Wie können Radikalisierungsprozesse frühzeitig im schulischen Kontext erkannt werden? Wie kann der pädagogische Umgang mit extremistischen Äußerungen und Verschwörungsideologien aussehen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Weiterbildung zum*zur Clearingbeauftragten.

In der praxisnah konzipierten Weiterbildung sollen Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen dazu befähigt werden, Radikalisierungsprozesse zu erkennen und mit angemessenen Maßnahmen darauf zu reagieren. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Schnittstellen zwischen Demokratiebildung, politischer Bildung, Sozialer Arbeit und Radikalisierungsprävention. Die Weiterbildung wurde durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) zertifiziert. Mit ihrem Abschluss sind Lehrer*innnen sowie Schulsozialarbeiter*innen in der Lage, als zertifizierte Clearingbeauftragte das Clearingverfahren an ihren Schulen zu implementieren und durchzuführen.

Die Fortbildung umfasst acht Module und richtet sich an Schulen in Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die Bewerbungsfrist endet am 30. November 2020. Einen detaillierten Überblick über die Module sowie die Bewerbungskriterien finden Sie auf der Website des Projektes. Aufgrund der aktuellen Situation um COVID-19 werden die ersten beiden Module (ggf. auch das dritte Modul) als Online-Seminare durchgeführt.

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Am 08. Oktober 2020 veranstaltet ufuq.de einen digitalen Fachtag zum Thema Resilienzförderung im Schulalltag im Kontext rassismuskritischer Bildungsarbeit.

Hintergrund und Ziele

Persönliche und gesellschaftliche Krisen beeinträchtigen die individuelle Entwicklung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie beeinflussen das Selbstverständnis und begünstigen polarisierende Einstellungen und Orientierungen. Kinder erleben ebenso wie erwachsene Menschen Krisen. Aktuell sind es zum Beispiel die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die tief in die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen eingreifen. Abrupte Veränderungen führen zu erhöhten gesellschaftlichen Anforderungen und gehen oftmals mit diversen Belastungen einher. Gerade Kinder und Jugendliche in benachteiligten Lebenslagen sind davon betroffen.

Resilienz ist eine notwendige Ressource zur Krisenbewältigung. Für eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist das Erlernen und Ausprobieren von Krisenbewältigungsstrategien ein wichtiger Schritt. Der Fachtag stellt die Lebensrealitäten rassismuserfahrener und sozialbenachteiligter Kinder und Jugendlicher in den Fokus und fragt nach den besonderen Herausforderungen, die sich in der rassismuskritischen Bildungsarbeit stellen. Er konzentriert sich auf Resilienzförderung im Schulkontext und bietet Raum für den Erfahrungsaustausch von Fachkräften.

Wie kann Resilienzförderung in der Schule gestaltet werden und welchen Einfluss hat das Lehrer*innen-Schüler*innen-Verhältnis auf die Entwicklung von Resilienz?

Welche Rolle spielt Resilienzförderung in der Präventionsarbeit und beim Umgang mit Polarisierung?

Wie kann mit Krisen im Schulkontext umgegangen werden und wie können Betroffene begleitet werden?

Diesen Fragen geht der Online-Fachtag auf den Grund. Er wendet sich an Multiplikator*innen aus der schulischen und außerschulischen Praxis sowie Akteur*innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft und wird von der Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, antimuslimischem Rassismus und Islamismus durchgeführt.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Programm und der Anmeldung.

Für den 01. Oktober 2020 lädt HennaMond e. V. zur Online Lesung ein. Bei der Veranstaltung wird Sonja F. Bläser, Gründerin und Leiterin des Vereins, in einem Live Stream aus ihrer Autobiografie lesen und Einblicke in die Beratungsarbeit von HennaMond e.V.  geben.

Bis zum 30. September können Sie sich für die Veranstaltung anmelden. Hier finden Sie weitere Details zur Anmeldung und zur Lesung.

 

streetwork@online bietet kostenlose Online-Workshops für Menschen an, die beruflich und/oder ehrenamtlich mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten.

Hintergrund & Ziel

Das Internet, insbesondere Social Media, haben die Art der Kommunikation und die Verbreitung von Informationen maßgeblich verändert. Soziale Netzwerke sind die neuen Leitmedien der Kinder und Jugendlichen, über die sie sich in diversen Communities austauschen und vernetzen. Diese Strukturen werden außerdem häufig zur Verbreitung radikaler und extremistischer Ideologien genutzt. So gilt das Internet als Katalysator für Radikalisierungsprozesse. Das Online-Streetworkerweitert die aufsuchende Sozialarbeit in den virtuellen Raum und sucht dort den Dialog mit jungen Menschen.

Die Online-Workshops von streetwork@online haben zum Ziel, dass Fachkräfte mittels theoretischer Grundlagen und praktischer Ansätze für die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sensibilisiert und geschult werden. Der Fokus liegt dabei auf islamistischer Radikalisierung und Präventionsarbeit in virtuellen Communities.

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Das Justizprojekt der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Hollstein, Kick-off, veranstaltet in Kooperation mit PROvention (ebenfalls TGS-H) am 18. November 2020 einen ganztägigen Fachtag, der sich dem Feld der Prävention und Deradikalisierung im Kontext Justiz widmet. Aufgrund der aktuellen Situation findet der Fachtag online statt.

Islamistische Extremist*innen, darunter Unterstützer*innen des sog. Islamischen Staates, wurden auch in Norddeutschland in den letzten Jahren vermehrt angeklagt und verurteilt. Im Fokus der Öffentlichkeit standen hier vor allen Dingen die sogenannte „Boostedter Zelle“ 2016 sowie die „Dithmarscher Zelle“ 2019. Sie stellen die Arbeit im Strafvollzug, der Bewährung und im Rahmen anderer Bemühungen zu Wiedereingliederung vor neue Herausforderungen. Eine Verurteilung stellt für eine Person stets einen schwerwiegenden Bruch in der persönlichen Biographie dar. Sie kann für vulnerable Personen ein Anstoß sein, sich radikalen Gruppen in Haft zuzuwenden, die Schutz und Zugehörigkeit versprechen. Gleichzeitig kann sie ein Anstoß für bereits radikalisierte Personen sein, radikale Denkmuster zu hinterfragen und sich für Ausstiegs- und Distanzierungsangebote, ebenso wie für andere Maßnahmen der Resozialisierung zu öffnen.

Die resultierenden Chancen und Herausforderungen sollen im Rahmen des Fachtags aus verschiedenen Blickrichtungen beleuchtet werden. Ziel des Fachtags ist ein intensiver interdisziplinärer Austausch und die Erweiterung von Handlungsoptionen in der Arbeit mit straffällig gewordenen Personen im Hinblick auf Radikalisierungsprozesse. Der Fachtag richtet sich insbesondere an Vollzugsbedienstete, Bewährungs- und Gerichtshelfer*innen sowie andere Akteur*innen aus Jugend- und Sozialarbeit und Behörden, die mit straffällig gewordenen Personen in und außerhalb der Haft  arbeiten.

Für weitere Informationen zum Programm wenden Sie sich bitte an die Kolleg*innen der TGS-H. Anmelden können Sie sich ab sofort unter Angabe ihres vollständigen Namens und Ihrer Institution per Mail an kick-off@tgsh.de. Bitte fügen Sie in die Betreffzeile „Fachtag Verurteilung als Anstoß“ ein. Zu den Workshops können Sie sich morgens am Einlass anmelden.

Für den 9. und 10. September lädt das Team von ufuq.de zu dem Fachtag Religion verhandeln?! Aushandlungsprozesse im Kontext von Demokratie, Gesellschaft und Bildung ein. Der Fachtag wird von ufuq.de in Kooperation mit minor – Projektkontor für Bildung und Forschung ausgerichtet.

An Religion scheiden sich die Geister: Sie ist Ressource, Identität und Gemeinschaft, aber auch Ausdruck von Differenz. Pluralistische Gesellschaften setzen sich in vielfältigen Aushandlungsprozessen mit Religion auseinander. Die sich dabei ergebenden Konflikte sind an sich nichts Negatives, werfen aber wichtige Fragen für den Zusammenhalt der Gesellschaft auf. Gleichzeitig stehen sie für erweiterte Möglichkeiten, die Gesellschaft zu gestalten.

Der Fachtag widmet sich den persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Aushandlungsprozessen im Umgang mit religiös geprägten Lebenswelten. Dabei wird den Fragen nachgegangen, wie diese im Alltag erlebt werden und wie sie in der Bildungsarbeit gestaltet werden können.

Die Veranstaltung verbindet wissenschaftliche Diskurse von Demokratie und Religion in pluralistischen Gesellschaften mit (Streit-)Gesprächen über lebensweltliche Facetten von Religiosität, um schließlich über praktische Erfahrungen aus der Bildungsarbeit, interreligiösem Dialog und Prävention ins Gespräch zu kommen. Sie wendet sich an Praktiker*innen aus der schulischen und außerschulischen Bildungs- und Jugendarbeit sowie an Haupt- und Ehrenamtliche aus Gemeinden und interreligiösem Dialog und versteht sich als Beitrag zum Fachaustausch zur Bildungsarbeit im Kontext von Grundrechten, Demokratie, Diversität, Polarisierung und religiösem Extremismus. Lesen Sie hier mehr zum Programm und zur Anmeldung.

Für den 17. September 2020 lädt PROvention, die Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus der TGS-H, zu ihrem kommenden Fachtag in Kiel ein. Die Veranstaltung findet von 9 bis 17 Uhr statt. Weitere Informationen zum Inhalt und Aufbau des Fachtages können Sie dem folgenden Text und der Website von PROvention entnehmen.

Wenn Religion plötzlich eine Rolle spielt… Für viele ist es selbstverständlich, dass jeder das glauben darf, was er möchte. In der säkularen pädagogischen Praxis bedeutet das allerdings oft, dass Religion nicht thematisiert wird. Was ist aber, wenn sie doch zum Thema wird? Fragestellungen hierzu können mit Unsicher-heiten bzgl. Religion allgemein und speziell mit dem Islam verbunden sein, mit dem richtigen Umgang mit religiös aufgeladenen Konflikten, der Differenzierung zwischen Kultur und Religion sowie dem Umgang mit gläubigen Eltern und Kindern.

Eine noch größere Herausforderung ist es oftmals, überhaupt eine Abgrenzung von Religion und Extremismus vornehmen zu können: Wo fängt Religiosität an, in den Extremismus abzugleiten und weshalb ist z.B. der Salafismus überhaupt so attraktiv für junge Menschen? Weder im direkten Kontakt noch im Internet sind radikale Botschaften immer sofort als solche zu erkennen. Salafist*innen treten in den sozialen Medien selten offensichtlich radikal auf und versuchen, ihre zum Teil demokratiefeindlichen, antisemitischen und antipluralistischen Botschaften unter dem Deckmantel der Religions- und Meinungsfreiheit zu propagieren.Diese Fachtagung soll Sie als Sozialraumakteur*in im Bereich Kinder- und Jugendhilfe darin unterstützen, Antworten auf die genannten Fragestellungen zu finden, um zukünftige Situationen besser einschätzen und zielgerichtet reagieren zu können.

Anmelden können Sie sich ab sofort unter Angabe Ihres vollständigen Namens und Ihrer Institution per E-Mail an veranstaltung.provention@tgsh.de (Betreff „Fachtagung Jugendamt“). Geben Sie bitte zwei Vertiefungsvorträge und einen Workshop an, welche sie besuchen möchten. Das entsprechende Programm finden Sie auf der Website von PROvention (siehe Link oben).

Die Bedeutung von Online-Propaganda und die Rekrutierung junger Menschen im Internet und in den Sozialen Medien ist in den vergangenen Jahren stark angewachsen. Für Extremist*innen aller Phänomenbereiche bietet diese niedrigschwellige Option der digitalen Kommunikation eine einzigartige Chance, Jugendliche und junge Erwachsene mit ihren Botschaften zu erreichen. Welche Ansätze gibt es für die Onlineprävention? Wie können diese Angebote von Multiplikator*innen genutzt werden? Und wie setzt sich die aktuelle Projektlandschaft im Bereich der Prävention von religiös begründetem Extremismus online zusammen?

Expert*innen des Arbeitskreises laden Sie ein, am 26. Juni 2020 von 16:00 bis 17:30 Uhr aktuelle Projekte im Bereich Online-Streetwork und Online-Beratung im Rahmen eines Webinars kennenzulernen. Stellen Sie uns Ihre Fragen, teilen Sie uns Ihre Bedarfe mit, informieren Sie sich über die Arbeit von:

 

Wenn Sie mehr über den Arbeitskreis und die einzelnen Projekte erfahren möchten, melden Sie sich gerne bis zum 24.06.2020 per Mail unter sabil@tgsh.de für das Webinar an. Das Webinar wird über Zoom stattfinden, den entsprechenden Link erhalten Sie nach der Anmeldung per Mail von den Kolleg*innen.

Für den 23. Juli 2020 lädt streetwork@online zur Auftaktveranstaltung einer mehrteiligen Workshop-Reihe ein. Das Projekt ist in Trägerschaft des Vereins Akzeptanz, Vertrauen, Partizipation (AVP e. V.). Referent des Workshops ist Adrian Stuiber (Referent & Öffentlichkeitsarbeit, Medienpädagoge, Online-Berater zu religiös begründetem Extremismus und Mediator).

Modul 1: Sozialraum Social Media

Die Veranstaltung ist Teil einer Workshop-Reihe Islamismus in Social Media: Radikalisierung und Prävention von streetwork@online. Der Online-Workshop beginnt um 10 Uhr und geht bis 12:30 Uhr und wird über das Programm Zoom veranstaltet. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Sie können sich telefonisch (030 4998 2300) oder per Mail (info@streetwork.online) anmelden. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, für welchen der beiden Termine Sie sich anmelden.

Das kostenlose Angebot gilt, gemäß der Förderung, primär für den Raum Berlin. Für Interessierte außerhalb Berlins, bestehen verschiedene Möglichkeiten an Online-Workshops teilzunehmen. Bitte kontaktieren Sie dazu das Team von streetwork@online.

Für den 28. Juli 2020 lädt streetwork@online zum Online-Workshop mit dem Thema Online-Radikalisierunggsprozesse ein. Das Projekt ist in Trägerschaft des Vereins Akzeptanz, Vertrauen, Partizipation (AVP e. V.). Referent des Workshops ist Adrian Stuiber (Referent & Öffentlichkeitsarbeit, Medienpädagoge, Online-Berater zu religiös begründetem Extremismus und Mediator).

Modul 2: Online-Radikalisierung

Die Veranstaltung ist Teil einer Workshop-Reihe Islamismus in Social Media: Radikalisierung und Prävention von streetwork@online. Der Online-Workshop beginnt um 10 Uhr und geht bis 12:30 Uhr und wird über das Programm Zoom veranstaltet. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Sie können sich telefonisch (030 4998 2300) oder per Mail (info@streetwork.online) anmelden. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, für welchen der beiden Termine Sie sich anmelden.

Das kostenlose Angebot gilt, gemäß der Förderung, primär für den Raum Berlin. Für Interessierte außerhalb Berlins, bestehen verschiedene Möglichkeiten an Online-Workshops teilzunehmen. Bitte kontaktieren Sie dazu das Team von streetwork@online.