Für den 11. November 2019 lädt das Multikulturelle Forum e.V. zum Fachtag „Alte und neue Feindbilder: In welcher Gesellschaft wachsen Jugendliche heute auf?“ ein. Dieser findet im Rahmen der Abschlüsse der Projekte Objektiv und Dortmunder Durchblick statt.

Feindbilder sind soziale Deutungsmuster gegenüber anderen Menschen, Gruppen, Staaten oder Ideologien, die auf einem dichotomen Weltbild beruhen und mit negativen Vorstellungen und Gefühlen verbunden sind. Typisch für ein Feindbild ist, dass im Anderen beziehungsweise Fremden das Böse gesehen wird und diesem negativen Bild kontrastierend ein positives Selbstbild gegenübergestellt wird. Derartige Identitätskonstruktionen sind oft unmittelbar mit bestimmten Narrativen verbunden, die ab frühester Kindheit in unterschiedlichen sozialen Zusammenhängen und medial vermittelt werden.

In welcher Gesellschaft wachsen Jugendliche heute auf? Mit welchen diskriminierenden Diskursen kommen Jugendliche in Berührung und mit welchen Feindbildern sind sie konfrontiert? Unter diesen Fragestellungen wollen wir eine Brücke schlagen zwischen dem Projekt Dortmunder Durchblick, welches sich unter anderem mit antimuslimischem Rassismus und religiös motiviertem Extremismus unter muslimisch sozialisierten Jugendlichen beschäftigt und dem Projekt Objektiv, welches den Fokus auf Antisemitismus in den Medien hat. Ohne die beiden Phänomene gleichzusetzten, sollen Pädagog*innen und Multiplikator*innen dafür sensibilisiert werden, wie sich Vorurteile und Feindbilder im Sozialisationsprozess bei Jugendlichen auswirken.

Weitere Informationen, u.a. zum Programm und der Anmeldung, finden Sie auf der Website des Multikulturellen Forums.

Vor fünf Jahren wurde das genderrefelektierte Modellprojekt Die Freiheit, die ich meine des Vereins Gesicht zeigen! ins Leben gerufen. In dieser Zeit wurden zahlreiche Workshops konzipiert, Methoden erprobt und Gespräche geführt. Dabei wurden unter anderem die Themenfelder Vorurteile, Religion, Geschlecht, Extremismus und Politik besprochen. Für den 29. Oktober 2019 lädt Sie das Team des Projektes herzlich ein und freut sich darauf, Ihnen im Rahmen der Veranstaltung die vielfältigen Erfahrungen und Erkenntnisse zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Projektes.

Cultures Interactive e.V. und das Fachreferat religiös begründeter Extremismus des Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. (AdB) laden herzlich zu einer modularen Fortbildungsreihe ein. Mit dem übergeordneten Thema “Politische Bildung und phänomenübergreifende Prävention” richtete sie sich an Pädagog*innen und Fachkräfte aus Jugend(sozial)arbeit, Bildung und Schule aus verschiedenen Bereichen.

Das vierte Modul “Antisemitismus, Rechtsextremismus und religiös begründeter Extremismus” findet am 09. und 10. Oktober 2019 im Max Mannheimer Haus Dachau statt.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Anmeldung.

Violence Prevention Network (VPN) bietet seit April 2019 Online-Fortbildungen in Form von Webinaren an. Diese beginnen jeweils um 10 Uhr und dauern ca. 2-3 Stunden. Sie können die Webinare unabhängig vom Aufenthaltsort besuchen. Für die Teilnahme benötigen Sie einzig ein Gerät mit Internetzugang und gegebenenfalls eine Webcam. Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt auf 25 Personen.

Für weitere Informationen zu Inhalten und Terminen kontaktieren Sie bitte die Akademie von VPN.

Für den 24. September 2019 lädt das Präventionsnetzwerk gegen religiös begründeten Extremismus zu der Fachtagung  “Extremismusprävention… und darüber hinaus?” ein. Die Veranstaltung findet in Berlin statt. Weitere Informationen stehen für Sie auf der Website des Präventionsnetzwerkes zur Verfügung.

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne das Team des Netzwerkes.

Was haben Geschlecht und Gender mit Radikalisierung und mit der Rekrutierung für extremistische Kreise zu tun? Wie nutzen radikale Gruppen den gesellschaftlichen Diskurs für ihre Zwecke?
Welche Parallelen und Verschränkungen gibt es zwischen Rechtsextremismus und Islamismus? Die Fachtagung widmet sich diesen und anderen Fragen und wird von Yallah! Fach- und Vernetzungsstelle Salafismus im Saarland, Respect.lu Centre contre la radicalisation-SOS Radicalisation, CID Fraen an Gender und der Abtei Neumünster Luxemburg veranstaltet.

Ideologien – Extremismen – Gender Wie werden Rollenklischees genutzt? (30. September)

In der öffentlichen Wahrnehmung wird beim Thema Radikalisierung deutlich zwischen Männern und Frauen unterschieden. Frauen und Männer werden sowohl im Rechtsextremismus als auch im religiös begründeten Extremismus auf unterschiedliche Art und Weise rekrutiert und loyalisiert. Geschlecht und Gender, Eindeutigkeit und Polarisierung spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Welt ist voller Gegensätze und Widersprüche. Wie machen sich darin Extremisten klassische Geschlechterbilder und Rollenklischees zur Rekrutierung ihrer Anhänger*innen zunutze? Mit welchen Methoden arbeiten sie? Auf welchen Grundlagen bauen sie auf?

Feuer und Flamme, wie Radikale sich gegenseitig befeuern (01. Oktober) 

Radikale Gruppierungen benutzen aktuelle Ereignisse um ihr Weltbild zu stärken, zu missionieren und Stimmung gegen ihre Feinde zu machen. Wie unterschiedlich sind die Gruppierungen in ihren Argumenten? Stehen nicht beispielsweise sowohl Rechtsextreme als auch Islamisten gegen die gleichgeschlechtliche Ehe? Wie werden bestimmte Themen wie die Gender-Debatte, politische Entscheidungen und aktuelle Tagesgeschehen von beiden Seiten instrumentalisiert? Welche Verschränkungen und Parallelen gibt es im szenespezifischen Diskurs beim Rechtsextremismus und Islamismus? Und welche Rolle spielt eigentlich „der Islam“?

Programm 2019 Fachtagung Radikalisierung und gesellschaftliche Diskurse (D).