Der diesjährige Deutsche Präventionstag mit dem Schwerpunktthema Kinder im Fokus der Prävention findet in Hannover statt. Wir werden mit einem Stand vor Ort sein und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.

Im Rahmen unseres Fachgesprächs am 15. Juni 2022 werfen wir den Blick auf Entwicklungen jihadistischer Bewegungen in Syrien und im Irak und diskutieren unter anderem ihre Implikationen für die Präventionslandschaft in Deutschland. Die Veranstaltung findet online von 10 bis 12 Uhr statt.

Seitdem der sogenannte Islamische Staat (IS) in Syrien und dem Irak seine Territorien weitgehend verloren hat, liegt die öffentliche Aufmerksamkeit in Deutschland und Europa nicht mehr auf jihadistischen Gruppierungen in der Region. Allerdings ist der IS weiterhin dort und auch weltweit aktiv. Im April 2022 wurden beispielsweise IS-Anhänger*innen dazu aufgerufen, auch in Europa wieder Anschläge zu verüben. Zudem birgt die prekäre Situation in der Region inhaftierter IS-Anhänger*innen und ihrer Familien, von denen eine nicht unerhebliche Anzahl aus Europa stammt, weiterhin Herausforderungen und Sicherheitsrisiken.

Mit unserem Fachgespräch am 15. Juni 2022 nehmen wir aktuelle Entwicklungen bezüglich des IS und anderer jihadistischer Bewegungen in Syrien und im Irak sowie deren mögliche Relevanz für Deutschland in den Blick. In einem ersten Vortrag nähert sich Fabien Merz (Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich) aus einer wissenschaftlichen Perspektive der Frage, wie es aktuell um jihadistische Gruppierungen, insbesondere den IS, in Syrien und dem Irak steht und welche Entwicklungen hier zu beobachten sind. Außerdem wird er aufzeigen, welche Implikationen diese Entwicklungen auch auf die terroristische Gefahr in Europa haben. Daran anknüpfend legen wir mit dem zweiten Vortrag den Fokus auf die Präventionsarbeit. In diesem Rahmen geht Ahmet Numan Çakilkum (Local Streetwork Online/Offline, AVP e. V.) darauf ein, ob Entwicklungen in Verbindung mit jihadistischen Bewegungen in Syrien und dem Irak in den Sozialen Medien auch von deutschen Akteuren aufgegriffen werden und welchemöglichen Handlungsansätze sich für die Präventionsarbeit ergeben.

Im Nachgang an die Vorträge gibt es für die Teilnehmenden Gelegenheit für Rückfragen an die Referierenden und für den Austausch von Erfahrungen aus der Praxis.

Die Veranstaltung findet im Rahmen von KN:IX statt.
Eine Anmeldung war bis zum 13. Juni 2022 möglich.

Wir möchten Sie herzlich zu unserem Fachgespräch zu islamisiertem und christlichem Antisemitismus einladen, das wir gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R) umsetzen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 23. Juni 2022 von 14 bis 18:30 Uhr in Berlin statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, wir bitten um eine Anmeldung. Der Anmeldeschluss ist der 15. Juni 2022.

Bei der Veranstaltung wollen wir der Frage nachgehen, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Formen des religiös begründeten Antisemitismus bestehen. Außerdem wird diskutiert, inwieweit der christliche Antijudaismus seine islamisierte Form historisch beeinflusst hat.

(more…)

Rückkehrer*innen und die (ausbleibende) Rückführung deutscher Staatsangehöriger aus den Camps in den kurdischen Gebieten sind auf politischer, zivil- und gesamtgesellschaftlicher Ebene relevante Themen. Diese wollen wir im Rahmen unserer Veranstaltung am 17. November 2021 aufgreifen. Wir freuen uns, Sie für diesen Tag zu einem neuen Format begrüßen zu können: unserem ersten Online Politik- und Pressegespräch um 18 Uhr – dieses Mal live aus den Türmen am Frankfurter Tor in Berlin.

Nach Kurzvorträgen von Prof. Peter Neumann (King´s College London) und Sofia Koller (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V.) werden wir gemeinsam mit Claudia Dantschke (Grüner Vogel e. V.) Lamya Kaddor (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Samira Benz (Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Berlin) und Rüdiger José Hamm (BAG RelEx) über den Umgang mit Rückkehrer*innen aus dem sogenannten Islamischen Staat und ihren Kindern diskutieren.

Die Veranstaltung richtet sich an Vertreter*innen aus Medien und Politik, an Fachkräfte im Bereich religiös begründeter Extremismus und die interessierte (Fach-)Öffentlichkeit.

Versicherheitlichung ist ein Thema, das in diversen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit und Politischen Bildung seit Jahren diskutiert und kritisch hinterfragt wird. Speziell in der Präventionsarbeit gegen religiös begründeten Extremismus erhöht die gesamtgesellschaftliche Wahrnehmung und die mediale Berichterstattung den Druck auf die beteiligten Akteure aus Zivilgesellschaft, Sicherheitsbehörden und Politik. Welche Auswirkungen hat der Sicherheitsdiskurs auf die beteiligten Organisationen und Institutionen? Wie und in welchem Rahmen kann die Zusammenarbeit gestaltet werden? Und vor allem, wie ist sie unter der Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen realisierbar?

Diesen Fragen nähern wir uns im Verlauf unseres Online-Fachtags am 10. und 11. November 2021 aus unterschiedlichen Perspektiven. Eine Anmeldung war bis 9. November möglich. Hier finden Sie außerdem weitere Informationen zum Programm:

(more…)

Bei unserem digitalen Fachgespräch am 8. Juli 2021 rücken wir das Thema städtischer Raum in den Fokus. Dabei wollen wir unter anderem der Frage nachgehen, in welchem Verhältnis städtischer Raum und Radikalisierung zueinanderstehen. Weiterhin wird es darum gehen, wie Akteure aus der Präventionslandschaft die räumlichen Gegebenheiten vor Ort in ihre Projektarbeit und -konzeption einbeziehen. Die Veranstaltung findet von 14 bis 16 Uhr online statt.

Mit dem ersten Kurzvortrag nehmen wir bei der Veranstaltung die wissenschaftliche Perspektive auf das Thema ein: Linda Schumilas und Dr. Sebastian Kurtenbach arbeiten beide im Projekt Radikalisierende Räume (Universität Bielefeld und Fachhochschule Münster) und gewähren in ihrem Vortrag Einblicke in die Grundgedanken und Anfangsphase des Projektes. Für den zweiten Schwerpunkt des Fachgesprächs, die Perspektive der praktischen Arbeit, konnten wir Vertreter*innen von zwei unserer Mitgliedsorganisationen gewinnen. Ahmed Al-Rashed und Jens Jakobs von VAJA e. V. aus Bremen und Numan Özer vom Projekt 180 Grad Wende (JuBiGo e. V.) aus NRW werden in ihren Kurzvorträgen darauf eingehen, welche Rolle städtischer Raum in ihren jeweiligen Projekten spielt. Im Anschluss an die drei Vorträge wird es ausreichend Zeit geben, um mit den Referent*innen ins Gespräch zu kommen und Rückfragen zu stellen.

Eine Anmeldung war bis zum 6. Juli möglich. Für die Veranstaltung verwenden wir Zoom, die Login-Daten erhalten Sie kurz vor dem Fachgespräch.

Die Veranstaltung findet im Rahmen von KN:IX statt.

KN:IX

Der Report des Kompetenznetzwerkes „Islamistischer Extremismus“ (KN:IX) beschreibt die Herausforderungen, Bedarfe und Trends im Themenfeld „Islamistischer Extremismus“ im Jahr 2020. In der Funktion als bundesweite Schnittstelle und Plattform für zivilgesellschaftliche und staatliche Akteur*innen, hat KN:IX Handelnde aus dem Themenfeld befragt, um ein Stimmungsbild zu erhalten. Auf Basis der Ergebnisse bietet KN:IX spezifische Formate an, um Fachdiskussionen anzuregen und die inhaltliche Arbeit gemeinsamen mit den Präventionsakteur*innen weiterzuentwickeln. Bei der Veranstaltung werden das Kompetenznetzwerk KN:IX und die Ergebnisse des Reports vorgestellt. Anschließend gibt es die Gelegenheit, die Herausforderungen für die Zukunft gemeinsam zu diskutieren.

KN:IX besteht seit Anfang 2020 und reagiert auf die Entwicklungen im Phänomenbereich und begleitet sowohl die Präventions-, Interventions- und Ausstiegsarbeit als auch die im Themenfeld geführten fachwissenschaftlichen Debatten. Als Netzwerk, in dem wir als BAG RelEx gemeinsam mit ufuq.de und Violence Prevention Network (VPN) zusammenarbeiten, analysiert KN:IX aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der universellen, selektiven und indizierten Islamismusprävention.

Die Veranstaltung findet als Begleitvortrag im Rahmen des Deutschen Präventionstages statt.

Wir möchten Sie herzlich zu unserem kommenden Fachgespräch einladen. Die Veranstaltung zum Thema Legalistischer Islamismus findet am 30. März 2021 zwischen 14 und 17 Uhr statt.

Im öffentlichen und politischen Diskurs wird legalistischer Islamismus als “die neue Gefahr” beschrieben, die immer stärker zu werden scheint. In der Diskussion wird der Begriff dabei synonym mit Begriffen wie politischer Islam oder Islamismus verwendet. Gemeinsam mit Ihnen und geladenen Expert*innen möchten wir einen Blick auf die politische Bedeutung des Begriffs werfen, sowie die möglichen Folgen seiner Verwendung diskutieren.

Im Rahmen des Fachgesprächs richten zunächst den Blick auf Österreich und die Entwicklungen rund um die Einrichtung der Dokumentationsstelle Politischer Islam. Dabei sprechen wir sowohl über die ihr vorangegangenen Entwicklungen als auch über mögliche Auswirkungen. Daran anschließend legen wir den Fokus auf den deutschen Kontext und nehmen die Wirkungen der Diskussion auf Muslim*innen sowie die Arbeit muslimischer Verbände und Vereine in den Blick. Abschließend sollen die sowohl unterschiedlich als auch synonym verwendeten Begriffe gegeneinander abgegrenzt werden.

Für die Veranstaltung konnten wir folgenden Expert*innen gewinnen, die Ihnen und uns nach Ihren jeweiligen Vorträgen für Rückfragen und Diskussionen zur Verfügung stehen:

 

Die Veranstaltung finden online statt. Ihre Anmeldung nehmen wir unter event@bag-relex.de gerne entgegen. Die Zugangsdaten stellen wir Ihnen nach erfolgreicher Anmeldung zeitnah vor Beginn der Veranstaltung per E-Mail zur Verfügung.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit FoPraTEx – Forschungs-Praxis-Transfer-Islamistischer Extremismus, dem Netzwerk der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des BAMF, ausgerichtet.

Die Kernaufgabe der Mitarbeiter*innen von FoPraTEx – Forschungs-Praxis-Transfer-Islamistischer Extremismus, besteht darin , die verschiedenen zivilgesellschaftlichen und staatlichen Beratungsstellen, die in der (Umfeld-)Beratung (mutmaßlich) islamistisch radikalisierter Personen tätig sind, wissenschaftlich zu begleiten. Das Alleinstellungsmerkmal dieses Projekts besteht in der unmittelbaren Verzahnung von Wissenschaft und Praxis, indem die wissenschaftlichen Mitarbeitenden die Arbeit der jeweiligen lokalen Partner der Beratungsstelle „Radikalisierung“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vor Ort unterstützen. Die ersten Ergebnisse ihrer Arbeit stellen die Mitarbeiter*innen im Rahmen dieses Online-Fachtages vor. Zudem werden diese nach der Veranstaltung der interessierten Fachöffentlichkeit auch in Form eines Sammelbands zur Verfügung gestellt.

Als BAG RelEx, Dachorganisation von 33 zivilgesellschaftlichen Trägern aus dem Bereich der Extremismusprävention, haben wir uns der Vernetzung, dem Fachaustausch und der Weiterentwicklung der Arbeit im Themenfeld verschrieben. Daher freuen wir uns sehr, durch diesen Fachtag den direkten Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis im Themenfeld zu fördern und Weiterentwicklungen anregen zu können.

Am Tag der Veranstaltung präsentieren wir Ihnen folgendes Programm:

10:00 Uhr Ankommen

10:15 Uhr Begrüßung durch die BAG RelEx und das BAMF

Dr. Axel Kreienbrink
Gruppenleiter im Forschungszentrum Migration, Integration und Asyl beim BAMF

Jamuna Oehlmann
Koordinatorin der BAG RelEx

10:30 Uhr Wissenschaft braucht Praxis – Praxis braucht Wissenschaft

Marcel Komarek
Stellv. Leitung der Beratungsstelle Radikalisierung im BAMF

11:15 Uhr Pause

11:30 Uhr Infoshops I (Sie können einen der drei Infoshops auswählen)*

A) Distanzierungsprozesse: Die Rolle von Identität und Gruppen
Annika von Berg – Violence Prevention Network, Bayern

B) Systemische Beratung als Distanzierungsansatz: Herausforderungen und Praxisfälle
Dr. Vera Dittmar – FORA & Grenzgänger – IFAK e. V., NRW

C) Qualitätsentwicklung in der Beratung des Sozialen Umfeldes: Beratungsstellen-Netzwerk des BAMF
Gloriett Kargl – Violence Prevention Network, Berlin

12:30 Uhr Netzwerkpause

13:15 Uhr Infoshops II (Sie können einen der drei Infoshops auswählen)*

D) Gewaltverzichtender Islamismus in Deutschland: Herausforderungen und Gegenstrategien
Hanna Baron – Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e. V., PROvention

E) Konzeptionsentwicklung mithilfe eines logischen Modells am Beispiel der systemischen Beratung von Salam
Prof. Dr. Kurt Möller und Marion Lempp – Hochschule Esslingen

F) Evaluation und Qualitätssicherung in der Deradikalisierungspraxis
Dr. Michail Logvinov – Grüner Vogel e. V., Beratungsstelle Leben

14:15 Uhr Lightning Talks

Felix Eitel
Leiter der Beratungsstelle Salam, Rheinland-Pfalz

Dr. Vera Dittmar
FORA & Grenzgänger – IFAK e. V., NRW

Corinna Emser
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsfeld I “Internationale Migration und Migrationssteuerung” BAMF

Rüdiger José Hamm
Koordinator der BAG RelEx

14:40 Uhr Rückblick und Ausblick

Teresa Rupp
Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Forschungszentrums beim BAMF

15:00 Uhr Abschluss

Moderation
Axel Schurbohm – Fachreferent religiös begründeter Extremismus (BAG RelEx)

Die Veranstaltung findet online statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie am Tag vor der Veranstaltung per Mail von uns. Da die Teilnehmer*innenzahl begrenzt ist, bitten wir Sie, die Zugangsdaten nicht an Personen weiterzugeben, die sich nicht eigenständig angemeldet haben. Die Anmeldefrist ist der 9. April 2021.

*  Im Rahmen der Anmeldung haben Sie die Möglichkeit einen der drei je Durchgang angebotenen Infoshops auszuwählen. Tragen Sie hierzu im Anmeldeformular bitte den entsprechenden Buchstaben des Infoshops ein (siehe Programm). Sollten Sie sich nicht im Vorfeld für einen Infoshop angemeldet haben, werden Sie am Tag der Veranstaltung automatisch zu einem Infoshop zugewiesen. Bitte geben Sie unbedingt einen zweiten Wunsch an, da die Teilnehmer*innenzahl je Infoshop begrenzt ist und wir daher eine Teilnahme am Erstwunsch nicht garantieren können. 

Unsere Beteiligung an der Kooperation findet im Rahmen von KN:IX statt.