Am 12. und 13. November 2019 findet in Kooperation der Fachstelle Liberi und PROvention die Bundesfachtagung „Erziehung zur Aufgabe – Kindheit & Extremismus“ in Kiel statt. Im Fokus der zweitägigen Veranstaltung steht der Austausch verschiedener Fachdisziplinen zum Thema Kindheit und Extremismus. Neben Vorträgen zu spezifischen Sozialisationsbedingungen in salafistisch geprägten Familien und der Situation sowie dem Umgang mit zurückgekehrten Familien aus den Kriegsgebieten des sogenannten Islamischen Staates wird ein Blick auf Möglichkeiten zur Stärkung der Resilienz betroffener Kinder gegeben.

Weitere Informationen finden Sie hier.

IFAK e.V. lädt für den 7. November 2019 zum Abschluss der Projekte #selam, re:vision, #believe2society nach Bochum ein. Die Veranstaltung „Radikalisierung vorbeugen. Demokratie leben!“ steht unter dem Motto ‚Ergebnisse, Potenziale und Perspektiven zivilgesellschaftlicher Präventionsprojekte in jugendlichen Lebenswelten‘.

Religiös begründete Radikalisierung von jungen Menschen hat die gesellschaftlichen Debatten der letzten Jahre mitgeprägt und sowohl Sicherheitsbehörden als auch Pädagog*innen beschäftigt. Politik und Gesellschaft haben in vielfacher Hinsicht auf die Herausforderungen reagiert und zahlreiche Maßnahmen ergriffen sowie entsprechende Strukturen aufgebaut. Hierunter fallen auch öffentlich geförderte Präventionsprojekte, die durch zivilgesellschaftliche Akteure konzipiert und durchgeführt wurden. Der Verein IFAK e.V. hat sich als einer der ersten freien Träger in NRW auf den Weg gemacht, verschiedene Zugänge zu gefährdeten Personengruppen zu finden sowie Präventions- und Gegenstrategien zu erproben. Dies wird u.a. durch die im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ geförderten Projekte realisiert. Auf Grundlage dieser Erfahrungen erörtert die Abschlussveranstaltung folgende Fragen:

 

Weitere Informationen zu der Veranstaltung

Vor fünf Jahren wurde das genderrefelektierte Modellprojekt Die Freiheit, die ich meine des Vereins Gesicht zeigen! ins Leben gerufen. In dieser Zeit wurden zahlreiche Workshops konzipiert, Methoden erprobt und Gespräche geführt. Dabei wurden unter anderem die Themenfelder Vorurteile, Religion, Geschlecht, Extremismus und Politik besprochen. Für den 29. Oktober 2019 lädt Sie das Team des Projektes herzlich ein und freut sich darauf, Ihnen im Rahmen der Veranstaltung die vielfältigen Erfahrungen und Erkenntnisse zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Projektes.

Für den 11. November 2019 lädt das Multikulturelle Forum e.V. zum Fachtag „Alte und neue Feindbilder: In welcher Gesellschaft wachsen Jugendliche heute auf?“ ein. Dieser findet im Rahmen der Abschlüsse der Projekte Objektiv und Dortmunder Durchblick statt.

Feindbilder sind soziale Deutungsmuster gegenüber anderen Menschen, Gruppen, Staaten oder Ideologien, die auf einem dichotomen Weltbild beruhen und mit negativen Vorstellungen und Gefühlen verbunden sind. Typisch für ein Feindbild ist, dass im Anderen beziehungsweise Fremden das Böse gesehen wird und diesem negativen Bild kontrastierend ein positives Selbstbild gegenübergestellt wird. Derartige Identitätskonstruktionen sind oft unmittelbar mit bestimmten Narrativen verbunden, die ab frühester Kindheit in unterschiedlichen sozialen Zusammenhängen und medial vermittelt werden.

In welcher Gesellschaft wachsen Jugendliche heute auf? Mit welchen diskriminierenden Diskursen kommen Jugendliche in Berührung und mit welchen Feindbildern sind sie konfrontiert? Unter diesen Fragestellungen wollen wir eine Brücke schlagen zwischen dem Projekt Dortmunder Durchblick, welches sich unter anderem mit antimuslimischem Rassismus und religiös motiviertem Extremismus unter muslimisch sozialisierten Jugendlichen beschäftigt und dem Projekt Objektiv, welches den Fokus auf Antisemitismus in den Medien hat. Ohne die beiden Phänomene gleichzusetzten, sollen Pädagog*innen und Multiplikator*innen dafür sensibilisiert werden, wie sich Vorurteile und Feindbilder im Sozialisationsprozess bei Jugendlichen auswirken.

Weitere Informationen, u.a. zum Programm und der Anmeldung, finden Sie auf der Website des Multikulturellen Forums.

Im Rahmen des Fachtages „Antimuslimischer Populismus“ laden die Bundeskoordination des Netzwerks Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und die Landeskoordination Brandenburg, Pädagog*innen aus Brandenburg und Berlin herzlich zum Erfahrungs- und Informationsaustausch ein. Dieser findet am 20. November 2019 in Oranienburg statt.

Muslimfeindlicher Populismus ist ein zentrales Kampagnenthema des politischen Rechtsaußenspektrums in Deutschland und Europa. Mit populistischen Kampagnen gegen Muslim*innen lassen sich rassistische Weltanschauungen weit über den rechtsextremen Rand hinaus verbreiten. Hierbei werden völkisch-rassistische Stereotype auf die Ebenen der Kultur und der Religion übertragen. Diese Form des Rassismus ethnisiert die tatsächliche oder nur zugeschriebene religiöse Zugehörigkeit. Der Islam dient als Projektionsfläche für Feindbildkonstruktionen, die weit in die Mitte der Gesellschaft hinein Wirkung entfalten.

Der Fachtag ‚Antimuslimischer Populismus‘ beleuchtet zu Beginn das komplexe gesellschaftliche Phänomen aus wissenschaftlicher Sicht. Im Anschluss werden in drei Arbeitsgruppen die für die schulische Praxis relevanten Fragen aufgegriffen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Was haben Geschlecht und Gender mit Radikalisierung und mit der Rekrutierung für extremistische Kreise zu tun? Wie nutzen radikale Gruppen den gesellschaftlichen Diskurs für ihre Zwecke?
Welche Parallelen und Verschränkungen gibt es zwischen Rechtsextremismus und Islamismus? Die Fachtagung widmet sich diesen und anderen Fragen und wird von Yallah! Fach- und Vernetzungsstelle Salafismus im Saarland, Respect.lu Centre contre la radicalisation-SOS Radicalisation, CID Fraen an Gender und der Abtei Neumünster Luxemburg veranstaltet.

Ideologien – Extremismen – Gender Wie werden Rollenklischees genutzt? (30. September)

In der öffentlichen Wahrnehmung wird beim Thema Radikalisierung deutlich zwischen Männern und Frauen unterschieden. Frauen und Männer werden sowohl im Rechtsextremismus als auch im religiös begründeten Extremismus auf unterschiedliche Art und Weise rekrutiert und loyalisiert. Geschlecht und Gender, Eindeutigkeit und Polarisierung spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Welt ist voller Gegensätze und Widersprüche. Wie machen sich darin Extremisten klassische Geschlechterbilder und Rollenklischees zur Rekrutierung ihrer Anhänger*innen zunutze? Mit welchen Methoden arbeiten sie? Auf welchen Grundlagen bauen sie auf?

Feuer und Flamme, wie Radikale sich gegenseitig befeuern (01. Oktober) 

Radikale Gruppierungen benutzen aktuelle Ereignisse um ihr Weltbild zu stärken, zu missionieren und Stimmung gegen ihre Feinde zu machen. Wie unterschiedlich sind die Gruppierungen in ihren Argumenten? Stehen nicht beispielsweise sowohl Rechtsextreme als auch Islamisten gegen die gleichgeschlechtliche Ehe? Wie werden bestimmte Themen wie die Gender-Debatte, politische Entscheidungen und aktuelle Tagesgeschehen von beiden Seiten instrumentalisiert? Welche Verschränkungen und Parallelen gibt es im szenespezifischen Diskurs beim Rechtsextremismus und Islamismus? Und welche Rolle spielt eigentlich „der Islam“?

Programm 2019 Fachtagung Radikalisierung und gesellschaftliche Diskurse (D).

Für den 24. September 2019 lädt das Präventionsnetzwerk gegen religiös begründeten Extremismus zu der Fachtagung  „Extremismusprävention… und darüber hinaus?“ ein. Die Veranstaltung findet in Berlin statt. Weitere Informationen stehen für Sie auf der Website des Präventionsnetzwerkes zur Verfügung.

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne das Team des Netzwerkes.

Auch 2019 bietet der Verein ufuq.de wieder eine Fortbildung für Trainer*innen und Multiplikator*innenan. Unter dem Titel „The kids are alright! Pädagogische Praxis im Umgang mit Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus“ findet die Fortbildung am 13. und 14. September 2019 in Augsburg statt.

Ziel der Fortbildung ist es, pädagogisch und/oder thematisch bereits „vorgebildete“ Teilnehmende in die Lage zu versetzen, selbst Fortbildungen (oder vergleichbare Formate) im Themenfeld zu konzipieren, anzubieten und durchzuführen. Das Seminar richtet sich daher vor allem an Vertreter*innen/ Mitarbeitende von Trägern pädagogischer und sozialer Arbeit sowie der politischen Bildung.

Weitere Informationen zu den Inhalten der Fortbildung, finden Sie auf der Website von ufuq.de.

 

Im Rahmen des Projekts „Protest, Provokation und Propaganda – Fortbildungen, Begleitungen und Beratungen für pädagogische Fachkräfte in der Islamismusprävention in Berlin“ lädt der Verein ufuq.de am 26. September 2019 zum Fachtag ein.

Unter dem Titel Von der Auseinandersetzung mit Kolonialismus bis zur Kritischen Weißseinsforschung und antimuslimischem Rassismus – was hat das mit Islamismusprävention zu tun? soll sich kritisch mit der Bedeutung von antimuslimischem Rassismus und Kritischer Weißseinsforschung in der Politischen Bildung auseinandergesetzt und gängige Annahmen und Ansätze hinterfragt werden. Dabei geht es auch um mögliche Stigmatisierungen und Reproduktionen, die auf das Kolonialerbe zurückzuführen sind.

Zentrale Fragen, die im Zuge des Fachtages thematisiert und diskutiert werden, sind: Was haben Kolonialismus und Rassismus mit unserem Denken und unserem pädagogischen Handeln zu tun? Welche Rolle spielen beide Phänomene in der Präventionsarbeit und aktuellen Debatten beim Umgang mit Islamismus? Kann Prävention gelingen, ohne Rassismus zu thematisieren? Und wer hat die Deutungshoheit über diese Diskurse?

ufuq.de lädt Sie herzlich dazu ein, Expert*innen zu (Post-)Kolonialismus und Rassismus zu hören und gemeinsam über eine reflektierte und kritische Politische Bildungsarbeit zu diskutieren. Der Fachtag richtet sich an Multiplikator*innen aus der schulischen und außerschulischen Praxis und Akteur*innen aus der politischen Bildung, Politik und Verwaltung und Zivilgesellschaft.Bitte melden.

Anmelden können Sie sich bis zum 13. September. Ein detailliertes Programm finden Sie auf der Homepage von ufuq.de.

Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.) lädt für den 11. Juni 2019 zu ihrer Podiumsdiskussion „Politische Bildung als Mittel der Prävention in der außerschulischen Jugendarbeit – Perspektiven aus Frankreich und Deutschland“ ein.

Auf dem Podium werden sich Borris Diedrichs (DFJW), Mamadou Doucara (Espoir 18, Paris) und Götz Nordbruch (ufuq.de) folgenden Fragen widmen

Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Für eine Anmeldung und weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an das Team der KIgA.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionstage anlässlich des 15jährigen Bestehens der KIgA statt.