention sowie die Grenzen der Anerkennung von Meinungsvielfalt. Anhand praxisnaher Fallbeispiele erlernen sie einen professionellen Umgang mit sich anbahnender oder bereits vollziehender Radikalisierung. Im Rahmen des Projekts wird außerdem eine Weiterbildung für schulisches Personal angeboten sowie ein Netzwerk aus denjenigen aufgebaut, die diese Weiterbildung durchlaufen. Ferner sollen sie befähigt werden, das Clearingverfahren an der eigenen Schule zu implementieren.

Logo AVP e. V.

Der Verein Akzeptanz, Vertrauen, Perspektive e. V. (AVP) ist ein anerkannter freier Träger der Kinder und Jugendhilfe mit Sitz in Düsseldorf, Duisburg und Berlin. Seit 2002 setzt er sich mit unterschiedlichen Projekten für die Bildung, Erziehung und Integration von jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ein.

Im Herbst 2017 wurde das Modellprojekt streetwork@online in Berlin aufgebaut. Mit aufsuchender Sozialarbeit in den sozialen Netzwerken (Online-Streetwork), der Plattform Iam-street Berlin und Workshops für Multiplikator*innen möchte streetwork@online einer religiös begründeten Radikalisierung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen entgegenwirken. Online wird das Gespräch mit Berliner Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 – 27 Jahren gesucht, um ihr Reflexionsvermögen zu stärken und sie bei ihrer Identitätsbildung zu unterstützen. Das Projekt wird gefördert von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt.

Seit Januar 2020 hat AVP e. V. ein weiteres Modellprojekt: Local Streetwork Online/Offline sitzt und agiert in Düsseldorf. Angelehnt an den aufsuchenden Ansatz im Online-Bereich von streetwork@online agiert dieses Projekt zusätzlich analog auf Düsseldorfer Straßen. Das Projekt agiert somit an der Online-/Offline-Schwelle. Einerseits ist das Ziel einstiegsgefährdete Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14-27 Jahren in den sozialen Medien aufzusuchen, mit ihnen in Kontakt zu treten und diesen Kontakt in reelle Begegnungen zu überführen. Zudem sollen jungen Menschen, mit denen im Offline-Streetwork gearbeitet wird, an die Online-Angebote der Projekts angebunden werden. Das Projekt wird vom Bundesprogramm Demokratie Leben! finanziert.

Als drittes Präventionsprojekt von AVP e. V. im Phänomenbereich religiös begründeter Extremismus, kann das Center for Education on Online Prevention in Social Networks (CEOPS) auf eine große Expertise zurückgreifen. CEOPS ist im Juni 2021 gestartet und bietet bundesweit digitale Fortbildungen zum Thema Online-Prävention an. In den 8 bis 12-wöchigen, digitalen Lehrgängen werden junge Menschen im Alter von 15-27 Jahren für extremistische Inhalte im Internet sensibilisiert und in Medienkompetenz geschult. Im Sinne der Peer-Education sollen die Teilnehmenden dazu befähigt werden, sich in den eigenen Online-Communities selbstbewusst zu positionieren und niedrigschwelliges Online-Streetwork zu leisten. CEOPS wird gefördert von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung.

Logo ajs e.V.

Die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Hamburg e. V. (ajs) ist ein langjährig bestehender Verein, der seit vielen Jahren Beratung, Unterstützung und Informationen für Kinder, Jugendliche, Heranwachsende, deren Bezugspersonen und Familien anbietet. Das Tätigkeitsfeld umfasst den erzieherischen, den gesetzlichen und den strukturellen Kinder- und Jugendschutz.

Das Projekt Jugendphase und diverse Lebenswelten | JuLe arbeitet mit dem Ziel der Qualifizierung (sozial-)pädagogischer Fachkräfte in der Hamburger Jugendhilfe zum Thema diverse Lebenswelten junger Menschen mit Fokussierung auf universeller Prävention religiös begründeter Radikalisierung. Die heutigen Lebenswelten Jugendlicher sind vielfältig, so dass es eine hohe Anforderung an pädagogische Fachkräfte darstellt, die verschiedenen Lebenswelten Jugendlicher zu kennen sowie deren jeweiligen Ressourcen und Herausforderungen. Das Angebot des Projekts „JuLe“ soll Fachkräfte darin unterstützen und sie befähigen, Jugendlichen in ihren Lebenswelten zu begegnen und einer möglichen religiös begründeten Radikalisierung vorzubeugen sowie kompetent und abgestimmt auf einschlägige Vorkommnisse zu reagieren. Gleichzeitig müssen sie in der Lage sein, Jugendliche im Umgang mit gefährdenden Einflüssen zu stärken und in der kritischen Auseinandersetzung mit radikal-religiösen und auch anderen demokratie- und menschenrechtsfeindlichen Positionen zu unterstützen.

Logo von basis & wogen e. V.

basis & woge e. V. in Hamburg setzt sich für eine offene, tolerante und solidarische Stadt ein. basis & woge e. V. ist ein staatlich anerkannter Träger im Bereich sozialpädagogischer und gesundheitspräventiver Arbeit, Dienste und Hilfen für junge Menschen in Krisensituationen sowie Menschen mit Migrationsbiografie. Der Träger weist ein breites Angebotsspektrum in der offenen und stationären Jugendhilfe, in Sozialräumlichen Hilfsangeboten, in der Bildungsarbeit sowie in der Antidiskriminierungsarbeit auf.

Im Fokus des Projekts SelbstSicherSein 2.0 steht der Umgang mit Diskriminierungserfahrungen sowie das Reflektieren und bearbeiten eigener diskriminierender Verhaltensweisen. Das Projekt bietet Workshops mit Schwerpunkten aus dem Themenfeld Vielfalt/Antidiskriminierung in verschiedenen Bildungseinrichtungen an. Der Hauptzielgruppe Kinder und Jugendliche wird der Raum geboten, sich mit eigenen Diskriminierungserfahrungen empowernd auseinanderzusetzen, ihr Recht auf Nichtdiskriminierung kennen zu lernen, aber auch an mögliche eigenen diskriminierenden Verhaltensstrukturen zu arbeiten. Lehrkräfte und andere Multiplikator*innen sollen parallel dazu lernen, eigenes (diskriminierendes) Verhalten zu reflektieren und zu bearbeiten um sich adäquat und nachhaltig mit den Diskriminierungserfahrungen der Kinder und Jugendlichen auseinandersetzen zu können und Diskriminierung nicht zu reproduzieren. Eltern und andere Bezugspersonen werden ebenfalls befähigt, Diskriminierung(serfahrungen) zu begegnen.

beRATen e. V. – Verein für jugend- und familienpädagogische Beratung Niedersachsen ist Träger der Beratungsstelle zur Prävention salafistischer Radikalisierung.

Die Beratungsstelle hat ihren Sitz in Hannover und ist niedersachsenweit tätig. Ziel ihrer Arbeit ist, Menschen beratend zur Seite zu stehen, die den Eindruck haben, dass sich Angehörige, Bekannte oder auch Schüler*innen in eine extremistisch-religiöse Richtung bewegen. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen in der Familien- bzw. Jugendberatung und in der Fachberatung für professionelle Akteur*innen, wie z. B. Lehrer*innen oder Sozialarbeiter*innen. Neben der Unterstützung und Vermittlung bei religiös geprägten Konflikten im familiären Kontext gehört auch die Erarbeitung von Hintergründen für die Radikalisierung sowie Strategien, um den Radikalisierungsprozess zu verlangsamen, anzuhalten oder rückgängig zu machen zur Arbeit der Beratungsstelle.

Das Beratungsangebot umfasst unter anderem:

  • Entwicklung und Begleitung von Handlungsansätzen zur Vorbeugung und Abwendung salafistischer Radikalisierung
  • Gespräche und Beratung vor Ort unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes
  • Systemischer Beratungsansatz
  • Gestaltsoziotherapeutischer Ansatz/Gestaltberatung
  • Genderorientierter Beratungsansatz
  • Gewaltberatung, Tätertherapie
  • Beratungen unter Berücksichtigung der psychologischen Aspekte von Radikalisierung und Deradikalisierung
  • Lösungs- und ressourcenorientierte Beratung

Darüber hinaus bietet beRATen e. V. verschiedene Fortbildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen für Fachkräfte an, in denen die Hintergründe für Radikalisierungsverläufe vermittelt und pädagogische Möglichkeiten aufgezeigt werden, mit den betroffenen Personen umzugehen.

Finanziert wird die Beratungsstelle vom Land Niedersachsen, federführend ist das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Die Beratungsstelle ist Teil des Nordverbundes, dem Verbund der Beratungsstellen zum Thema Salafismus der norddeutschen Bundesländer und ist bundesweit vernetzt.

Logo cultures interactive e. V.

Cultures Interactive e. V. arbeitet in der Modellentwicklung, Durchführung und Auswertung von Ansätzen der jugendkulturellen und politischen Bildung, pädagogischen Intervention und frühen Distanzierung. Die Angebote richten sich bundesweit an Jugendliche sowie Fachkräfte. Ziel des Vereins ist es, menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Haltungen zu begegnen – insbesondere im Phänomenbereich Rechtsextremismus, aber auch religiös motiviertem Extremismus. Das Team von CI arbeitet mit einer kritisch-zugewandten Haltung und setzet diese in Konzepten für Schulen und Jugendeinrichtungen, Intensiv-Trainings im Kontext von Jugendhilfe oder Strafvollzug, sozialraumbezogene Verfahren für Kommunen sowie Fortbildungs- wie Beratungsangeboten um. Mit zivilgesellschaftlichen Jugendkulturworkshops, narrativen Gesprächsgruppen, aufsuchender Jugendberatung und Distanzierungsarbeit hat CI zentrale Ansätze für die Präventionsarbeit entwickelt. Durch Publikationen, Transfer- und Vernetzungsveranstaltungen werden diese an Praktiker*innen vermittelt. CI ist mit der Fachstelle fa:rp einer von fünf Trägern im durch das Bundesprogramm Demokratie Leben! (BMFSFJ) geförderten Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention (KOMPREX).

Fachstelle Bidaya - CJD Nord

Unter dem Motto Keiner darf verloren gehen! setzt sich der Verbund CJD Nord im Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands gemeinnütziger e. V. für die Stärkung und Förderung der Demokratie im Norden Deutschlands ein. Darüber hinaus ist das CJD Nord in der schulischen, beruflichen, rehabilitativen und inklusiven Bildung, der Migrationsarbeit und in beinah allen Rechtskreisen der Sozialgesetzgebung erfolgreich tätig. Ein Fokus im Fachbereich Migration, Forschung und Beratung liegt auf Beratungs- und Bildungsangeboten zur Unterstützung bei der Distanzierung von extremistischen und menschenabwertenden Einstellungen sowie der Verhinderung von Gewalt und Radikalisierung. Hierzu werden, aufbauend auf langjährige Erfahrungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Migrationsarbeit, in Bundes- und EU-Projekten neue Ansätze erforscht und erprobt.

Seit Ende 2017 ist die Fachstelle Bidaya – Prävention von religiös begründetem Extremismus in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Angebot der Ausstiegs- und Distanzierungsbegleitung aktiv. Sie bietet den Menschen, welche von religiös begründeter Radikalisierung bedroht sind oder sich bereits im Radikalisierungsprozess befinden, die nötige Unterstützung für einen Neufang. Darüber hinaus gehören zu den Aufgaben der Fachstelle Bidaya die bedarfsorientierte Beratung und Fortbildungen zur Stärkung der individuellen Handlungssicherheit im Umgang mit dem Phänomenbereich des religiös begründeten Extremismus.

Logo des Projektes Yallah!

Die FITT gGmbH, ist ein Forschungsinstitut, das sich auf die Durchführung von angewandten Forschungs- und Entwicklungsprojekten in Zusammenarbeit mit Unternehmen und anderen Einrichtungen spezialisiert hat.

Das Projekt Yallah! Fach- und Präventionsstelle Islamismus und antimuslimischer Rassismus  wird seit 2020 im Rahmen von „Demokratie leben!“ gefördert. Als Fachstelle vertieft Yallah! die Expertise zu den Phänomenen Islamismus und antimuslimischer Rassismus, bereitet diese auf und vermittelt sie weiter. Zum einen werden regelmäßig öffentliche bzw. Fachveranstaltungen durchgeführt, die über Ursachen und Prozesse von Radikalisierung ebenso wie über muslimische Lebenswelten, Vielfalt und antimuslimischen Rassismus informieren und sensibilisieren. Als Anlauf- und Clearingstelle berät Yallah! Angehörige und/oder das Umfeld von Personen aus dem religiös motivierten Extremismus-Bereich sowie Institutionen mit konkreteren Unterstützungs- und Informationsbedarfen. Yallah! fungiert zudem als Erstanlaufstelle zum Clearing von Anliegen und verweist je nach spezifischen Bedarfen und Hintergründen an die jeweiligen saarländischen Akteur*innen.

Ziel des Modellprojekts Yallah-Justiz ist es, islamistische Radikalisierung in der Haft zu verhindern, radikalisierende Faktoren abzubauen und Distanzierungsprozesse gemeinsam mit den Fachkräften und Sicherheitsbehörden zu initiieren. Fachkräfte des Strafvollzuges werden zu Radikalisierungsprozessen, Distanzierung und Deradikalisierung fortgebildet und beraten. Präventionsstrategien sollen nach erfolgreicher Erprobung in die Regelstrukturen des Strafvollzugs integriert werden.

Die Projekte gehört ebenso zur Forschungs- und Transferstelle Gesellschaftliche Integration und Migration (GIM). GIM ist ein ausschließlich durch Projektmittel finanziertes Institut der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Sie wurde 2005 gegründet und hat seitdem eine Vielzahl von Projekten durchgeführt, gefördert im Rahmen von Programmen des Bundes und des Saarlandes sowie dem Europäischen Sozialfonds. Aufgabe ist die Erforschung und Gestaltung von Übergängen im Lebensverlauf insbesondere unter dem Aspekt der Migration. Die Projekte von GIM werden von der FITT gGmbH getragen.

Logo Gesicht Zeigen e.V.

Gesicht Zeigen! ermutigt Menschen, aktiv zu werden gegen Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt. Der Verein greift in die aktuelle politische Debatte ein und bezieht öffentlich Stellung. Ziel von Gesicht Zeigen! ist die Sensibilisierung für jede Art von Diskriminierung und die Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements. Für dieses Ziel entwickelt Gesicht Zeigen! Bildungsprojekte und -materialien, insbesondere für Schüler*innen und pädagogische Fachkräfte, die Vorurteile abbauen und das demokratische Miteinander fördern. Der Verein initiiert öffentliche Kampagnen, die für mehr Zivilcourage werben und die von zahlreichen Prominenten unterstützt werden.

Mit dem Bildungs- und Empowermentprojekt Die Freiheit, die ich meine ermutigt Gesicht Zeigen! mehrheitlich muslimische Mädchen* und Frauen*, die von Mehrfachdiskriminierung betroffen sind, sich gegen jede Form von Ausgrenzung und Rassismus entgegenzustellen und sich für ein demokratisches Miteinander zu engagieren. Zusätzlich bildet Gesicht Zeigen! pädagogische Fachkräfte rund um die Themen Islam und Antimuslimischer Rassismus im Schulkontext fort.

Logo 180 Grad Wende e. V.

180 Grad Wende e. V. ist eine bundesweit und international aktive Organisation, die sich der Chancengleichheit und sozialen Integration von jungen Menschen aus marginalisierten Communities verschrieben hat. Unter dem Motto Niemanden zurücklassen engagiert sich die 2012 in Köln gegründete Graswurzelbewegung mit vielfältigen Projekten im Rahmen von Prävention und Empowerment proaktiv zusammen mit und für junge Menschen.

Seit ihrer Gründung ist die von den Vereinten Nationen ausgezeichnete Organisation stetig gewachsen und hat sich zu einem starken Netzwerk von Engagierten, Unterstützer*innen und Kooperationspartner*innen an inzwischen mehr als 41 Wirkungsorten (Stand: 05/23) entwickelt.

Die Projekte des Vereins zeichnen sich insbesondere durch einen innovativen Ansatz aus, der vulnerable und schwer erreichbare junge Menschen über Vorbilder und peers in ihren Resonanzräumen erreicht und der durch ein, von der Zielgruppe eigenverantwortlich getragenes Engagement bedarfsorientiert wirkt.

Logos des Vereins Grüner Vogel e. V.

Grüner Vogel e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der mit der Beratungsstelle Leben im Themenkomplex Deradikalisierung und Reintegration im Phänomenbereich islamistischer Extremismus, speziell Salafismus und Jihadismus, tätig ist. Der Schwerpunkt liegt auf der Beratung für direkt sowie indirekt betroffene Personen wie z. B. Familienangehörige oder andere Personen aus dem sozialen Umfeld. Distanzierungswillige radikalisierte Personen können sich auch selbstständig melden.

Das Ziel der Arbeit mit direkt oder indirekt betroffenen Personen ist es, mit Hilfe der Beratung Straftaten zu verhindern, Radikalisierungsprozesse zu verlangsamen, aufzuhalten und im Idealfall umzukehren. Wir verstehen uns dabei auch als Schnittstelle zu staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen und beraten beim Erkennen von und beim Umgang mit salafistischer oder jihadistischer Radikalisierung in unterschiedlichen Kontexten. Als niedrigschwellige Anlaufstelle erhöht die Beratungsstelle die Bereitschaft der Betroffenen, bereits im Anfangsstadium einer Radikalisierung Hilfe anzunehmen. Unsere Beratungsstelle ist Teil des Netzwerks der Beratungsstelle Radikalisierung des BAMF und arbeitet bundesweit mit Büropräsenzen in Berlin und Bonn.

Die Beratungsstelle Leben ist ein mehrsprachiges, kultursensibles und präventives Beratungsangebot zum Themenkomplex Islamismus, speziell Salafismus und Jihadismus, Deradikalisierung und Reintegration mit dem Schwerpunkt einer systemischen Beratung für direkt wie indirekt betroffene Personen, wie z. B. die radikalisierte Person selbst, Familienangehörige und andere Personen, die direkt von einer islamistischen Radikalisierung im persönlichen Umfeld betroffen sind. Ziel der Beratung ist es, Straftaten präventiv zu verhindern, Radikalisierungsprozesse zu verlangsamen, aufzuhalten und im Idealfall umzukehren. Die Beratungsstelle bietet Ausstiegswilligen aus der radikalen Szene, einschließlich verurteilten Straftätern, eine persönliche Beratung und Begleitung an mit dem Ziel der Reintegration in die Gesellschaft. Bei juristischen und psychischen Problemen werden Betroffene und deren Familien bei Bedarf an entsprechende Netzwerkpartner vermittelt.

Als Schnittstelle zu staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen berät die Beratungsstelle beim Erkennen von und beim Umgang mit salafistischer oder jihadistischer Radikalisierung in unterschiedlichen Kontexten. Durch fortlaufende Fallevaluation findet ein Erkenntnistransfer zwischen Praxis und Wissenschaft statt. Die aus der praktischen Arbeit gewonnenen Erkenntnisse werden in Form von eigenständigen Fachbeiträgen veröffentlicht. Zudem nimmt die Beratungsstelle aktiv am wissenschaftlichen wie auch öffentlichen Fachdiskurs teil und entwickelt wissenschaftliche Konzepte zum Umgang mit islamistisch radikalisierten Personen und für die Deradikalisierungsarbeit.

Die Hallesche Jugendwerkstatt gGmbH mit ihren 350 Mitarbeitenden ist ein in Sachsen-Anhalt tätiger Jugendhilfeträger aus Halle mit Schwerpunkt auf Kitas, Horte sowie spezialisierte und zielgruppenspezifische Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien aus vulnerablen und marginalisierten Gruppen.

In ihrer Trägerschaft ist die seit 2017 aufgebaute Fach- und Beratungsstelle für Gewalt- und Radikalisierungsprävention SALAM Sachsen-Anhalt. Das multiprofessionelle, interkonfessionelle und mehrsprachige Team verfügt über regional- und islamwissenschaftlicher, soziologischer, kriminologischer sowie pädagogischer und sozialarbeiterischer Expertise. Die Kolleg*innen der Fachstelle stehen Fachkräften und anderen mit Fortbildungs-, Beratungs- und Clearingangeboten zur Verfügung. Sie helfen, besonders herausfordernde Konflikt- und Gewaltkonflikte im Bereich Schule, Jugendarbeit und Familie zu analysieren und zu bearbeiten, sowie jugendgefährdende extremistische Agitation, etwa im Internet, ebenso wie individuelle Radikalisierungsdynamiken bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu erkennen und unterstützen bei der Analyse und produktiven Bearbeitung eventueller Probleme. Der Fokus liegt auf religiös begründeten islamistischen Extremismusformen und Radikalisierungsprozessen sowie herkunftslandbezogenen Gewaltkonflikten.

Ein weiteres Angebot ist die Fachstelle Relex im Fachzentrum Radikalisierungsprävention in Vollzug und Straffälligenhilfe Sachsen-Anhalt (FRAP), die sich mit Fortbildungen und Beratungsangeboten mit ähnlichen inhaltlichen Schwerpunkten an Strukturen bzw. Bedienstete der Justiz wie Soziale Dienste, medizinisches und Vollzugspersonal wenden, aber auch an Mitarbeitende in der Freien Straffälligenhilfe.

Bei den Beratungsstellen bestehen teils Synergien zu anderen Projekten im Träger, die etwa auf Konflikt- und Gewaltpräventionsmaßnahmen an Schulen, Kurzzeitinterventionen in Familien zu Beginn jugendlicher Delinquenzphasen oder Diversionsangebote für jugendliche Straftäter im Sinne des JGG fokussieren.

Mit dem Modellprojekt #unserhayat wird zudem versucht, präventive Arbeit mit Jugendlichen mit Fluchthintergrund in benachteiligten städtischen Gebieten zu etablieren und zu stärken. Diese Gebiete sind oft geprägt von jugendlicher Gewaltkriminalität, Gewalterfahrungen und extremistischen Einflüssen. In Zusammenarbeit mit ausgewählten migrantischen und religiösen Selbstorganisationen sowie offenen Jugendeinrichtungen und Trägern wird das Ziel verfolgt, spezifische Angebote für schwer erreichbare Jugendliche mit Fluchthintergrund zu schaffen, die mit vielfachen Ausgrenzungserfahrungen und Problemen konfrontiert sind. Die Fachkräfte im Team haben selbst Flucht- oder andere Zuwanderungsbiographien.

Logo HennaMond e.V.

Der 2006 gegründete Verein HennaMond e. V.  hat es sich zum Ziel gemacht, Aufklärungsarbeit gegen Unterdrückung im Namen der Ehre zu leisten. Ziel sind ein gleichberechtigtes, gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben für alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, kultureller Herkunft, sexueller Orientierung und Religionszugehörigkeit. Dabei wird ein tolerantes und respektvolles, multikulturelles Zusammenleben unter Berücksichtigung demokratischer Werte unterstützt, damit Integration gelingen kann. Um dies zu erreichen, bietet der Verein neben Workshops und Fortbildungsseminaren für interessierte Erwachsene, insbesondere Lehrer*innen, Sozialpädagog*innen sowie Multiplikator*innen der Bildungsarbeit auch Beratung an und ist in der Projektarbeit tätig.

Logo IFAK e.V.

Die IFAK e. V. – Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe – Migrationsarbeit verfügt über eine 40 jährige Erfahrung im Bereich der professionellen interkulturellen Arbeit in den verschiedensten Arbeitsbereichen der Jugendhilfe sowie der Migrations- und Flüchtlingsarbeit. In der IFAK arbeiten Mitarbeitende in multikulturellen Teams, 2/3 der Mitarbeitenden haben selbst einen Migrationshintergrund und decken über 20 verschiedene Sprachen ab. Kindertagesstätten, Jugendzentren, offene Ganztagsschulen, Familienzentren und Integrationsagenturen gehören ebenso zu den Einrichtungen wie Bildungswerke und Seniorenbüros. Außerdem leisten die Mitarbeitenden erzieherische Hilfen, Streetwork und sind in der  Flüchtlingsarbeit tätig. Die Einrichtungen werden von Menschen aller Generationen und verschiedensten Herkunftskulturen – und Religionen genutzt. Im Bereich der Präventionsarbeit „religiöse Radikalisierung“ arbeitet die IFAK mit unterschiedlichen Arbeitsansätzen. Projekte in diesem Kontext sind das Beratungsnetzwerk Grenzgänger, Wegweiser Bochum und Herne sowie Wegweiser GelsenkirchenExPO  – Extremismusprävention online, re:vision und DeGeWa – demokratisch, gemeinsam, wachsen.

INSIDE OUT e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zivilgesellschaftlich für Kriminalprävention einsetzt. Der Name steht dafür, Bekanntes umzukehren und aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. INSIDE OUT bietet universale und selektive Präventionsangebote für Jugendliche ab 16 Jahren an und bildet Multiplikator*innen fort. Dabei stehen Radikalisierungs- und Extremismusprävention im Mittelpunkt. Die drei Aspekte Bildung, Forschung und Kunst stellen die Grundlage der Arbeit von INSIDE OUT dar. INSIDE OUT entwickelt Programme (Vorträge, Trainings, Workshops, Konzepte) für Jugendliche, Erwachsene und Bildungseinrichtungen, um sie im Umgang mit Rechtsextremismus, linker Militanz und religiös begründetem Extremismus sowie allgemein mit allen Formen von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) zu stärken. In diesem Kontext bietet INSIDE OUT bundesweit Seminare für Pädagog*innen und Workshops an Schulen an. Um das nachhaltig und ganzheitlich zu leisten, verbindet INSIDE OUT Praxis und Forschung und setzt auf künstlerische Methoden, die Perspektivwechsel anregen.

Logo des IZRD e. V.

Das IZRD wurde im Juli 2022 von engagierten Personen aus den Bereichen der zivilgesellschaftlichen Radikalisierungsprävention, politischen Bildung, Sicherheitsbehörden, Wissenschaft und Wirtschaft als gemeinnütziger Verein gegründet. Schwerpunktbereiche der Arbeit des IZRD sind die Prävention von religiös begründetem Extremismus, von transnationalen Extremismusformen u. a. türkischen Ultranationalismus, Verschwörungserzählungen und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. In diesen Arbeitsbereichen setzen die Kolleg*innen seit 2023 innovative Projekte um, die u. a. Angebote für Beratung, Fort- und Weiterbildungen umfassen. Zu den Projekten zählen derzeit u. a. die Beratungsstelle für Betroffene von Verschwörungserzählungen veritas, die Erstellung eines umfangreichen Methodenlehrbuches für die Umfeld-, Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit im Themenfeld des religiös begründeten Extremismus, sowie ein modularer Fortbildungskurs zu Kindeswohl(gefährdungen) im Kontext von antidemokratischen Weltanschauungen.

Die Jugendstiftung Baden-Württemberg ist im Trägerverbund Demokratiezentrum Baden-Württemberg, der landesweit Angebote der Extremismusprävention und Menschenrechtsbildung. Aufgabe der Jugendstiftung ist es, im Bereich der Jugendbildung zukunftsweisende Wege aufzuzeigen, vor Ort zu erproben und Ideen und Vorhaben junger Menschen zu begleiten und zu unterstützen.

Schwerpunkt der Fachstelle PREvent!on ist die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen im Themenfeld „Religiös begründeter Extremismus“. Hier ist es ausschlaggebend, frühzeitig die Anzeichen dafür zu erkennen, wenn Personen das demokratische Wertesystem verlassen und sich verstärkt auf einfache Richtig-Falsch-Zuordnungen stützen. Individuelle Erfahrungen und persönliche Lebensumstände können zusätzlich die eigene Haltung beeinflussen und möglicherweise eine Hinwendung zu extremistischen Ideologien begünstigen. Das gilt insbesondere dann, wenn alternative Bewältigungsmechanismen sowie ein stabiles soziales Umfeld fehlen.

Die Fachstelle bietet Projekte, Vorträge bzw. Seminare zur Sensibilisierung und thematischen Einführung in den religiös begründeten Extremismus sowie Workshops zum Verhältnis Demokratie und Religion, Menschenrechte und Bewältigungsstrategien. Sie qualifiziert und berät im Themenfeld und unterstützt bei der Prävention vor Ort. Angebote der Fachstelle:

  • Projekte, Vorträge und Seminare zur Sensibilisierung und thematischen Einführung ins Themenfeld „Religiös begründeter Extremismus“.
  • Workshops zum Verhältnis von Demokratie und Religion sowie zu Menschenrechten und Bewältigungsstrategien.
  • Beratung und Unterstützung bei der Prävention vor Ort, innerhalb der Community oder bei kommunaler und regionaler Vernetzung.

Die Fachstelle PREvent!on bietet Qualifizierungsmodule an, in denen die Teilnehmenden ihre Kenntnisse über unterschiedliche extremistische Akteur*innen sowie deren Zielsetzungen, Kommunikationsstrategien, Narrative und Deutungsmechanismen, erweitern. Die Fortbildungen vermitteln außerdem Fachwissen in den Themenfeldern Islam, Neo-Salafismus, Radikalisierung und Prävention. Die Qualifizierung befähigt auch zur Mitarbeit im Handlungsfeld, beispielsweise durch Beratung oder in der Umsetzung von Workshops.

Logo KIgA e.V.

KIgA e. V. entwickelt innovative Konzepte für die pädagogische Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft. Auch zu Themen wie antimuslimischer Rassismus oder Extremismus werden modellhafte und lebensweltlich orientierte pädagogische Ansätze und Materialien für die politische Bildung erarbeitet. Für die Arbeit an Schulen, aber auch in Jugendfreizeiteinrichtungen und anderen Orten der politischen Bildung bilden Mitarbeitende der KIgA junge Menschen fort, die den Ansatz des Peer-to-Peer-Lernens umsetzen und sich mit ihre eigene Erfahrungen und ihrer Geschichte in die Workshops einbringen. Neben Workshops für Schüler*innen bietet die KIgA auch Fortbildungen zum Nahostkonflikt und andere Themen für Multiplikator*innen und Neu- und Weiterentwicklung von pädagogischen Materialien.

Logo Fachstelle Extremismusdistanzierung

Die Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit / Streetwork Baden-Württemberg e. V. (LAG) ist seit 1986 der Fachverband für Mobile Jugendarbeit/Streetwork in Baden-Württemberg.

Die Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) ist Bestandteil des Demokratiezentrums Baden-Württemberg. Sie ist bei der Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit / Streetwork Baden-Württemberg e. V. angesiedelt und entwickelt präventive Ansätze im Feld des politischen und religiös motivierten Extremismus. Die Kolleg*innen arbeiten phänomenübergreifend und alltagseingelagert und vermitteln Methoden, um präventiv und vor Ort wirken zu können. Dazu bietet das Team der FEX Vorträge, Workshops und Schulungen in unterschiedlichen Themen- und Phänomenbereichen an. Diese zielen, basierend auf dem Dreiklang Erkennen-Deuten-Handeln, auf die Stärkung der Handlungsfähigkeit im Umgang mit sich radikalisierenden jungen Menschen und richten sich insbesondere an (sozial)pädagogische Fachkräfte und ehrenamtlich Tätige aus der Verbandslandschaft.

Logo LeO e.V.

LeO e. V. verfügt über eine langjährige (2012) ausgewiesene Expertise in der Beratung, Begleitung und dem Empowerment von Kindern, Jugendlichen und Familien. In diesem Kontext bietet der Träger mannigfaltige Dienstleistungen im Sinne der Kinder- und Jugendhilfe an. Dazu zählen unter anderem soziale Gruppenarbeit, intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung, stabilisierende Familienhilfe, Erziehungsberatung, Erziehungsbeistand, Betreuungshilfe, Flüchtlingshilfe und Hilfe für junge Volljährige inklusive nachgehender Hilfe. Eine Notschlafstelle für obdachlose junge Menschen ist ein weiteres Angebot des Trägers. Stadtteilsozialarbeit in Quartieren mit besonderen Bedarfen und Herausforderungen ist eine der weiteren Tätigkeiten. Der Träger fokussiert seine Arbeit insbesondere auf Familien mit Migrationsgeschichte und verfügt über etablierte Zugänge zu den Familien.

Logo des Trägers Mosaik Deutschland e. V.

Mosaik Deutschland e. V. ist ein zivilgesellschaftlicher Träger der politischen Bildungsarbeit. Im Jahr 2013 gegründet, wird er seitdem getragen von Praktiker*innen der politischen Bildungsarbeit unterschiedlichster professioneller sowie biographischer Hintergründe. Hauptsitz von Mosaik Deutschland ist in Heidelberg. Der Träger entwickelte sich seit 2013 zu einem kommunal, regional sowie bundesweit gut vernetzten Akteur. Schwerpunkte der Arbeit bilden seit Beginn jedoch die kommunal ausgerichteten Modellvorhaben in Heidelberg in den Bereichen Bildung, Beratung und Netzwerke zu folgenden Themen:

  • Merkmalsübergreifende Antidiskriminierungsarbeit
  • Prävention von politisch motivierter Hasskriminalität und Extremismus
  • Demokratieförderung
  • Stärkung und Vernetzung von Akteur*innen/Expert*innen/Multiplikator*innen in diesen Themenbereichen durch Netzwerkarbeit sowie die Vergabe von Fördermitteln

Die pädagogischen Angebote richten sich an Fachkräfte von Schulen und Kindertageseinrichtungen, Multiplikator*innen der Jugendarbeit und an Schüler*innen bzw. Jugendliche. Das Team von Mosaik Deutschland vermittelt Wissen, Sensibilisierung und Handlungskompetenz rund um die Themen Prävention, Populismus, Radikalisierung und Hassgewalt.

Multikulturelles Forum e.V. Logo

Der Verein Multikulturelles Forum e. V. (MkF) wurde 1985 gegründet und ist eine Migrant*innenorganisation. MkF setzt sich auf verschiedenen Ebenen für Teilhabe, Chancengleichheit und Partizipation ein. Die Schwerpunkte der Arbeit bilden die Bereiche Arbeit und Qualifizierung, Weiterbildungen, Beratung sowie Gesellschaft und Prävention. 

Das Forum unterhält eine Hauptstelle in Lünen-Mitte sowie Zweigstellen in Lünen, Bergkamen, Hamm, Düsseldorf, Köln und Dortmund. Thematisch gliedert sich die Arbeit in fünf Säulen: die Bereiche Arbeit/Ausbildung, Soziales, Beratung, Kulturarbeit und Weiterbildung. Das Angebotsspektrum des MkF ist sehr breit gefächert und ist auf gesamtgesellschaftliche Wirkung und Einbeziehung ausgerichtet. Am Standort Dortmund ist das MkF Träger einer der Beratungsstellen Wegweiser – stark ohne islamistischen Extremismus, die vor Ort Präventionsarbeit gegen gewaltbereiten Salafismus/Islamismus leistet und ein Beratungs- und Hilfsangebot für gefährdete Jugendliche und junge Erwachsene darstellt.

Ein weiteres Projekt des MfK ist Young Insan – Vorbilder der Menschlichkeit, dessen Leitbild es ist, junge Erwachsene gegen rechtsextreme und ultransationalistische (Graue Wölfe/Ülkücü -Bewegung) Haltungen in der Migrationsgesellschaft zu sensibilisieren und eine selbstbestimmte demokratische Haltung frei von Feindbildern zu den Gegenwartsfragen des Zusammenlebens zu entwickeln. Hierzu sollen Jugendlichen im Alter von 18-27 Jahren Workshops angeboten werden, die in Peer-Education (durch Zertifizierung) münden. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass die Thematisierung des türkischen Ultranationalismus zu Stigmata führen kann, insbesondere von türkeistämmigen Jugendlichen. Daher ist ein sensibler und inkludierender Zugang zu den Jugendlichen obilgat.

Logo RAA e.V.

Die RAA Berlin entwickelt und trägt Partizipationsprojekte in unterschiedlichen Communities sowie in Schule und Schulumfeld. Seit 1995 begleitet sie Schulentwicklungsprozesse, berät Kita- und Schulpersonal sowie Eltern, erstellt Materialien und führt Fortbildungen durch. Die Programme der RAA Berlin fördern die gleichberechtigte Teilhabe von sozial benachteiligten Gruppen und befähigt diese, Lösungsansätze für sie betreffende gesellschaftliche Herausforderungen zu konzipieren und umzusetzen. Zu den Partnern gehören externe Fachleute, die ihre Expertise einbringen, sowie Ratsuchende aus Schule und Jugendhilfe, Familie, Nachbarschaft, Politik und Verwaltung, die sie bei der Problemklärung und -lösung unterstützt.

Bei der Bekämpfung von Benachteiligung und Diskriminierung verfolgt die RAA Berlin zwei Strategien: Die Stärkung der benachteiligten Gruppe als Entwicklungsprozess (und Empowerment) und die maßgebliche Beteiligung an der Bekämpfung von Vorurteilen und gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit von Angehörigen der benachteiligten Minderheit.

Seit 2010 hat sich die RAA Berlin eine besondere Expertise im Themenfeld muslimische Jugendarbeit und gesellschaftliche Partizipation von Moscheen erarbeitet und mehrere Projekte im Themenfeld erfolgreich umgesetzt. Im Projekt kiez-einander begleitet und unterstützt die RAA Berlin Moscheegemeinden beim Aufbau sozialräumlicher Vernetzungen und beim Aufbau von Ressourcen für ein größeres und nachhaltigeres sozialräumliches Engagement.

Logo RAMSA e.V.

Der Rat muslimischer Studierender & Akademiker e.V. (RAMSA) bringt Studierende an 35 Standorten und Akademiker im gesamten Bundesgebiet zusammen. RAMSA bündelt die in den lokalen Hochschulvereinigungen gebildeten Netzwerke, Multiplikator*innen, Studierende, Berufstätige und Akademiker*innen, mit dem Ziel, sie zu qualifizieren und in ihrem Engagement in unserer Gesellschaft zu stärken.

Das Projekt Zukunft bilden (2016-2019) zielte darauf ab, das Engagement muslimischer Studierender und Akademiker*innen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF), Diskriminierung und Rassismen zu stärken. 2020 rief RAMSA gemeinsam mit mit Gegen Vergessen für Demokratie e. V. das Kooperationsprojekt #BeInterNett ist Leben, das von jugendschutz.net unterstützt wird. Das Projekt befähigt junge Muslim*innen sich aktiv für ein respektvolles und demokratisches Miteinander in den sozialen Medien einzusetzen und konkrete Maßnahmen zu ergreifen, die geeignet sind, Hate Speech, Diskriminierung, Demokratiefeindlichkeit und Gewalt im Internet entgegenzutreten und andere zu ermuntern, sich anzuschließen.

RE/init e. V. wurde 1997 gegründet, um Menschen in besonderen Lebenslagen zu unterstützen. In den Projekten und Maßnahmen holen die Kolleg*innen die Teilnehmenden da ab, wo sie gerade stehen. Ihr grundsätzliches Interesse ist es, das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden zu stärken und sie zu befähigen, ihre Probleme selbst zu lösen. RE/init nimmt ihre Anliegen und Sorgen ernst und unterstützt jeden Menschen individuell und bedarfsgerecht. Durch neu erworbene Sozial- und Handlungskompetenzen werden die Teilnehmenden mit dem Ziel aktiviert und stabilisiert, um am Arbeits- und Ausbildungsmarkt teilzunehmen und beruflich integriert zu werden. Zentrale Werte wie Gleichberechtigung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie grundsätzlicher Respekt gegenüber den Mitmenschen, prägen die Arbeit von RE/init. Um die Ziele zu erreichen, arbeitet RE/init in der Emscher-Lippe Region mit insgesamt über 140 Mitarbeitenden und kooperiert mit regionalen Akteuren, Betrieben sowie bundesweiten Partnern (Ministerien, Instituten, Institutionen, Verbänden etc.). Darüber hinaus engagiert sich RE/init aktiv in verschiedenen Arbeitskreisen und Arbeitsgemeinschaften sowie an Runden Tischen.

Zu dem Angebot von RE/init gehören mit WEGWEISER im Vest – stark ohne islamistischen Extremismus zwei Beratungsstellen in Bottrop und Recklinghausen. Ziel des Projekts ist es mögliche Radikalisierungsprozesse bei jungen Menschen zu verhindern. Dazu steht insbesondere die individuelle Beratung von Angehörigen, Freund*innen sowie Lehrpersonen aus Schule und Sport im Fokus. Über Gespräche und Bildungsangebote rund um das Thema Islamismus kann es gelingen, betroffene Jugendliche frühzeitig zu erreichen und ihr soziales Netzwerk bei einer ganzheitlichen Lösungssuche mit einzubeziehen.

Der gemeinnützige Verein RUHRWERKSTATT Kultur-Arbeit im Revier e. V. ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig und setzt sich seit 1977 dafür ein, dass jeder Mensch gleichermaßen eine Chance zur persönlichen, beruflichen und kulturellen Entfaltung und sozialen Teilhabe erhält. Das Ziel der Arbeit ist die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen in Oberhausen und Umgebung. Die Kolleg*innen fühlen sich in besonderer Weise den Menschen verpflichtet, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden und Unterstützung benötigen.

Die RUHRWERKSTATT ist eine Einrichtung sozialer und kultureller Dienstleistungen, die pädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche, Kultur- und Bildungsangebote für Erwachsene, sowie Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für (Langzeit-)Arbeitslose anbietet. Das Team der RUHRWERKSTATT hilft engagiert, unterstützt nachhaltig und fördert aktiv Menschen in allen Bereichen ihrer Arbeits- und Lebenswelt.

Wegweiser – stark ohne islamistischen Extremismus ist ein Präventionsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, bei dem örtliche Träger mittels Berater*innen mit lokalen Netzwerkpartnern zusammenarbeiten. Eine dieser örtlichen Wegweiser Beratungsstellen ist unter dem Dach des Vereins RUHRWERKSTATT Kultur-Arbeit im Revier e. V. untergebracht.  Die Wegweiserstellen wollen den Einstieg junger Menschen in den Islamismus verhindern. Die Kolleg*innen respektieren religiöse Überzeugungen, aber nicht den Missbrauch der Religion für Extremismus und Gewalt.

2016 wurde der Sozialdienst muslimischer Frauen e. V. (SmF) als muslimische Wohlfahrtsorganisation von in Deutschland lebenden muslimischen Frauen gegründet. In Zusammenarbeit mit 15 Mitgliedsvereinen deutschlandweit verfolgt der SmF-Bundesverband das Ziel, die soziale, politische und gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern und bekämpft jegliche Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Ungeachtet der religiösen, ethnischen, kulturellen und weltanschaulichen Zugehörigkeit richten sich die Dienstleistungen an alle Menschen.

Das Projekt Frauen stärken Frauen – gegen Radikalisierung bietet jungen Frauen muslimischen Glaubens einen Raum zum freien Meinungsaustausch und gegenseitiger Stärkung. Gleichzeitig werden die Eltern in Väter- und Müttergruppen einbezogen und damit ein ganzheitlicher Ansatz zur Stärkung der Familien an sich umgesetzt. Gefördert wird das Projekt von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und Antirassismusbeauftragten.

Die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft (stjg) fördert seit 1950 unter dem Motto „Vielfalt aus gutem Grund“ die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu erwachsenen Persönlichkeiten. Mit über 800 Mitarbeitenden sind die Kolleg*innen im ganzen Stuttgarter Stadtgebiet für Kinder, Jugendliche und Familien aktiv. Die stjg ist Träger von 41 Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, fünf Kindertagesstätten, sieben Stadtteil- und Familienzentren sowie Personalträger von 22 Jugendfarmen und Abenteuerspielplätzen. Neben Schulsozialarbeit, Projekten im Übergang von der Schule in den Beruf sowie teil- und vollgebundenen Ganztagesschulen, realisiert sie vielfältige Projekte, um auf aktuelle gesellschaftliche Anlässe reagieren zu können. In den Projekten ist die Zielsetzung durch eine überwiegend frühpräventive universelle Präventionsarbeit geprägt. Kinder und Jugendliche werden durch verschiedene pädagogische Angebote dabei unterstützt ihren Platz in der Gesellschaft zu finden und diesen mitzugestalten. Die Angebote beziehen neben erlebnispädagogischen unter anderem auch kunst- und theaterpädagogische sowie medienpädagogische Ansätze mit ein, um Demokratiebildung zu fördern.

Eines dieser Angebote ist das Projekt Zukunftswelten, das auf veränderte Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und auch Eltern auf verschiedenen Ebenen eingehen möchte. Soziale Medien haben einen wesentlichen Einfluss auf das Denken und Handeln von Menschen und entscheidende Auswirkungen auf ihre Lebenswelten. Deshalb entwickelt das Projekt Zukunftswelten Programme und Angebote im Bereich der Medienbildung. Dadurch werden junge Menschen und ihre Familien begleitet und digitales Empowerment gefördert.

Logo Türkische Gemeinde in Deutschland e. V.

Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) setzt sich für die Interessen und die gesellschaftliche Teilhabe von Migrant*innen ein. Mit dem Präventionsnetzwerk gegen religiös begründeten Extremismus war sie Initiatorin eines professionelle, bundesweit agierende Netzwerks gegen religiös begründeten Extremismus unter Muslim*innen und gesellschaftliche Polarisierung. Ziel war und ist es, islamische Organisationen als Träger der Präventionsarbeit zu stärken und damit die Auseinandersetzung mit Radikalisierung und Menschenfeindlichkeit um entscheidende Perspektiven und zielgruppenorientierte Beratungsangebote zu bereichern.Das Engagement des Netzwerks erfolgte unter Berücksichtigung der vielfältigen Gemeindestrukturen und muslimischen Lebensrealitäten in Deutschland. Zudem hatte die TGD in Kooperation mit der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGS-H) mit dem Projekt EMEL die europaweit erste rein internet basierte Online-Beratung zu religiös begründetem Extremismus konzipiert und aufgebaut.

Logo der TGSH

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V. (TGS-H) ist ein ehrenamtlich geleiteter, landesweiter, gemeinnütziger Verein. Die TGS-H setzt sich für die Interessen der Menschen mit Migrationshintergrund ein und versucht die Integration, gesellschaftliche Teilhabe und Kompetenzstärkung der Menschen voranzutreiben. Sie ist Trägerin von diversen Arbeitsmarkt- und Sozialprojekten.
Seit 2015 ist das Projekt PROvention als Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus aktiv. Neben der Beratung liegt der Fokus auf Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte, Sozialraumakteure, Polizei und Justiz sowie auf Workshops für Multiplikator*innen für Schüler*innen und Jugendliche. Thematisch werden dabei schwerpunktmäßig die Inhalte Islam, Antimuslimischer Rassismus, Radikalisierung, Fake News, Social Media, Diskriminierung und interkulturelle Kompetenz aufgegriffen. Fachtagungen zu aktuell relevanten Themen und Facharbeitskreise zum regionalen Austausch sind weitere wichtige Bestandteile der Projektarbeit.
Das Projekt Kick-off betreibt Prävention und Beratung im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe in Schleswig-Holstein. Ziele sind es, gefährdete Personen gegen extremistisches Gedankengut zu stärken und präventive Maßnahmen wie Gesprächsgruppen und Beratung für Gefangene sowie Fortbildungen für Justizbedienstete anzubieten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Begleitung von Distanzierungsprozessen von radikalisierten Personen. Weiterhin veröffentlicht Kick-Off Fachartikel und kann für Fachvorträge angefragt werden.
Die Fach- und Informationsstelle diyalog ist eine landesweit tätige Anlaufstelle, die Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit zum Thema „türkischer Ultranationalismus in der Einwanderungsgesellschaft“ leistet. Angeboten werden interaktive Fortbildungen, Workshops, Vorträge und Informationsmaterialien.

Logo ufuq.de

ufuq.de ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und arbeitet bundesweit an der Schnittstelle von pädagogischer Praxis und Wissenschaft im Themenfeld Islam, antimuslimischer Rassismus und Islamismus. Der Verein entwickelt Ansätze zum pädagogischen Umgang mit gesellschaftlicher Diversität sowie zur Prävention von Polarisierungen in der Migrationsgesellschaft. Ein Schwerpunkt in der Arbeit mit Jugendlichen liegt auf der Förderung von Kompetenzen im Umgang mit Fragen zu Religion, Identität und Zugehörigkeit. Mit Beratungen und Fortbildungen wendet sich der Verein an Multiplikator*innen in Schule, Jugendarbeit und kommunalen Verwaltungen und entwickelt Arbeitshilfen und Lernmaterialien für Unterricht und Bildungsarbeit on- und offline. ufuq.de ist Teil des Kompetenznetzwerkes „Islamistischer Extremismus“ (KN:IX), beteiligt sich an Forschungsprojekten und fördert den Wissenschafts-Praxis-Transfer im Themenfeld.

Logo von VAJA e.V.

Der Verein zur Förderung akzeptierender Jugendarbeit (VAJA e. V.) hat sich seit 1992 zum größten Träger für Streetwork und aufsuchende Jugendarbeit in Bremen entwickelt. Durch einen akzeptierenden und lebensweltorientierten Ansatz werden junge Menschen aus unterschiedlichen Milieus, Szenen und Cliquen erreicht. Neben sieben Teams in diesem Arbeitsbereich ergänzen Beratungsstellen das Angebot von VAJA e. V.

Die Fach- und Beratungsstelle ADERO (bis 2021 kitab) richtet sich an Eltern und Angehörige von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich religiös-extremistischen Strömungen zuwenden und an die Betroffenen selbst. Die Beratung folgt dem systemischen Ansatz, erfolgt vertraulich, anonym und ist langfristig angelegt. Ebenso ist die Fach- und Beratungsstelle ADERO eine Anlaufstelle für pädagogische Fachkräfte und Institutionen zu Fragestellungen im Umgang mit den Facetten eines religiös begründeten Extremismus bei jungen Menschen.  Die Beratung kann in deutscher, englischer, türkischer oder arabischer Sprache Angeboten werden.

Logo Vereinigung Pestalozzi gGmbH

Die Vereinigung Pestalozzi gGmbH unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Hamburg dabei, eigene Stärken und Perspektiven zu entwickeln. Hilfesuchende Menschen mit ihrer persönlichen Geschichte, ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Weiterhin werden Familien, Kinder und Jugendliche, die in Not sind, unterstützt. Seelisch belasteten Menschen wird dabei geholfen, in die Gesellschaft, die Familie und das Berufsleben zurückzufinden.

Die Beratungsstelle Legato widmet sich unter anderem der systemischen Ausstiegsberatung. Die Vereinigung Pestalozzi arbeitet frei von religiösen und weltanschaulichen Bekenntnissen. Das Team besteht aus professionell handelnden Menschen unterschiedlicher Berufe und Kulturen. Alle teilen die Überzeugung, dass Wertschätzung, Respekt und Toleranz die Säulen der eigenen Arbeit sind.

Logo VPN e.V.

Violence Prevention Network gGmbH ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die seit zwei Jahrzehnten mit Erfolg in der Extremismusprävention sowie der Deradikalisierung und Distanzierungsbegleitung tätig ist. Durch die Arbeit mit rechtsextremistisch und islamistisch gefährdeten sowie radikalisierten Menschen hat sich das Team von Violence Prevention Network über die Jahre eine international anerkannte Expertise im Bereich der Arbeit mit ideologisch motivierten Straftäter*innen erworben.

Das Ziel von Violence Prevention Network ist es, dass ideologisch gefährdete Menschen und extremistisch motivierte Gewalttäter*innen durch Deradikalisierungsarbeit ihr Verhalten ändern, ein eigenverantwortliches Leben führen und (wieder) Teil des demokratischen Gemeinwesens werden, um so Extremismus jeder Art vorzubeugen. Die gemeinnützige Organisation, mit Hauptsitz in Berlin, stellt Instrumente und Ressourcen zur Verfügung, damit radikalisierte Menschen ihre bisherigen Verhaltensmuster reflektieren und überwinden können. Sie sollen befähigt werden, ein Leben zu führen, in dessen Verlauf sie weder sich selbst noch andere schädigen. Zudem werden Angehörige und Fachkräfte im konstruktiven, präventionsfördernden Umgang mit radikalisierten Personen unterstützt und fortgebildet.

Über 150 Mitarbeitenden sind in acht Bundesländern sowie im europäischen Ausland für Violence Prevention Network tätig und decken sämtliche Facetten der Extremismusprävention und Deradikalisierung in den Phänomenbereichen Rechtsextremismus und Islamismus ab. Neben den klassischen Ansätzen der Radikalisierungsprävention und Deradikalisierung setzt die NGO seit 2016 auch Projekte im Online-/Social Media-Bereich um. Violence Prevention Network ist sowohl in der Primär- und Sekundär- als auch in der Tertiärprävention tätig.

Logo ZMD e.V.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland e. V. ist eine multi-ethnische Religionsgemeinschaft mit derzeit 35 muslimischen Dachorganisationen und Institutionen. Das Projekt Safer Spaces (Projektende 2019) setzte sich präventiv gegen religiös begründeten Extremismus ein und band Jugendliche und Eltern dabei aktiv in die Arbeit ein. Über Partizipation und die Ethik der Religion wollte das Programm den Jugendlichen zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen, indem sie weder ihren Glauben verleugnen, noch ihr Handeln im Gegensatz unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung begreifen müssen. Den Jugendlichen wurden so Perspektiven eröffnet und ihnen durch praktische Bestandteile wie Bildung, Arbeit und gesellschaftliche Selbstverwirklichung, das Gefühl vermittelt, dass sie wichtig für unser Land sind und aktiv zum Gemeinwohl beitragen können. Hierbei waren die wichtigsten Ziele für den ZMD folgende:

  • Dass Jugendliche ihre Fragen und Anliegen in den Moscheegemeinden – und nicht „auf der Straße“ – diskutieren und klären. Dieses Ziel wird durch jugendgerechte islamische Vorträge durch anerkannte Referenten erreicht.
  • Dass Jugendliche die praktische Attraktivität der demokratischen Gesellschaft anschaulich erfahren. Das Leben in einer Demokratie hat Vorteile, die vielen Jugendlichen mit internationalen Wurzeln nicht ganz bewusst sind.

Unsere Mitgliedsorganisationen erkennen Sie an diesem Zeichen

BAG RelEx - Stempel unserer Mitglieder & Beratungsstellen für Radikalisierung

Internationale Kooperationspartnerschaften

Neben der Vernetzung innerhalb der deutschen Präventionslandschaft strebt die BAG RelEx den internationalen Austausch und eine damit einhergehende Vernetzung an. In diesem Kontext besteht die Möglichkeit einer internationalen Kooperationspartnerschaft mit Organisationen, die nicht in Deutschland tätig sind.

Wegweiser Ostbelgien

Der Wegweiser Ostbelgien ist ein Programm zur Vorbeugung von gewaltsamem Radikalismus. Es soll dem Einstieg von vorwiegend jungen Menschen in den gewaltbereiten Radikalismus vorbeugen und sich um diejenigen kümmern, die bereits in Kontakt zu problematischen Milieus gekommen sind. Durch die Sensibilisierung von Akteuren der ersten Linie sollen Radikalisierungsprozesse insgesamt besser sichtbar gemacht und die Antwort hierauf möglichst optimiert werden.

Die Einrichtung einer Wegweiser-Anlaufstelle in Ostbelgien reiht sich in die Maßnahmen der Strategie zur Vorbeugung von gewaltsamem Radikalismus in der Deutschsprachigen Gemeinschaft ein. Sie beruht auf einem Kooperationsabkommen zwischen der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Aachen.

Verantwortlich für die Anlaufstelle, die sich inhaltlich am nordrhein-westfälischen Wegweiser-Programm orientiert und dennoch autonom betrieben wird, ist die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Die Anlaufstelle wurde beim Dienst Kaleido Ostbelgien angesiedelt und im Laufe des Monats April 2017 eröffnet.

Beratung zum Thema Radikalisierung finden – Wir unterstützen Sie!

Sie wollen mehr über die Arbeit unserer Mitgliedsorganisationen erfahren? Sie haben die Sorge, dass sich eine Person aus Ihrer Familie oder dem weiteren Umfeld radikalisieren könnte? Setzen Sie sich gerne mit uns in Kontakt, wir helfen Ihnen bei der Suche nach einer Beratungsstelle zum Thema Radikalisierung.