Gewalt hat ein Geschlecht: Bei Gewaltdelikten und dadurch auch im Strafvollzug sind Männer deutlich überrepräsentiert – mehr als 90 % der Inhaftierten sind männlich. Gleichzeitig
stützen sich extremistische Ideologien auf starre und von Ungleichwertigkeit geprägte Geschlechterbilder. Wie greifen Vorstellungen von Männlichkeit und Geschlecht in extremistische Erzählungen ineinander? Wo und wie entstehen neue ungeahnte Verbindungen – etwa in der sogenannten “Mannosphäre” bzw. im Antifeminismus? Und welche Handlungsmöglichkeiten bietet eine geschlechterreflektierende Arbeit mit Strafgefangenen? Diesen und weiteren Fragen widmen sich die Kolleg*innen von Yallah Justiz beim diesjährigen Fachtag.

Mehr Informationen zur Veranstaltung und das Anmeldeformular finden Sie hier.

 

Der Fraueniftar – ein gemeinsames Fastenbrechen – am 08. März ist ein neues jährliches Format, das anlässlich des Internationalen Frauentags vom Netzwerk Berliner muslimischer Frauen ins Leben gerufen wurde. Inspiriert vom Tag der offenen Moschee öffnen an diesem Abend erstmals Moscheen und muslimische Vereine in Berlin ihre Türen – exklusiv für Frauen.

Die Idee eines gemeinsamen Fraueniftars wurde vom Netzwerk Berliner muslimischer Frauen entwickelt. Im Netzwerk kommen aktive Frauen aus unterschiedlichen Moscheen und muslimischen Vereinen zusammen, um gemeinsame Anliegen gemeinsam zu thematisieren. Es entstand 2024 im Rahmen des Projekts kiez-einander (RAA Berlin e. V.) und wird von diesem koordiniert. Inspiriert vom Tag der offenen Moschee öffnen an diesem Abend erstmals Moscheen und muslimische Vereine in Berlin ihre Türen – exklusiv für Frauen.

Wann: Freitag, 08. März 2026, Fastenbrechen 18:03. Programmbeginn siehe Liste Veranstaltungsorte
Wo: An verschiedenen Orten in Berlin

Die teilnehmenden Moscheen und Vereine, das genaue Programm sowie die genauen Uhrzeiten und Adressen finden Sie auf der Website von kiez-einander. Es wird um eine Anmeldung über diesen Link gebeten.

Demokratiefeindliche Haltungen, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und steigende Konfliktpotenziale stellen Jugend- und Sozialarbeit vor wachsende Herausforderungen. Unsere Praxiswerkstatt 2026 in Kooperation mit dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) am Mo. 29.06. – Di. 30.06.2026 bietet Raum für professionellen Austausch, fachliche Vernetzung und die gemeinsame Entwicklung praxisnaher Handlungsstrategien. Teilnehmende bringen konkrete Fragestellungen aus ihrem Arbeitsalltag ein und erarbeiten gemeinsam handlungsorientierte Lösungsansätze. Ergänzend erhalten sie fachliche Impulse, Hinweise auf bewährte Konzepte sowie Informationen zu Unterstützungs- und Vernetzungsstrukturen.

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Das Erkennen und Einordnen von demokratie- und menschenfeindlichen Haltungen oder auch rechtsextremen Tendenzen bei Kindern und Jugendlichen sowie der angemessene Umgang damit stellen Fachkräfte aus Jugend­arbeit und Schule zunehmend vor große Heraus­forderungen. Cultures interactive e.V. hat ein systematisches Handlungskonzept entwickelt, das die selbständige und verantwortliche Bearbeitung von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) und Rechtsextremismus in pädagogischen Teams ermöglicht. Dabei wird Hintergrundwissen zu aktuellen rechtsextremen (jugendbezogenen) Phänomenen, zu Hinwendungs- und Radikalisierungsmotiven auch unter Genderaspekten verbunden mit der Vermittlung von Ansätzen und Methoden der pädagogischen Prävention und Intervention.

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Die Kolleg*innen von streetwork@online laden im Kooperation mit dem Thomasius Research Institute on Political Extremism am 19.11.2025 von 14:00 – 16:00 Uhr zum praxisorientierten Workshop „Hybride Methoden für hybride Zielgruppen in der Islamismusprävention. Theologische Zugänge im frauenspezifischen Online-Streetwork“ ein. Gemeinsam mit Botaina Azouaghe und mehreren Online-Streetworkerinnen werden neben theoretischen und inhaltlichen Impulsen insbesondere die praktische Anwendbarkeit erprobt. Dabei besteht die Möglichkeit, Fragen und Themen direkt anzusprechen und die eigene Methodenkompetenz zur (Online-)Ansprache und Impulsgebung zu erweitern. Der Workshop findet online statt.

Weitere Infos und die Anmeldung finden Sie hier: https://buecker5.wixsite.com/tpxworkshop

Die Kolleg*innen der Präventions- und Beratungsstelle PROvention (TGS-H e. V.) laden zur Fachtagung „Zwischen Klicks und Krisen – Islamismusprävention im digitalen Zeitalter“ ein. Die Veranstaltung findet am 06. November 2025 von 08:30 bis 16:00 Uhr in Kiel statt.

Digitale Räume prägen die Lebenswelten junger Menschen – und sind damit auch Orte, an denen extremistische Ideologien auf Resonanz stoßen können. Social Media, Gaming und Messenger-Dienste werden zunehmend genutzt, um Inhalte zu verbreiten, Jugendliche anzusprechen oder neue Communitys zu schaffen. Prävention steht dadurch vor neuen Herausforderungen und Chancen.

Bei ihrer Fachtagung stellen die Kolleg*innen unterschiedliche Perspektiven auf das Thema vor – mit besonderem Fokus auf Social Media und digitale Radikalisierungsdynamiken. Darüber hinaus bietet die Tagung Gelegenheit zum Austausch und zur regionalen Vernetzung.

Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten. Hier finden Sie weitere Informationen zum Programm und der Anmeldung.

Am 24. November 2025 laden die Kolleg*innen des Projekts CleaRNetworking (Die AGB e. V.) zu einem Fachtag ein.

Die Veranstaltung „10 Jahre Clearing in der schulischen Radikalisierungsprävention: Was bleibt? Was kommt?“ findet von 10:00 bis 17:30 Uhr in Hamm statt.

Neben Vorträgen beinhaltet das Programm Workshops, die folgende Themen umfassen:

 

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist bis Fr, 10. Oktober 2025 möglich. Hier kommen Sie zur Anmeldung, dort finden Sie auch weitere Informationen zum Programm.

Im Rahmen von KN:IX connect laden die ufuq.de Kolleg*innen am 06. November 2025 zum Webtalks „Sexuelle Bildung in religiös pluralen Kontexten: Umgang mit antifeministischen Positionen“ ein. Die Veranstaltung findet von 16:00-17:30 Uhr im Rahmen der Webtalk-Reihe „Von Alpha-Männern und Mincels“ – Antifeminismus als Herausforderung für Pädagogik und Prävention statt.

Sexuelle Bildung steht zunehmend im Spannungsfeld zwischen Geschlecht, Religion, Herkunft und Zugehörigkeit. Antifeministische Narrative – etwa von Christfluencer*innen oder salafistischen Predigern – zeichnen ein Bild von „reinen Mädchen“, „starken Männern“ und Familie als einzig legitimem Schutzraum. Begriffe wie „Frühsexualisierung“ werden dabei strategisch genutzt, um sexuelle Bildung zu delegitimieren.

Im Webtalk mit Gonca Monypenny (Gesicht Zeigen! e. V.) gehen die Kolleg*innen der Frage nach, was solche Narrative bewirken können und wie sie ggf. innerhalb von Gruppen zum Ausdruck kommen können. Pädagogische Fachkräfte können sich darüber austauschen, wie sie den einschlägigen Narrativen begegnen können, ohne zu verharmlosen oder zu stigmatisieren. Der Fokus liegt auf der Reflexion eigener Praxis, dem Aufbau von Handlungssicherheit und dem respektvollen Umgang mit religiösen Positionen.

Hier geht es zur Anmeldung: https://eveeno.com/108725301

Im Rahmen von KN:IX connect laden die ufuq.de Kolleg*innen am 02. Oktober 2025 zum Webtalks „Antifeminismus und Islamismus: Narrative, Anschlussstellen und pädagogische Handlungsoptionen“ ein. Die Veranstaltung findet von 16:00-17:30 Uhr im Rahmen der Webtalk-Reihe „Von Alpha-Männern und Mincels“ – Antifeminismus als Herausforderung für Pädagogik und Prävention statt.

Antifeministische Narrative finden immer häufiger Anschluss an religiös begründete Geschlechterrollen – bis hin zu islamistischen Auslegungen. Diese Verschränkungen stellen nicht nur eine Herausforderung für die pädagogische Praxis dar, sondern berühren zentrale Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Selbstwert junger Menschen. Umso wichtiger ist es, diese Zusammenhänge sichtbar zu machen und gemeinsam pädagogisch zu bearbeiten.

Im Webtalk mit dem Medienpädagogen und Bildungsreferenten Mehmet Koç werfen die Kolleg*innen einen differenzierten Blick auf diese Entwicklungen, beleuchten Attraktivitätsmomente und diskutieren pädagogische Handlungsansätze im Umgang mit religiös begründetem Antifeminismus.

Hier geht es zur Anmeldung: https://eveeno.com/303446341

Im Rahmen von KN:IX connect laden die ufuq.de Kolleg*innen am 04. September 2025 zum Webtalks „‚Man Up‘ – Antifeminismus und Misogynie als globale Herausforderung für Pädagogik und Prävention“ ein. Die Veranstaltung findet von 16:00-17:30 Uhr im Rahmen der Webtalk-Reihe „Von Alpha-Männern und Mincels“ – Antifeminismus als Herausforderung für Pädagogik und Prävention statt.

Antifeministische Ideologien sind längst keine Randerscheinung mehr. Ob unter dem Label „Alpha Male“, im Incel-Forum oder im Namen des „Kalifats“ – die neuen Akteure des globalen Patriarchats zeigen sich offen misogyn, queerfeindlich und demokratiegefährdend. Doch obwohl Misogynie eine zentrale Rolle in vielen Fällen extremistischer Gewalt spielt, wird sie in Prävention und öffentlicher Debatte noch immer unterschätzt.

Im ersten Webtalk der Reihe spricht die US-amerikanische Soziologin und Extremismusforscherin Prof. Cynthia Miller-Idriss über antifeministische Narrative als unterschätzten Motor radikaler Ideologien. Auf der Grundlage von ihrem neuen Buch „Man Up: The New Misogyny and the Rise of Violent Extremism“ (Princeton University Press) zeigt sie, wie antifeministische Weltbilder als Brücke zu Gewalt und Radikalisierung fungieren – und warum es für Pädagog*innen entscheidend ist, genau hinzuschauen.

Hinweis: Dieser Webtalk findet in englischer Sprache statt.

Hier geht es zur Anmeldung: https://eveeno.com/204638003