Unter dem Schwerpunktthema Prävention und Demokratieförderung findet am 20. und 21. Mai der 24. Deutsche Präventionstag in Berlin statt. Die Koordination der BAG RelEx wird dort sowohl mit einem Stand, als auch mit einem Vortrag präsent sein. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen vor Ort.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des 24. Deutschen Präventionstages.

Den kommenden Fachtag veranstaltent die BAG RelEx am 23. und 24. Mai 2019 in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus (BAG K+R). Er findet in Dortmund statt.

Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen religiös begründetem Extremismus und rechten Milieus? Stärken sich diese Phänomene vielleicht sogar gegenseitig?

Diese Fragen werden in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Polarisierung und vermehrter Infragestellung demokratischer und menschenrechtlicher Normen zunehmend relevant. Angesichts der Herausforderungen durch anhaltenden Terrors von rechts, sowie der Bedrohung durch islamistischen Terror, gehen wir mit unserem Fachtag der Frage nach, was Akteure der Rechtsextremismusprävention und des Bereichs der Prävention im Kontext religiös begründeten Extremismus, voneinander lernen können.

Weitere Informationen zu Programm und Referent*innen folgt in Kürze.

Am 14. Dezember findet das zweite Webinar der BAG RelEx statt. Kim Lisa Becker und Axel Schurbohm werden sich dem Thema Die 2. Generation? Kinder in salafistisch geprägten Familien widmen.

Vor allem im Kontext zurückkehrender Frauen und Kinder aus den Kriegsgebieten des sogenannten Islamischen Staates (IS) wird von Seiten der Fachkräfte aus Präventions-, Beratungs- und Ausstiegshilfestellen seit 2016 verstärkt über die Situation der Kinder in salafistisch geprägten Elternhäusern diskutiert. Salafistisch geprägte Familien – egal ob ausgereist oder konstant in Deutschland verortet – stellen pädagogische Fachkräfte zunehmend vor Herausforderungen. Spezifische Sozialisationsbedingungen, rechtliche Fragen zwischen Religionsfreiheit, Elternautonomie und Kindeswohlgefährdung stehen dabei ebenso im Fokus wie die Frage nach den Möglichkeiten verstärkter Vernetzung zwischen Beratungsstellen, Schulen und Jugendämtern. Im zweiten Webinar der BAG RelEx Die 2. Generation? Kinder in salafistisch geprägten Familien soll eben solchen Fragen auf den Grund gegangen werden: Welches sind die Sozialisationsbedingungen von Kindern in salafistisch geprägten Familien? Was lernen wir aus entsprechenden bisherigen Beratungsfällen? Welche rechtlichen Aspekte gilt es zu bedenken? Und wie können Zugänge zu den Eltern in geschlossenen Glaubenssystemen gelingen und die Kinder im Sinne einer Resilienzförderung gestärkt werden? Nach einem Input von Axel Schurbohm und Kim Lisa Becker wird es Raum geben, über diese und weitere Fragen zum Thema diskutieren.

Das Webinar findet am 14. Dezember statt und kann unabhängig vom Aufenthaltsort besucht werden. Notwendig ist allein ein Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetverbindung. Das Webinar richtet sich an Mitglieder der BAG RelEx, Kolleg*innen des Fachbereiches sowie allgemein an Interessierte. Unter event@bag-relex.de könnt Ihr euch bis zum 7. Dezember anmelden.

Hinweis: Der erste Teil des Webinars wird aufgezeichnet und Interessierten auf der Website der BAG RelEx zur Verfügung gestellt. Je nachdem besteht die Möglichkeit, die anschließende Diskussion nicht aufzunehmen um die Vertraulichkeit der Informationen nicht zu gefährden.

Zu den Referent*innen:

Kim Lisa Becker studierte Soziologie und Psychologie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und absolviert derzeit den Master Migration und Diversität mit dem Schwerpunkt Türkei und Naher Osten an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wo sie bis 2017 am Institut für Gender und Diversity als wissenschaftliche Hilfskraft arbeitete. Neben ihrem Studium machte sie eine Weiterbildung in systemischer Beratung und Coaching. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Stigmatisierung und Diskriminierung von Muslim*innen in Deutschland, Islamismus und Salafismus und (De-)Radikalisierung. Sie ist Mitarbeiterin bei PROvention, der Präventions- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus in Schleswig-Holstein. Die Präventions- und Beratungsstelle ist unter Trägerschaft der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein (TGSH).

Axel Schurbohm studierte Soziale Arbeit an der Fachhochschule Kiel. Während dieser Zeit arbeitete er als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Erziehung und Bildung mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit. Neben seiner aktuellen Tätigkeit für PROvention, der Prävention- und Beratungsstelle gegen religiös begründeten Extremismus in Schleswig-Holstein, absolviert auch er den Master Migration und Diversität mit dem Schwerpunkt Türkei und Naher Osten an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Zukünftig werden beide gemeinsam das durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie dem Innenministerium Schleswig-Holstein finanzierte Projekt „2. Generation – Kinder aus salafistisch geprägten Elternhäusern“ verantworten.

Die BAG RelEx lädt zum nächste Fachtag am 13. November 2018 in Berlin ein. Unter dem Titel „Jenseits des Salafismus –  aktuelle Entwicklungen und Perspektiven“ soll der Blick auf das Feld des religiös begründeten Extermismus geweitet werden.

Spricht man im öffentlichen Diskurs von religiös begründetem Extremismus, ist die erste Assoziation meist der Islamismus. Ohne Zweifel sind der gewaltbereite Islamismus und speziell die unterschiedlichen Strömungen des Salafismus aktuell der beherrschende Schwerpunkt der Arbeit der Mitglieder der BAG RelEx. Doch wie sieht es mit weiteren Formen religiös begründeter Extremismen in der Bundesrepublik aus? Welche Entwicklungen sind bei anderen islamistischen Bewegungen jenseits des Salafismus, aber auch im Bereich der Evangelikalen zu beobachten?

Um aktuelle Erkenntnisse aus dem salafistischen Spektrum zu präsentieren und den Blick für das vielschichtige Themenfeld religiös begründeter Extremismen zu erweitern, laden wir Sie herzlich zum dritten bundesweiten Fachtag der BAG RelEx „Jenseits des Salafismus –  aktuelle Entwicklungen und Perspektiven“ ein. Der Fachtag richtet sich an alle Kolleg*innen aus dem Arbeitsfeld sowie alle am Thema interessierte Personen.

Weitere Informationen zum Programm des Fachtages finden Sie hier.

Anmelden konnten Sie sich bis zum 29. Oktober. Hinweise bezüglich des Datenschutzes entnehmen Sie dem Programm.