Im Rahmen der Workshop-Reihe „Ins Netz gegangen – wie Extremist*innen digitale Räume besetzen“  lädt das Violence Prevention Network herzlich zum Online-Workshop “Radikal gekontert- Strategien für den Umgang mit Verschwörungserzählungen” ein, der in Zusammenarbeit mit Gegenargument umgesetzt wird.

Verschwörungserzählungen scheinen überall präsent zu sein. Plötzlich äußern Freund*innen oder Bekannte einen Kommentar gegen eine angebliche Impfpflicht, Arbeitskolleg*innen sprechen von einer „mächtigen Elite”, die im Hintergrund die Fäden in der Hand hält. Nach anfänglichen Versuchen, mit den Personen zu diskutieren wird deutlich, dass es schwer ist, sich sachlich über die Themen auseinanderzusetzen. Es zeigt sich, dass es keine gemeinsame Faktenlage (mehr) gibt, um miteinander zu kommunizieren. Gleichzeitig handelt es sich möglicherweise um vertraute Menschen, zu denen man nicht den Kontakt abbrechen möchte.

Es kann gelingen, über die Beziehungsebene miteinander im Gespräch zu bleiben. Dabei können unterschiedliche Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten hilfreich sein. Welche Ziele stehen im Vordergrund? Und sind diese auch erreichbar? Auf welcher Ebene begegne ich der Person? Wo sollte eine Grenze gezogen werden? Wer ist mein Gegenüber und was ist mir wichtig an unserem Umgang?

Ein kurzer Vortrag stellt verschiedene Möglichkeiten der Intervention vor, anschließend steigt die Gruppe mit einer Methode in die Diskussion ein: Hier können verschiedene Handlungsmöglichkeiten und Gesprächsstrategien ausprobiert werden. Die Workshops richten sich an Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen aus der Präventions- und
Interventionsarbeit (On-/Offline), Fachkräfte und Interessierte.

Anmeldung bis zum 05. Juni 2022 per Mail an: ronny.schiebel@violence-prevention-network.de.

 

Krieg, Pandemie, Klimakrise und Fragen der Gerechtigkeit:
In atemberaubender Geschwindigkeit haben sich die gesellschaftlichen Koordinaten verändert. Die Welt ist heute eine grundlegend andere als im Herbst 2019, als sich die Akteure des Courage-Netzwerks zum letzten bundesweiten Kongress trafen.

Vieles, was vertraut war, scheint keine Gültigkeit mehr zu haben, vermeintliche Gewissheiten sind in Bewegung geraten und müssen neu überprüft werden. Mit dem Krieg in der Ukraine stellen sich uns Fragen von Krieg und Frieden neu. Die Klimakrise stellt unsere Art des Wirtschaftens und Zusammenlebens grundlegend in Frage. Dank „Black Lives Matter“ wird auch in Deutschland anders über Rassismus und das Verhältnis von Minderheiten und Mehrheit gesprochen. Und die erzwungene Distanz seit Beginn der Pandemie hat insbesondere jugendliche Lebenswelten grundlegend verändert.

Die Veränderungen führen viele an Belastungsgrenzen: in der Schule, in der Jugendarbeit und in der politischen Bildungsarbeit.

Über all das soll sich auf dem Bundeskongress 2022 mit zentralen Akteuren des Courage-Netzwerks ausgetauscht werden – analog und mit viel Zeit für persönliche Begegnungen und produktive Gespräche.

Der Bundeskongress 2022 findet statt:                                                                                                                                                                                                                                                                                        von Mittwoch, den 14.09.2022, 11.00 Uhr,
bis Donnerstag, den 15.09.2022, 14.00 Uhr.
Tagungsort: Umweltforum, Pufendorfstraße 11, 10249 Berlin

Weitere Informationen zum Ablauf und den Workshops finden Sie im
Programm:
https://www.schule-ohne-rassismus.org/programm_bundeskongress2022/

Teilnahme, Unterkunft und Verpflegung sind kostenfrei.
Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 12. August 2022.

Im Rahmen der Aktionswoche gegen Antimuslimischen Rassismus laden die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V. und das Landesdemokratiezentrum Schleswig-Holstein für Montag, den 27.06.2022, von 14 – 16 Uhr zu einer autobiografischen Lesung von Fereshta Ludin ein. Als erste muslimische Frau in Deutschland stritt Ludin im Jahre 2003 um ihr Recht, als Lehrerin im Staatsdienst ein Kopftuch tragen zu dürfen. Als Person des öffentlichen Lebens erfährt sie seither immer wieder antimuslimische Anfeindungen. In Ihrer Autobiografie “Enthüllung der Fereshta Ludin: Die mit dem Kopftuch” thematisiert sie ihre Erfahrungen im Umgang mit einem sich radikalisierenden antimuslimischen Rassismus in Deutschland. Im Anschluss an die Lesung haben Sie die Möglichkeit, Fragen an Frau Ludin zu stellen und in den Austausch zu gehen.

Gerne können Sie sich für die Veranstaltung mit einer E-Mail an veranstaltung.provention@tgsh.de anmelden.

Details zu weiteren Veranstaltungen, die gemeinsam mit dem Facharbeitskreis gegen antimuslimischen Rassismus organisiert wurden, und das Programm zur  Aktionswoche gegen Antimuslimischen Rassismus finden Sie hier.

Die Kolleg*innen der Fachstelle Extremismusdistanzierung (Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e. V.) laden am 02. Juli 2022 zu einer Abendveranstaltung ein. Die Kosten für die Teilnahme werden von der Partnerschaft für Demokratie Sindelfingen übernommen. Die Veranstaltung findet in Präsenz in Sindelfingen statt. Gleichzeitig wird der Vortrag über Zoom gestreamt.

Jüdinnen und Juden wird oftmals in einer erschreckenden Kontinuität mit latentem und offenem Hass begegnet. Alte Vorurteile werden ständig neu belebt und Verschwörungstheorien unverhohlen weitergegeben. Antisemtische Vorurteile finden ihre Reproduktion vom vermeintlich harmlosen Witz bis zum bewaffneten Angriff auf die Synagoge in Halle — dem ausgesprochenen Hass folgt mörderische Gewalt. Die Bedrohungslage ist eklatant, wie Meldungen aus jüdischen Gemeinden in ganz Deutschland immer wieder bestätigen. Zivilgesellschaftliche Solidarität und Sensibilität sowie staatlich gewährleisteter Schutz bleiben daher eine dauerhafte Notwendigkeit.

Ein Vortrag zur Sensibilisierung im Themenfeld Antisemitismus mit speziellem Fokus auf die Funktionalität und die identitäre Dimension. Dabei steht vor allem die Relevanz von Antisemitismus im Kontext von verschiedenen Radikalisierungsprozessen im Zentrum der Auseinandersetzung. Der Vortrag adressiert am Themenfeld Interessierte und pädagogische Fachkräfte. Hier finden Sie weitere Informationen.

Die Kolleg*innen des Projekts Die Freiheit, die sich meine (Gesicht Zeigen e. V.) laden zum Online-Fachaustasuch ein. Die Veranstaltung findet am 13. Juni 2022 von 16 bis 18 Uhr statt.

Aus dem außerschulischen Bildungsprojekt Die Freiheit, die ich meine kennen die Kolleg*innen die Herausforderungen, mit denen weiterführende Schulen und ihre externen Partner bei der Umsetzung eines guten AG-Angebots konfrontiert sind. Gemeinsam mit ihren Kooperationsschulen, der Georg-Weerth-Schule und der Ferdinand-Freiligrath-Schule, gibt es nach einem kurzen Input Raum, um mit den Teilnehmenden über Hürden und Best-Practice-Beispiele in der Ganztagsgestaltung in den Austausch gehen. Als Gast wird Marcel Hopp, Bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus Berlin, mitdiskutieren und seine Perspektive als Bildungspolitiker und Lehrer einbringen. Anmeldungen bitte an freiheit@gesichtzeigen.de. Hier finden Sie weitere Informationen.

Die Kolleg*innen von Wegweiser im Vest (RE/init e. V.) laden Jugendliche zum Kick off des Wegweiser JugendTeams ein. In kreativen Workshops werden den Jugendlichen im JugendTeam Inhalte zu den Themen Islam, antimuslimischer Rassismus und Islamismus vermittelt. In den regelmäßigen Treffen des JugendTeams bringen sie ihre Meinungen und Ideen ein, zudem gibt es Teambuilding-Treffen. Hier finden Sie weitere Informationen.

Das Team der Fachstelle Extremismusdistanzierung (Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e. V.) lädt Sie zum Vortrag am 19. Juli 2021 ein. Die Veranstaltung findet in Stuttgart zwischen 19 und 21 Uhr statt. Der Vortrag wird von der Journalistin Julia Ley gehalten, anschließend gibt es Raum für eine Diskussion.

Benachteiligung der Frau, Fanatismus, Gewaltbereitschaft: Das sind die drei Stichworte, die Menschen in Deutschland am häufigsten nennen, wenn man sie fragt, woran sie beim Stichwort „Islam“ denken. Wie kommt es, dass eine vielschichtige und vielfältige Weltreligion auf diese Phänomene reduziert wird? Nach Ansicht von Medienwissenschaftler*innen liegt dies auch an der Berichterstattung der Medien. Denn nur wenige Nicht-Muslim*innen haben regelmäßig Kontakt zu Muslim*innen, etwa zwei Drittel beziehen ihre Informationen eher aus den Medien. Welche Frames und Narrative herrschen dort vor? Wessen Perspektiven werden gehört und welche fehlen? Was läuft in der Bebilderung von Artikeln zum Thema schief? Warum ist ein Gesichtsschleier, den kaum eine muslimische Frau in Deutschland trägt, eines der häufigsten Motive, um Artikel über den Islam zu bebildern? Woran liegt es, dass es all diese Missstände gibt? Und vor allem: Wie lässt sich das ändern?

Die Veranstaltung wurde von der Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) in  Zusammenarbeit mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der SWR-Rundfunkrätin Derya Şahan umgesetzt. Hier finden Sie weitere Informationen.

Das Team von islam-ist (Violence Prevention Network gGmbH) lädt Sie zum Online-Workshop am 23.  Juni 2022 ein. Die Veranstaltung findet von 10 bis 12 Uhr statt, eine Anmeldung ist bis zum 20. Juni 2022 möglich.

Die Geschichte des Antisemitismus ist weit verzweigt und reicht über 1.000 Jahre zurück. Antisemitismus heute findet sich in vielerlei Formen wieder, wie bspw. in der geschichtsrevisionistischen Kritik an der Erinnerungskultur zum Nationalsozialismus oder in der Delegitimation des Existenzrechts Israels. Viele Inhalte von Verschwörungserzählungen, wie sie bspw. auf Demonstrationen von den „Kritiker*innen“ der Corona-Maßnahmen vorgetragen werden, sind klar antisemitisch. Der rechtsextreme Attentäter von Halle richtete seinen Hass und seine Gewalt explizit gegen Jüdinnen*Juden. Angesichts dieser unterschiedlichen Ausprägungen, Kontexte und Motive sprechen Forscher*innen und Pädagog*innen inzwischen oft von „Antisemitismen“ (vgl. das gleichnamige Buch im Mai 2022 herausgegeben von Victoria Kumar, Werner Dreier, Peter Gautschi, Nicole Riedweg, Linda Sauer, Robert Sigel). Doch welche Relevanz haben alte Vorurteile, beispielweise aus dem christlichen Antisemitismus, heute noch? Und wie nutzen Antisemit*innen neue Online-Kommunikationsmöglichkeiten, um ihre Ideologien zu verbreiten?

Der Workshop gibt einen Überblick über diese verschiedenen „Antisemitismen“ der Geschichte und Gegenwart mit einem Fokus auf den deutschsprachigen Raum. Dabei wird interaktiv mit den Teilnehmenden herausgearbeitet, wie Motive, Bilder und Vorurteile unterschiedlicher Epochen in Sozialen Netzwerken aufgegriffen und weiterverbreitet werden. Es wird sichtbar, inwiefern Memes sich „eignen“, antisemitische Inhalte zu transportieren und als Katalysatoren von Antisemitismen missbraucht zu werden. Im Anschluss werden Handlungsmöglichkeiten diskutiert, mit denen der Verbreitung antisemitischer Bilder und Vorurteile begegnet werden kann.

Die Workshops richten sich an Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen aus der Präventions- und Interventionsarbeit (On-/Offline), Fachkräfte und Interessierte. Hier finden Sie weitere Informationen.

Das Team von islam-ist (Violence Prevention Network gGmbH) lädt Sie zum Online-Workshop am 07. Juni 2022 ein. Die Veranstaltung findet von 10 bis 12 Uhr statt, eine Anmeldung ist bis zum 03. Juni 2022 möglich.

Mit dualistischen Weltbildern, apokalyptischen Narrativen und Verschwörungserzählungen versuchen Extremist*innen auf Social Media Plattformen, ihre Follower*innen zu lenken. Mit expliziten Verweisen in Videos oder Posts auf den „Jüngsten Tag“ oder die „Hölle“ bedienen sie sich der sogenannte „Angstpädagogik“, um vor allem Jugendliche für ihre Zwecke zu gewinnen. So wird zum einen versucht, die Handlungen und das Denken von (insbesondere) Jugendlichen zu steuern und zum anderen werden aktuelle politische Debatten im Sinne von konspirativen und düsteren Narrativen interpretiert. Das Instrument der „Angstpädagogik“ kann ein Motor für Radikalisierungsprozesse sein und Jugendliche nachhaltig verunsichern bzw. von einer ideologischen Weltsicht überzeugen.

Der Workshop zeigt Beispiele für „Angstpädagogik“ aus der islamistischen sowie aus der rechtsextremistischen Szene auf und thematisiert die Narrative dahinter. Außerdem gibt es zur Einordnung der Horrorszenarien von extremistischen Akteur*innen einen Exkurs zu den theologischen Hintergründen von „Jenseitsvorstellungen im Islam“. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden anschließend Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Jugendlichen erarbeitet, die von dieser „Angstpädagogik“ beeinflusst sind. Außerdem gibt es weiterführende Informationen zum Umgang mit Angst-Narrativen und dem dahinterliegenden Diskurs.

Der Workshop richtet sich an Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen aus der Präventions- und Interventionsarbeit (On-/Offline), Fachkräfte und Interessierte. Förderungsbedingt richtet sich das Angebot vorrangig an Personen aus dem Raum Berlin. Hier finden Sie weitere Informationen.

Das Team von Veritas, der Beratungsstelle für Opfer und Betroffene von Verschwörungserzählungen, lädt Sie zum Online Workshop ein. Veritas ist in Trägerschaft von cultures interactive e. V.

Spätestens seit der Covid-19-Pandemie hat die Sichtbarkeit von Verschwörungsideologien Hochkonjunktur. Viele dieser teilweise absurden Ideen verbreiten sich rasch über das Internet und finden so auch Eingang in Schule, Betrieb und Wohnblock. In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit der Geschichte, der Wirkung und der Funktionsweise von Verschwörungserzählungen (VSE) auseinander. Über die Arbeit mit praxisnahen Fallbeispielen werden Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit VSE und verschwörungsgläubigen Menschen diskutiert und erprobt. Menschen sind unterschiedlich und komplex – und so sind es auch die Herausforderungen und Problemlagen, die im menschlichen Miteinander entstehen. Es wird daher im Rahmen des Workshops keine Einzelfallanalyse angeboten. Der Fokus des Workshops liegt vielmehr darauf, einen Überblick über VSE zu vermitteln, Einblicke in Umgangsmöglichkeiten zu geben und den Austausch im Kollegium anzuregen, wie Verschwörungserzählungen in der eigenen, praktischen Arbeit begegnet werden kann. Ziele:

 

Die Veranstaltung wird von der Berliner Landes­zentrale für politische Bildung ausgerichtet. Hier finden Sie weitere Informationen.