Gemeinsam mit weiteren Vereinen und Organisationen aus ganz Europa veranstaltet Cultures Interactive e. V. Ende April eine internationale Konferenz. Die Tagung Preventing Polarization & Violent Radicalization: Strengthening Resilience, Fostering Innovation, Consolidating Lessons & Pioneering New Frontiers findet vom 26. bis zum 29. April 2021 online statt.
Hier kommen Sie zum Programm und zur Anmeldung.
Die Jugendstiftung Baden-Württemberg veranstaltet vom 12. bis 14. Juli 2021 ein Qualifizierungsangebot zum Thema Systemische Beratung.
Systemisch orientierte Konzepte, lösungs- und ressourcenorientierte Formen der Beratung und Begleitung gehören zu den Standards der Arbeitsweisen in psychosozialen Kontexten. Nachhaltige und wirkungsvolle Beratung basiert auf einer Grundhaltung der Wertschätzung, Anerkennung, der Klarheit und der Transparenz. Die Fortbildung ist geprägt durch einen hohen Anteil praktischen Übens. Die Teilnehmer*innen sollten Beratungssituationen kennen und Beispiele einbringen können.
Hier finden Sie weitere Informationen zur Veranstaltung im Juli. Für Personen, die nach erfolgreich absolvierter Fortbildung ins Beratungsnetzwerk aufgenommen werden, ist die Fortbildung ein Pflichtseminar. Die Kostenbeteiligung liegt bei 200 Euro. Das Seminar ist Teil der Fortbildungsreihe „Expertise und Handlungsfähigkeit in der Extremismusprävention“.
Die Jugendstiftung Baden-Württemberg veranstaltet am 03. und 04. Mai 2021 ein Qualifizierungsangebot zu den Themenfeldern Islam, Neo-Salafismus, Radikalisierung und Prävention. Die Teilnehmer*innen werden dazu befähigt, im Kontext ihres Arbeitsalltags präventiv gegen Radikalisierungstendenzen vorzugehen und entsprechende Anzeichen zu deuten.
Die Veranstaltung ist Teil der Fortbildungsreihe „Expertise und Handlungsfähigkeit in der Extremismusprävention“. Sie kann mit der Zertifizierung als Kontaktperson Deradikalisierung abgeschlossen werden. Diese bildet die Grundlage dafür, als Referent*in Workshops und Planspiele umzusetzen.
Die Veranstaltung im Mai stellt das Einführungsmodul (Modul P1) dar und hat folgende Themen zum Schwerpunkt:
- Einführung in das Themenfeld „Islam“
- Religion und Ideologie: Abgrenzung von Islam, Islamismus, Salafismus
- Radikalisierungsprozesse und Rekrutierungspraktiken
- Die islamistische und salafistische Szene in Deutschland
Weitere Informationen u. a. zum Programm und der Anmeldung finden Sie auf der Website des Trägers.
Digitales Netzwerktreffen für den kollegialen Austausch innerhalb der Mitgliedschaft der BAG RelEx.
Der Online Workshop “How to Verschwörungstheorie” findet am 18. März 2021 von 15:30 Uhr bis 18:30 Uhr statt. Als Referent*innen sind Leila Younis und Lars Wiegold geladen (beide INSIDE OUT e. V.).
Spätestens seit der Corona-Pandemie haben Verschwörungstheorien Einzug in unsere Gesellschaft gehalten. Dabei sind sie keine moderne Erfindung, sondern ein Werkzeug, mit dem Menschen schon seit Langem Manipulation und Macht übereinander ausüben. Bis heute stellen Verschwörungstheorien eine immense Gefahr für die Demokratie und ein friedliches Zusammenleben dar. Deshalb müssen wir uns als Gesellschaft mit ihnen beschäftigen, sie verstehen und entkräften.
In dem Workshop „How to Verschwörungstheorie“ werden die Grundlagen zu Verschwörungstheorien vermittelt und anhand von kreativen Methoden zielgruppengerecht greifbar gemacht. Die Teilnehmenden lernen Gemeinsamkeiten verschiedener Verschwörungstheorien kennen und wie sich kritisches Nachfragen von dem Glauben an die Weltverschwörung unterscheiden lässt. Darüber hinaus erlangen sie Orientierung, um in ihrem eigenen Umfeld mit Verschwörungstheorien umzugehen und sich und Bekannte vor diesen zu schützen.
Parallel zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ findet am 18. März 2021 ein bundesweiter
Aktionstag unter dem Titel „Vorsicht, Vorurteile!“ statt. Der Online Workshop wird von Adolf-Bender-Zentrum e. V. und der Saarpfalz-Kreis ausgerichtet.
Der Workshop richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Erzieher*innen, Lehrer*innen, Multiplikator*innen, engagierte Jugendliche und junge Erwachsene. Die Anzahl an Teilnehmenden ist begrenzt, um eine Anmeldung wird gebeten. Schreiben Sie dazu gerne eine E-Mail an ralf.dittgen@saarpfalz-kreis.de.
Der Verein INSIDE OUT entwickelt unter dem Slogan “Prävention durch Bildung. Forschung. Kunst” Programme und Workshops zur politischen Bildung und Prävention von Extremismus, Radikalisierung und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Um das nachhaltig und ganzheitlich zu leisten, verbindet INSIDE OUT Praxis und Forschung und setzt auf künstlerische Methoden, die Perspektivwechsel provozieren.
„Extremely Radical“ ist ein interaktiver Workshop zum Erkennen und Verstehen von Radikalisierung und Extremismus. Erstarkende populistische Parteien, innergesellschaftliche Konflikte und aufflammende politische Gewalt bestimmen immer wieder die Nachrichten und fordern die Gesellschaften in Europa heraus. Egal ob in Deutschland, Großbritannien oder Ungarn: Der Übergang von Populismus zu Extremismus ist fließend. Eine Auseinandersetzung mit den politischen Extremen ist essenziell, um präventiv im Sozial- und Bildungssektor agieren zu können.
Die Begriffe Radikalisierung und Extremismus sind meist nur wenig bekannt und erscheinen lediglich als abstrakte Füllwörter, die vermeintlich nichts mit der eigenen Lebenswelt zu tun haben. Genau hier setzt der interaktive Workshop „Extremely Radical“ (ER) an. ER gibt einen exemplarischen Überblick über existierende Strömungen, die in Deutschland und Europa als extremistisch eingestuft werden. Dabei bringt ein kurzer, präziser und einfacher Überblick über den Forschungsstand die Teilnehmenden auf einen einheitlichen Wissensstand. Darauf aufbauend helfen ausgewählte Primärquellen ein Verständnis für Mechanismen und Methodiken der extremistischen Gruppierungen zu entwickeln. Dies wird im Rahmen von Kleingruppen und in enger Begleitung von geschulten Mitarbeiter*innen besprochen sowie anschließenden im Großgruppenrahmen diskutiert. Das Programm richtet sich an Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte.
Der Workshop findet am 11. März 2021 von 16 bis 19 Uhr statt. Um an diesem Online-Workshop teilnehmen zu können, ist eine Anmeldung erforderlich. Dafür bitte einfach eine kurze Mail an willkommen@io-3.de mit dem Betreff: “Teilnahme – EXTREMLY RADICAL” schreiben. Die Teilnahme an diesem Workshop ist kostenfrei. Max. 20 Teilnehmende.
Das Team von Yallah! Fach- und Präventionsstelle Islamismus und antimuslimischer Rassismus lädt zum ersten #yallahtalk 2021 ein. Die Veranstaltung findet am 24. März 2021 von 18 bis 20 Uhr im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus statt.
Das Grundgesetz garantiert in Art. 5 Absatz 1 GG die Kunst- und Meinungsfreiheit. Die Meinungsfreiheit umfasst die Freiheit, eine Meinung frei zu äußern und/oder zu verbreiten. Satire ist eine Form der Meinungsäußerung, deren Ziel es ist, Missstände unterschiedlicher Art zu thematisieren. Dabei bedienen sich Satiriker*innen im Rahmen der Kunstfreiheit verschiedener Mittel. Sie dürfen provozieren und gesellschaftliche Tabus brechen. Wie jedes Grundrecht hat auch die Kunst- und Meinungsfreiheit ihre Grenzen (Art. 5 Abs.2 GG). Sie darf verboten werden, wenn andere Gesetze ihr entgegenstehen. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht, die Störung des öffentlichen Friedens, der Aufruf zu einer Straftat, Volksverhetzung, Beleidigung, Verunglimpfung und Holocaustleugnung sind solche Beispiele.
Auch unter dem Deckmantel der Satire, werden immer wieder Rassismen transportiert, von denen unter anderem als muslimisch markierte Menschen betroffen sind. Satirische Darstellungen reproduzieren z. B. mit der Darstellung als islamistische Terroristen oder als unterdrückte Frau immer wieder gesellschaftliche Bilder und Stereotypen.
Für ihren ersten #yallahtalk Satirisch umhüllt – rassistisch gefüllt? hat das Team der Fach- und Präventionsstelle u. a. Mitarbeitende des Satiremagazins NOKTARA.de zum Gespräch eingeladen. Zur rechtlichen Einordnung wird außerdem ein Video des Rechtsanwalts Gregor Theado (Kanzlei BTK Saarbrücken) gezeigt. Während der Veranstaltung wird unter anderem auf folgende Fragen eingegangen:
- Wo ist die Grenze zwischen Satire und der Reproduktion von Vorurteilen und Rassismen?
- Wie weit dürfen Tabubrüche und Provokationen gehen?
- Muss Satire religiöse Gefühle berücksichtigen?
- Ist die Bewertung der Satire abhängig davon, wer sie macht?
Auch das Satire Magazin NOKTARA.de muss sich tagtäglich diesen Fragen stellen. Freuen Sie sich auf die Diskussion!
Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet online statt. Die Anmeldung erfolgt über den folgenden Link: https://eveeno.com/191065239. Vor Veranstaltungsbeginn erhalten Sie einen Link zum Online-Fachgespräch, sowie Hinweise zur Technik. Kontakt bei Rückfragen:info@yallah-saar.de
Der Verein INSIDE OUT entwickelt unter dem Slogan “Prävention durch Bildung. Forschung. Kunst” Programme und Workshops zur politischen Bildung und Prävention von Extremismus, Radikalisierung und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Um das nachhaltig und ganzheitlich zu leisten, verbindet INSIDE OUT Praxis und Forschung und setzt auf künstlerische Methoden, die Perspektivwechsel provozieren.
Bei der Infoveranstaltung am Freitag, den 05. März 2021 um 15 Uhr bietet das Team von INSIDE OUT einen Überblick über ihre aktuellen Projekte und zukünftige Maßnahmen. Zudem wird es Raum für offene Fragen und gemeinsamen Austausch geben. Um an der kostenfreien Infoveranstaltung teilnehmen zu können, ist eine Anmeldung erforderlich. Diesbezüglich einfach eine kurze Mail an willkommen@io-3.de mit dem Betreff: “Infoveranstaltung – IO” schreiben.
Die Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) lädt am 08. Juli 2021 zum Fachgespräch mit dem Medienwissenschaftler Dr. Bernd Zywietz (jugendschutz.net) ein. Die Veranstaltung findet von 19 bis 21 Uhr statt und wird in Zusammenarbeit mit der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V., der Akademie der Diözese Rottenburg Stuttgart und dem Landeskriminalamt ausgerichtet.
Politische Kommunikation erfolgt weitgehend über Medien. Dabei spielen Bilder in Form von Fotografien, digital erzeugten Collagen und Filmen eine herausragende Rolle bei der Vermittlung politischer oder ideologischer Botschaften. Wie andere soziale, religiöse und politische Akteur*innen bedienen sich extremistische Individuen, Gruppen und Bewegungen Bildern und Videos, um unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen. Sie versuchen, ihre weltanschaulichen Interpretationen der Realität sowie ihr Verständnis etwa von Religion, Herrschaft und Gesellschaft an ein möglichst breites Publikum zu streuen, um damit bestimmte Wirkungen zu erzielen. Wie die Macht der Sprache nutzen sie dabei die Sprache der Bilder, des Films, der Musik.
Zum Referent
Dr. Bernd Zywietz ist Leiter des Bereichs Politischer Extremismus bei jugendschutz.net. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter u. a. im Forschungsprojekt „Dschihadismus im Internet“ an der Universität Mainz. Er wurde im Fach Medienwissenschaft an der Universität Tübingen promoviert und ist als Filmkritiker und Redakteur tätig. Darüber hinaus ist er Herausgeber der Publikationsreihe „Aktivismus- und Propagandaforschung“ (Springer VS), Vorstandsmitglied des Netzwerks Terrorismusforschung und Beiratsmitglied des Kompetenznetzwerkes “Islamistischer Extremismus” (KN:IX).
Dr. Hussein Hamdan, Fachbereichsleiter Muslime in Deutschland der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, wird die Veranstaltung moderieren. Weitere Informationen, u.a. zur Anmeldung, finden Sie auf der Website der FEX.
Jens Ostwaldt ist Erziehungswissenschaftler und leitete von 2015 bis 2020 die Fachstelle zur Prävention von religiös begründetem Extremismus im Demokratiezentrum Baden-Württemberg. Gemeinsam mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, bei der er eine Dozententätigkeit ausübt, führt er das Modellprojekt „Radikalisierungsprävention in Wissenschaft und Praxis – Ein Transfermodell“ durch. Seine im Mai 2020 erschienene Promotion „Islamische und migrantische Vereine in der Extremismusprävention“ wurde an der Philipps-Universität Marburg verteidigt. Seit Oktober 2020 hat Ostwaldt eine Professur für Soziale Arbeit mit dem Arbeits- und Forschungsschwerpunkt Extremismus und Radikalisierung an der IUBH – Internationale Hochschule inne.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Akademie der Diözese Rottenburg Stuttgart statt. Weitere Informationen, u.a. zur Anmeldung, finden Sie auf der Website der FEX.