Tausende gemeinnützige Organisationen leisten täglich wichtige Arbeit – zum Beispiel bei der Hilfe für Betroffene von Hass und Gewalt, der Bildungsarbeit für Kinder, der Förderung freiwilligen Engagements oder mit Initiativen für eine solidarische, offene Gesellschaft. Was wir tun, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Bundesregierung diskutiert aktuell Einsparungen, die die Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisation existenziell bedrohen würden.

Zivilgesellschaftliche Organisationen sind mit ihrem vielfältigen Engagement das Rückgrat der Demokratie!

Gemeinsam mit über 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen setzen wir uns im Rahmen des Bündnisses #GeradeJetztFürAlle für die Stärkung der Zivilgesellschaft in Deutschland und gegen den geplanten Sparkurs ein. Unterstützen Sie jetzt die Petition und werden Sie Teil des Bündnisses!

 

Wie die Identitäre Bewegung und Generation Islam ihre Gegner*innen beschreiben und was wir daraus über sie erfahren

Der Artikel von Charlotte Leikert (BAG RelEx) erschien erstmals im Rahmen des KN:IX Report 2023.

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Weichenstellungen für Demokratieförderung und Extremismusprävention

Der Artikel von Rüdiger José Hamm (BAG RelEx) erschien erstmals im Rahmen des KN:IX Report 2023.

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Neben Twitter und Bluesky, sind wir nun auch auf Linkedin vertreten.

In einem Netzwerk, in dem in Deutschland 14 Mio. aktive Nutzer*innen angemeldet sind, wollen wir als BAG RelEx zukünftig auch hier die Vernetzung von zivilgesellschaftlichen Akteuren, innerhalb des Themenfeldes religiös begründeter Extremismus fördern und aktiv mitgestalten.

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Wie haben islamistische Gruppen wie IS und Al-Qaida auf den Anschlag der Hamas am 07. Oktober 2023 reagiert? Welche Rolle spielt der israelisch-palästinensische Konflikt in ihrer Ideologie und wie instrumentalisieren sie das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung? Diesen Fragen widmen wir uns in Folge #22 von KN:IX talks. (mehr …)

Am 10. November 2023 haben die anwesenden Vertreter*innen unserer Mitgliedsorganisationen einen neuen Vorstand gewählt. Hier stellen wir die Mitglieder des Vorstands vor.

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Im Rahmen unseres digitalen Fachgespräches am 29. November 2023 haben wir uns mit dem Thema Community-Building und Reichweite auf Social Media befasst und uns angeschaut, welchen Nutzen Radikalisierungsprävention daraus ziehen kann.

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Für das Publikationsformat Impuls sucht KN:IX ein*e Autor*in mit Expertise zum Thema „Christfluencer*innen im Graubereich fundamentalistischen Christentums“ für das Verfassen eines Fachartikels (25.000 Zeichen, ca. 5-10 Seiten). Die Bewerbungsfrist ist der 18. Februar 2024.

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Was für ein Jahr – das zweite Jahr, in dem uns der Krieg in der Ukraine beschäftigt, nicht zu schweigen von den schrecklichen Anschlägen der Hamas am 7. Oktober, das Leid der Opfer und Angehörigen in Israel und der Zivilbevölkerung im Gazastreifen, die Auswirkungen hier in Deutschland oder die Nachwehen der Pandemie oder die lange Unsicherheit bezüglich des Finanzhaushalts – um nur einiges zu nennen. All das ist spürbar für uns alle und beschäftigt auch unsere Kolleg*innen der Mitgliedsorganisationen in ihrer täglichen Arbeit.

Bei all den Herausforderungen hilft es aktuell auch nicht, dass die Förderung 2024 bei vielen Projekten noch nicht gesichert ist. Prävention und Demokratieförderung müssen auf sichere Beine gestellt werden! Als Dachorganisation setzen uns seit vielen Jahren für eine nachhaltige und verlässliche Finanzierung ein und appellieren an die Bundesregierung, den Projekten jetzt eine Sicherheit für 2024 zu geben! Aus diesem Grund haben wir uns der Pressemitteilung und dem offenen Brief angeschlossen.

Bevor wir mit Ihnen gemeinsam auf unser Jahr 2023 zurückblicken, direkt zu Anfang ein kleiner Ausblick: Tragen Sie sich den 14.+15. Mai 2024 in Ihre Kalender ein! An diesen Tagen richten wir unseren Fachtag „Der Nahostkonflikt als Katalysator. Antisemitismus, Rassismus und Radikalisierung in Deutschland“ in Frankfurt am Main aus.

Wir wünschen Ihnen viel Energie in dieser herausfordernden Zeit und trotz oder gerade wegen aller aktuellen Herausforderungen einen möglichst friedlichen Jahreswechsel! Allen, die die Feste begehen, weiterhin ein schönes Chanukka und eine entspannte (Vor)Weihnachtszeit.

 

Ein Blick zurück

Wir freuen uns, dass wir als BAG RelEx auch 2023 erneut gewachsen sind: Das Interdisziplinäre Zentrum für Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung e. V. (IZRD) und der Sozialdienst muslimischer Frauen e. V. (SmF) sind seit Frühling 2023 Teil der BAG RelEx.

Im November 2023 hatten wir Vorstandswahlen und begrüßen unseren Vorstand mit neuen und alten Gesichtern: Derviş Hızarcı (KIgA e. V.), Friederike Müller (IFAK e. V.), Silke Baer (cultures interactive e. V.), Dženeta Isaković (Mosaik Deutschland e. V.), Karin Meißner (FITT gGmbH). An dieser Stelle möchten wir uns bei den vorherigen Mitgliedern des Vorstands bedanken: danke euch für euer Engagement und eure Initiative für die BAG RelEx!

Den Fragen, ob Radikalisierung angesichts multipler gesellschaftlicher Krisen als Bewältigungsstrategie diskutiert werden kann und wie Prävention dem auf individueller und struktureller Ebene begegnet und begegnen kann, haben wir uns beim Fachtag und in der Ligante#6 gewidmet. Die Aufzeichnungen des Fachtags finden Sie in unserer Mediathek und auf unserem YouTube Kanal.

Über strukturelle Faktoren und ihre Auswirkungen auf Radikalisierungsprozesse haben wir auch bei unserem Politik- und Pressegespräch diskutiert. Auf dem Panel saßen neben Martina Renner (MdB, die LINKE) auch Maarten van de Donk (RadarAdvies, Niederlande) und Rüdiger José Hamm (BAG RelEx). Die Aufzeichnungen finden Sie in unserer Mediathek und auf unserem YouTube Kanal.

In der Sonderausgabe der Ligante haben wir Rahmenbedingungen und Standards gelingender Onlineprävention als Ergebnis des Arbeitskreis Online veröffentlicht. Im AK Online haben sich Mitarbeitenden aus Onlineprojekten aus unserer Mitgliedschaft über eineinhalb Jahre getroffen und zentrale Themen des Arbeitsfelds diskutiert.

Darüber hinaus haben wir auch unsere Austauschformate für Themen der Primär- und der Tertiärprävention weitergeführt und für Berater*innen der Ausstiegsbegleitung ein weiteres Format für den kollegialen Fachaustausch ins Leben gerufen.

Unseren Netzwerkaktivitäten sind wir unter anderem auf europäischer Ebene über das Radicalisation Awareness Network und im Gespräch mit Politiker*innen, Ministerien und Behörden nachgegangen. Wir haben dieses Jahr an einigen spannenden Fachtagungen teilgenommen und auf diversen Podien diskutiert. Im internen Austausch mit unseren Mitgliedsorganisationen haben wir uns zuletzt über den Krieg in Israel und Gaza ausgetauscht und dessen Auswirkungen auf die Präventionslandschaft und die Zielgruppen besprochen. Die Bestürzung und die Trauer sind unendlich groß. Lesen Sie dazu unser Statement.

In unseren Fachgesprächen greifen wir regelmäßig aktuelle Debatten der Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung auf. Dieses Jahr haben wir uns bei unseren Fachgesprächen zu christlichem Fundamentalismus, zur Methodenvielfalt in der Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit sowie zu Community-Building und Reichweite in den sozialen Netzwerken drei unterschiedlichen Themen gewidmet, um den fachlichen Austausch und die Weiterentwicklung in unserem Arbeitsbereich zu unterstützen. Die Aufzeichnungen finden Sie in unserer Mediathek und auf unserem YouTube Kanal.

Seit Herbst 2022 sind wir Teil des Verbundprojekts PrEval – Zukunftswerkstätten und arbeiten in den Bereichen „Wissensnetzwerk“ und „Helpdesk“ daran, zu eruieren, welche Unterstützungsstrukturen zur Planung und Durchführung von verschiedenen Arten von Evaluation aufgebaut werden können und wie künftig Lücken im bisherigen Angebot geschlossen werden können. Dazu haben wir gemeinsam mit den Kolleg*innen aus dem PrEval-Verbundprojekt Praktiker*innen eingeladen, in Fokusgruppen zu diskutieren und die Ergebnisse im Anschluss verschriftlicht.

Die BAG RelEx im KN:IX

Im KN:IX Report 2023, der mit einem Grußwort von Prof. Peter R. Neumann erscheint, werfen wir einen Blick auf die aktuelle Lage der Demokratieförderung und Extremismusprävention. Darüber hinaus wird das Framing von Rechtsextremist*innen und Islamist*innen im Vergleich analysiert und der Frage nachgegangen, ob es einen „Woke Islamism“ gibt. Wir diskutieren, wie Deradikalisierung im und nach dem Justizvollzug funktioniert und welche möglichen Impulse es aus der Kognitionswissenschaft für die Präventions- und Distanzierungsarbeit geben kann. Neben den Artikeln finden Sie im Report außerdem die Ergebnisse der jährlichen Bedarfserhebung und der Fokusgruppengespräche mit Akteuren der Präventionslandschaft sowie Interviews mit den Landesdemokratiezentren.

In der Analyse #10 „Säkularismus und Religion im Spannungsfeld der Islamismusprävention. Eine muslimische Praxisperspektive“ diskutieren Sven-Jonas Martiensen, Matthias Bernhard Schmidt und Şeyda Sarıçam, dass die Symbiose aus gesellschaftlich wie politisch nicht akzeptierter Religiosität in Form des Islams und dem Sicherheitsdiskurs, der sich aus antimuslimischen Ressentiments speist, Eingang in die Diskurse der Islamismusprävention gefunden hat.

In Analyse #11 „Zwischen Psychotherapiebedarf und Klient*innen-Selbstbestimmung“ legen Dr. Vera Dittmar, Anja Herrmann, Dr. Anja Joest und Alexander Gesing die Hintergründe von Therapieablehnung und mögliche Lösungsansätze für Distanzierungsprozesse im Phänomenbereich Islamismus dar.

Der Impuls #7 „STRESS PUR – die Funktion von Radikalisierung im Kontext der Bindungstheorie“ von Dr. Volker Haase analysiert er die Zusammenhänge zwischen Bindung und Radikalisierungsprozessen. Dabei spielt die stressregulierende Funktion von Bindung eine entscheidende Rolle: Ist diese nicht ausreichend ausgeprägt, kann Radikalisierung eine Form der Kompensation zur Stressregulierung sein. Welche Anregungen ergeben sich daraus für Interventionen in der Ausstiegsarbeit?

Soziale Beziehungen spielen sowohl in Radikalisierungsprozessen als auch in der Präventionsarbeit eine zentrale Rolle. Im Impuls #10 „Gruppendynamiken und -identitäten in Radikalisierungsprozessen“ diskutieren Dr. Junus el-Naggar und Sören Sponick die Implikationen für Prävention und Distanzierungsarbeit.

Bei KN:IX talks haben wir dieses Jahr drei Folgen umgesetzt:

Alle Staffeln und Folgen sind auf Spotify, Apple Podcasts oder auf YouTube verfügbar.

Neben vielen anderen Veranstaltungsformaten, die im Rahmen von KN:IX umgesetzt werden, haben wir uns dieses Jahr zum zweiten Mal bei KN:IX meets Politik mit Politiker*innen aus dem Berliner Abgeordnetenhaus zu aktuellen Entwicklungen und Themen der Präventionsarbeit gegen islamistischen Extremismus ausgetauscht.

Sie wollen, was das KN:IX betrifft, up to date bleiben? Dann abonnieren Sie den KN:IX Newsletter, der alle drei Monate über aktuelle Entwicklungen sowie die neusten Publikationen berichtet.

Unsere Arbeit im Rahmen von KN:IX wird durch die IMAP GmbH kontinuierlich evaluiert. Den Zwischenbericht für das Jahr 2023 steht Interessierten auf der KN:IX Website zur Verfügung.

Ausblick für 2024

Im nächsten Jahr wird es im Rahmen unserer Beteiligung im Kompetenznetzwerk „Islamistischer Extremismus“ (KN:IX) wieder spannende Veranstaltungen, Publikationen und Podcast Folgen geben. Ein festes Datum können Sie sich bereits notieren: am 14.+15. Mai 2024 findet unser Fachtag „Der Nahostkonflikt als Katalysator. Antisemitismus, Rassismus und Radikalisierung in Deutschland“ in Frankfurt am Main statt. Weitere Informationen finden Sie im neuen Jahr auf unserer Website.

Auch 2024 setzen wir unsere Beteiligung im Verbundprojekt PrEval – Zukunftswerkstätten fort und arbeiten gemeinsam mit den anderen Partnern daran, die Angebote der Evaluation und Qualitätssicherung auszubauen.

Fachaustausch, Vernetzung & Weiterentwicklung – auch 2024 wird es dazu sowohl in internen Formaten für die Mitgliedschaft als auch im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen die Möglichkeit geben. Daneben arbeiten wir für das nächste Jahr an weiteren Austauschformaten, um eine noch bessere Vernetzung von Praxis, Wissenschaft und Politik in unserem Arbeitsbereich zu erreichen.

Die derzeitige Ausgabensperre für 2024 der Bundesregierung verhindert die Auszahlung zugesagter Förderungen. Für uns als Organisationen der Zivilgesellschaft hat das dramatische Folgen: Viele der vom Bund geförderten Demokratieprojekte werden Mitarbeitende entlassen müssen. In einigen Fällen werden über Jahre gewachsene Projekte für immer ihre Türen schließen. (mehr …)